Acer Chromebook Tab 10 im Kurztest: Erstes Chrome OS-Tablet ist rasend schnell

Leistungsfähige iPad-Alternative

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von Michael Knott
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Acer stellt das Chriomebook Tab 10 mit Chrome OS offiziell vor.

Wir waren im Kurztest des Acer Chromebook Tab 10 überrascht, wie schnell und flüssig es sich mit dem hierzulande kaum bekannten OP1-Chip arbeiten lässt. Im Kurztest positioniert sich das Tablet mit Chrome OS als ernstzunehmende iPad-Alternative. Und den Stift gibt es gratis dazu.

Die Ankündigung zum Acer Chromebook Tab 10 ist schon ein paar Tage her. Im Rahmen vom Acers internationalen Pressekonferenz in New York konnten wir das Tablet jedoch erstmalig ausprobieren und einem ersten Test unterziehen. Und der förderte ein paar Überraschungen zu Tage.

Wer kauft's?

Auch wenn der Name verwirrt - beim Chromebook Tab 10 handelt sich nicht um ein Notebook. Der taiwanische Hersteller richtet sich zusammen mit Googles Bildungsoffensive an Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Ganz ähnlich, wie Apple es mit seinem günstigsten iPad macht.

Doch natürlich könnt auch ihr das Chrome-Tablet ganz normal kaufen. Es kostet rund 330 Euro und ist damit noch einmal ein wenig günstiger, als Apples iPad. Bildungseinrichtungen dürfte ein Rabatt gewährt werden.

Das Chrome-Tablet bietet sich natürlich auch für Menschen an, die auf der Suche nach einem robusten, nicht zu teurem Marken-Tablet sind und die vielleicht von günstigeren Modellen enttäuscht wurden.

Design und Verarbeitung: So fühlt es sich an

Das laut Acer 550 Gramm schwere Tablet ist robust. Unser Versuch, es beim angerauten Kunststoffgehäuse zu packen und mutwillig zu verbiegen, gestaltet sich schwierig. Wir haben es nicht ausprobiert, aber einen Sturz aus nicht allzu großer Höhe dürfte es ohne bleibende Schäden überstehen.

Acer Chromebook Tab 10 im ersten Test

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Wenn wir jedoch an den alltäglichen Schulbetrieb denken, würde dem Chrome OS-Tablet sicherlich erhöhte Gehäusekanten gut stehen, die das Display zusätzlich schützen, sollte das Tablet auf die Displayseite fallen. So kommen unter Umständen noch die Kosten für entsprechende Schutzhüllen hinzu. Auf Vorder- und Rückseite befinden sich jeweils Kameras, deren Sensoren verhältnismäßig schwach auflösen. Im Hands-On gelangen aber schnell ansehnliche Schnappschüsse.

Mit Abmessungen von 172,2 x 238,2 x 9,98 Millimetern liegt der 9,7-Zöller gut in der Hand. Das Gehäuse dürfte es auch verzeihen, wenn es häufig unachtsam in den Rucksack gepfeffert wird.

Ein großer Vorteil gegenüber dem iPad: Das Acer-Tablet hat einen microSD-Kartenslot. Hinzu kommt ein USB Type C-Port und eine Kopfhörerbuchse. Der Speicher ist 32 Gigabyte groß. Hinzu kommen vier Gigabyte RAM.

Eingabestift mit Wacom-Unterstützung

Klasse: Der Wacom-fähige, batterielose Bedienstift gehört zum Lieferumfang und lässt sich bei Nichtgebrauch im Gehäuse verstecken. Geht doch! So bequem wie mit dem Apple Pencil zeichnet und scrollt es sich mit dem dünnen Stift von Acer im kurzen Test aber leider nicht. Der Stift bietet etwa keine Erkennung der Neigung und ist von der Machart am ehesten mit den Bedienstiften von Samsungs Galaxy-Reihe vergleichbar.

Leistung: Ziemlich flott unterwegs

Im Chromebook Tab 10 steckt ein hierzulande noch kaum bekannter Chip mit Namen OP1. Er basiert auf der ARM-Architektur, wird von Google auf den Einsatz in Chromebooks optimiert und wir sind überrascht, wie schnell sich Anwendungen auf dem 9,7 Zoll großen Touchscreen öffnen und schließen.

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Auch heftiges Multitasking bringt das Chrome-Tablet nicht in Schwitzen. Wir konnten unter den Bedingungen einer Pressekonferenz keine Benchmark-Tests durchführen. Aber gefühlt liegen iPad 6 und Chrome Tab 10 bei der Leistung auf einem Level. Wichtig für Bildungseinrichtungen, die wohl kaum alle zwei Jahre neue Hardware anschaffen möchten.

Displayqualität

Die Auflösung des 9,7-Zoll-Displays liegt bei sehr guten 2.048 x 1.536 Pixeln. Dementsprechend scharf wird auch kleine Schrift angezeigt. Fotos sehen sehr schön, mit kräftigen Farben und guten Kontrasten aus.

Leider spiegelt die Anzeige unseres Empfinden nach ziemlich stark. Da Acer ein IPS-Panel verbaut, kommt es auch aus sehr spitzen Betrachtungswinkeln nicht zu einem Helligkeitsabfall und umgekehrten Farben. Der Banknachbar könnte also abschreiben, wenn er wollte ...

Fazit: netzwelt meint

Uns gefällt das Acer Chromebook Tab 10 gut - leider ist es nicht günstiger als ein Chromebook, die es schon zu Preisen ab 300 Euro gibt. Und genau wie dem iPad fehlt dem Tablet mit Chrome OS die Möglichkeit, eine "native" Tastatur anzuschließen. So bleiben nur Bluetooth-Lösungen von Drittanbietern. Ob das den Bildungseinrichtungen schmecken wird, oder ob diese lieber direkt zum Chrome Book greifen, wird sich zeigen. Auf jeden Fall belebt das Chrome-Tablet den dahinsiechenden Tablet-Markt.

Zeitgleich zum Chrome-Tablet gab es 2018 von Acer in New York die folgenden Neuheiten zu sehen:

Acer Chromebook Tab 10
9
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