iPad mini 2 mit Retina-Display im ersten Test

Ab November erhältlich

Apple stattet das iPad mini mit einem Retina-Display aus. Dieses bietet die gleiche Anzahl an Pixeln auf einer Diagonalen von 7,9 Zoll. Dafür ist es ein ganz klein wenig dicker und 30 Gramm schwerer geworden. Netzwelt konnte das kleine Tablet direkt nach der Präsentation kurz testen.

In San Francisco hat Apple den lang erwarteten Nachfolger des iPad mini offiziell vorgestellt. Während im Vorfeld bereits viele Informationen, vor allem zum Gehäuse-Design, durchsickerten, war eine Frage bis zum Schluss offen: Hat das neue Kleine ein Retina-Display oder nicht? Es hat eines, nennt sich schlicht und einfach "iPad mini mit Retina-Display", und auch der Prozessor ist nun leistungsfähiger.

Das Retina-Display des neuen iPad mini hat einen stärkeren Akku und damit ein leicht höheres Gewicht zur Folge. In der Hand ist dies aber kaum spürbar.
Das Retina-Display des neuen iPad mini hat einen stärkeren Akku und damit ein leicht höheres Gewicht zur Folge. In der Hand ist dies aber kaum spürbar.

Knapp ein Jahr ist es her, dass Apple die Erstauflage des iPad mini enthüllte. Schon damals sorgte es für Diskussionsstoff - schloss der ehemalige Apple-CEO Steve Jobs doch ein Tablet-Format kleiner als 9,7 Zoll kategorisch aus. Tim Cook, aktueller Apple-Boss, hatte da weitaus weniger Hemmungen. Zumal die Konkurrenz kompakte Tablet-Computer massenweise absetzen konnte.

Hauptkritikpunkt der Erstauflage war vor allem das Display. Nicht wegen seiner Größe, vielmehr aufgrund der vergleichsweise geringen Auflösung. 1.024 x 768 Bildpunkte tummelten sich auf der ersten iPad mini-Anzeige. Viel weniger als für das Apple-eigene "Retina"-Label nötig wären. Folgerichtig sah man auf der Anzeige nicht nur einzelne Bildpunkte, vielmehr war die gesamte Darstellung etwas schwammig. Nutzer und Fachmedien waren sich schnell einig - das geht besser.

Vor Kurzem erst stellte Google mit dem Nexus 7 ein kompaktes Android-Tablet vor, wie es sich sicherlich viele Nutzer wünschen: Hochauflösend, kompakt und obendrein noch günstig. Apple ist daher ein wenig unter Zugzwang, denn die Tablet-Sparte wuchs kontinuierlich zum nun zweitwichtigsten, da nach dem iPhone absatzstärksten Zweig des Computerherstellers aus Cupertino.

Unterschiede zum Vorgängermodell

Äußerlich sind die Erstauflage und das iPad mini mit Retina-Display nicht voneinander zu unterscheiden. Die Designsprache ist offenbar bei den Machern und bei der Käuferschicht so gut angekommen, dass vielmehr das ebenfalls neue iPad Air prompt dieser folgt - und daher ein wenig wie ein übergroßes iPad mini aussieht.

iPad mini mit Retina Display im Kurztest

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Da das Retina-Display mehr Strom benötigt als herkömmliche Anzeigen, musste Apple die Kapazität des Akkus erhöhen, um eine gleichbleibende Laufzeit von zehn Stunden bieten zu können. Dies hat ein leicht dickeres Gehäuse zur Folge. Statt 7,2 Millimeter wie der Vorgänger ist das neue nun 7,5 Millimeter dick und wiegt mit 341 Gramm auch knapp 30 Gramm mehr.

Das steckt drin

Das iPad mini könnte mit seiner Display-Diagonalen von 7,9 Zoll zwar im gleichen Regal wie das Nexus 7 liegen, hebt sich aber bei der Ausstattung und beim Preis und nicht zuletzt beim Betriebssystem von der Anroid-Konkurrenz ab. Apple verbaut den schon aus dem iPhone 5s bekannten A7-Chip im iPad mini 2. Zusammen mit dem ebenfalls brandneuen 9,7 Zoll großen iPad Air hat Apple damit nun drei iOS-Produkte im Angebot, deren CPU auf der 64-Bit-Architektur beruht. Entwickler freuen sich über einheitliche Rahmenbedingungen, Nutzer über entsprechend leistungsfähige Apps.

Die Display-Auflösung beträgt 2.048 x 1.536 Pixel - einzelne Bildpunkte sind daher in der Tat mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar. Das Auflösungs-Plus steht dem kleinen iPad gut zu Gesicht und liegt auf Augenhöhe mit dem des Nexus 7. Auch Kontrast und Helligkeit sind dem ersten Eindruck nach überdurchschnittlich gut. Wie es um die Ablesbarkeit im Freien bestellt ist, muss ein ausführlicher Testbericht klären.

Verbessert hat Apple zudem die Front-Kamera, die nun über größere Pixel verfügt. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst nach wie vor mit fünf Megapixeln auf. Dank verbesserter Antennen (MIMO) sollte das kleinste iPad schnell WLAN-Verbindungen herstellen können.

So fühlt es sich an

In der Hand fühlt sich das kleine iPad nach wie vor überaus gut an. Das minimal dickere Gehäuse fällt kaum auf. Nichts auszusetzen gibt es bei der Verarbeitung. Wie schon beim Vorgänger setzt Apple großzügig auf Aluminium, das auch recht kratzfest ist. Feinfühlige Hände dürften die Gewichtszunahme bemerken. Ansonsten deckt sich die Haptik mit der des ersten iPad mini.

Handfeste Überraschungen sucht man auf der Ausstattungsliste des neuen iPad mini vergeblich. Apple tat jedoch gut daran, die Display-Auflösung zu erhöhen. Damit liegt das kleine iOS-Tablet auf Augenhöhe mit der erstarkten Android-Konkurrenz. Wenig überraschend ist auch, dass das iPad mini mit Retina-Display mit einem Einstiegspreis von 389 Euro deutlich teurer als diese ist. Aber Fans der Marke wird dies erfahrungsgemäß wenig stören.

Eine echte Überraschung hat Apple bezüglich iPad mini doch noch auf Lager. Nach wie vor bleibt die Ur-Version im Shop erhalten. Wer auf die Retina-Anzeige keinen Wert legt, kann auf diese Weise satte 100 Euro sparen.

Hinweis: Dieser Artikel wird zu einem vollständigen Testbericht erweitert und um Praxiserfahrungen, Benchmarks und Angaben zur tatsächlichen Akkulaufzeit ergänzt, sobald der Redaktion ein Testgerät vorliegt.

Apple iPad mini 2: Fazit

Schärfer, stärker 7.8/10

Handfeste Überraschungen sucht man auf der Ausstattungsliste des neuen iPad mini vergeblich. Apple tat jedoch gut daran, die Display-Auflösung zu erhöhen. Damit liegt das kleine iOS-Tablet auf Augenhöhe mit der erstarkten Android-Konkurrenz. Wenig überraschend ist auch, dass das iPad mini mit Retina-Display mit einem Einstiegspreis von 389 Euro deutlich teurer als diese ist. Aber Fans der Marke wird dies erfahrungsgemäß wenig stören.

Das hat uns gefallen

  • Display
  • Verarbeitung
  • Leistung

Das hat uns nicht gefallen

  • kein Speicherkartenleser
  • Speicher-Upgrade teuer
Testnote 7,8 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
8,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

8,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

7,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

6,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

8,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät stammt von Apple Deutschland und wird nach Testende wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

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Apple iPad mini 2 Benchmarks

In der nachstehenden Tabelle findet ihr die Futuremark-Benchmarks, die wir zum Apple iPad mini 2 in unserem System erfasst haben. Der Gesamtwert steht in der rechten Spalte, Details zu den einzelnen Tests bekommt ihr, wenn ihr die Maus über das Infozeichen bewegt.

Futuremark-Benchmark Ergebnis
Ice Storm MAXED OUT!

Futuremark Ice Storm

Physik (Gesamt):
MAXED OUT!
Physik Test I:
25 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
MAXED OUT!
Grafik Test I:
59 FPS
Grafik Test II:
54 FPS
Ice Storm Extreme 10293

Futuremark Ice Storm Extreme

Physik (Gesamt):
7757
Physik Test I:
25 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
11397
Grafik Test I:
58 FPS
Grafik Test II:
43 FPS
Ice Storm Unlimited 14648

Futuremark Ice Storm Unlimited

Physik (Gesamt):
7921
Physik Test I:
25 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
19350
Grafik Test I:
103 FPS
Grafik Test II:
72 FPS
Sling Shot using ES 3.0 1188

Futuremark Sling Shot using ES 3.0

Physik (Gesamt):
764
Physik Test I:
20 FPS
Physik Test II:
7 FPS
Physik Test III:
3 FPS
Grafik (Gesamt):
1410
Grafik Test I:
7 FPS
Grafik Test II:
5 FPS
Sling Shot using ES 3.0 Unlimited 1237

Futuremark Sling Shot using ES 3.0 Unlimited

Physik (Gesamt):
747
Physik Test I:
20 FPS
Physik Test II:
7 FPS
Physik Test III:
3 FPS
Grafik (Gesamt):
1517
Grafik Test I:
9 FPS
Grafik Test II:
5 FPS
Passmark-Benchmark Ergebnis
Gesamt 1997
Prozessor (CPU Mark) 42,337
Speicher (Mem Mark) 2,164,193
Festplatte (Disk Mark) 16,329
2D (2D Mark) 552
2D (3D Mark) 895

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Mobile Computing, Apple, Apple iPad, Mobile World Congress (MWC), Tablet-PC, Apple iPad mini 2 und Monitor.

Das Apple iPad mini 2 wurde ursprünglich mit Apple iOS 7 "Apple iOS Innsbruck" ausgeliefert. Mittlerweile ist für das Apple iPad mini 2 die Version 12.1 "Apple iOS 12" verfügbar.

Links zum Thema
Apple iPad mini 2 im Zeitverlauf
1 von 24
  • iPad mini 2: iFixit vergibt Prädikat "Nicht reparierbar"

    15.11.2013 Der US-amerikanische Reparaturdienst iFixit hat das iPad mini 2 mit Retina-Display auseinandergenommen. Genau wie das größere iPad Air erhält auch das kleine Apple-Tablet nur zwei von zehn Punkten. Die Reparierbarkeit des neuen iPad mini bewertet iFixit damit als nahezu nicht gewährleistet.

    Apple-Produkte haben beim Reperaturdienst iFixit schon häufig schlecht abgeschnitten. Die WLAN-Variante des iPad mini 2 bildet da keine Ausnahme. Bewertet wird wohlgemerkt nur die Reparierbarkeit des Tablets. Also beispielsweise wie leicht sich der Bildschirm oder der Akku austauschen lässt.

    Wie schon das iPad Air bekommt auch das iPad mini 2 nur zwei von zehn Punkten, weil die Komponenten des Tablets in der Regel aneinandergeklebt sind und sich daher nur schwer ohne Schäden voneinander lösen lassen. Darüber hinaus ist der Lightning-Anschluss an die Hauptplatine gelötet, und versteckte Schrauben machen Reparaturarbeiten extrem schwierig, so iFixit.

    Weitere Informationen finden Sie im unten stehenden Video oder auch im vollständigen Teardown-Bericht.

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