Apple iPad Pro 10.5 im Test: Ein äußerst handzahmes Biest

Tablet, Apple Pencil und Zubehör ausprobiert

iPad Pro (2017) 15

Das neue iPad Pro bietet dank schmalen Rändern nun einen 10,5 Zoll großen Bildschirm mit ProMotion-Technologie, überragende Rechenpower und sinnvolles Zubehör wie Tastatur und Apple Pencil. Wir sind zunächst ein wenig sprachlos - braucht man das alles? Der Test des iPad Pro 10.5 liefert ausführliche Antworten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Highlights: Darauf achten wir beim Test des iPad Pro 10.5 besonders
  2. Einordnung: Wer braucht ein iPad Pro?
  3. Design, Verarbeitung und Ergonomie
  4. True Tone-Display mit ProMotion: Wir nähern uns dem Ideal
  5. Alltagsleistung und Benchmarks: Schneller als das MacBook Pro?
  6. Software: Warten auf iOS 11
  7. Tastatur und Apple Pencil im Praxis-Einsatz
  8. So könnte der Apple Pencil noch besser werden
  9. Multimedia: Kameras und Lautsprecher
  10. Kann das iPad Pro einen PC / Notebook ersetzen?
  11. Zubehör: Leder-Hülle, Smart Keyboard und sinnvolle Adapter
  12. Teardown: Das iPad Pro ist schlecht zu reparieren
  13. Technische Daten Apple iPad Pro 10.5
  14. Fazit & Alternativen

Ein Tablet, welches ein Notebook oder gar den PC ersetzt. Das Versprechen steht schon lange, vielleicht sogar zulange im Raum. Weder Microsoft mit seiner Surface-Reihe noch Apples iPad konnten sich bislang flächendeckend als adäquate Alternative durchsetzen.

Das neue iPad Pro im 10,5-Zoll-Format hat gute Aussichten, dieses Versprechen nun einzulösen. An Leistung mangelt es ihm wahrlich nicht. Im Zusammenspiel mit dem kommenden iOS 11 wird es sogar noch mächtiger. Doch muss ein Gerät wie das iPad das überhaupt leisten? Wozu braucht man heutzutage überhaupt noch einen Tablet-PC, wer kauft das neue, teure iPad Pro?

Highlights: Darauf achten wir beim Test des iPad Pro 10.5 besonders

  • Display: Das Display des iPad Pro 10.5 bietet die schmalsten Ränder aller iPad-Modelle. Zudem verfügt es über Apples neue ProMotion-Technologie mit variabler Frame-Rate bis zu 120 Hertz. Die von uns sehr geschätzte True Tone-Technik ist ebenfalls wieder mit an Bord.
  • Leistung: Ihr dürft gespannt sein, wie leistungsstark dieses Apple-Tablet ist, auch abseits purer Benchmark-Ergebnisse.
  • Alltag: Wie verhält sich das iPad Pro 10.5 im Zusammenspiel mit der Original-Tastaturhülle (Smart Keyboard), für was lässt sich der Apple Pencil alles einsetzen und wie lange hält der Akku? Welches Zubehör ist sinnvoll und kann das iPad Pro wirklich einen klassischen Computer ersetzen?

Einordnung: Wer braucht ein iPad Pro?

Apple stellte das neue iPad Pro 10.5 auf der ohnehin sehr hardwarelastigen WWDC 2017 zusammen mit der überarbeiteten 12.9-Version vor. Technisch ist das 12,9-Zoll-iPad nun identisch mit dem Testgerät - von der leicht unterschiedlichen Auflösung auf Grund des größeren Bildschirmes einmal abgesehen.

Video: WWDC 2017 in 7 Minuten

Die Pro-Reihe richtet sich an Kreative und Produktive, die mit ihrem Tablet-PC nicht nur im Web surfen und ab und an eine E-Mail verfassen. Der Apple Pencil ist nur zu den beiden Pro-Modellen des iPads kompatibel. Und auch die von Apple designten Tastaturen, die über den magnetischen Smart Connector (Strom und Daten) angeschlossen werden, sind der Pro-Reihe vorbehalten.

Wo genau die technischen Unterschiede zwischen der iPad Pro-Reihe, dem iPad mini und dem günstigen Einsteiger-iPad liegen, erklären wir euch in unserer iPad-Kaufberatung ausführlicher.

Design, Verarbeitung und Ergonomie

An der grundlegenden Designsprache des iPads hat sich schon lange nichts mehr geändert. Die nun deutlich schmaleren Bildschirmränder sind unter diesem Gesichtspunkt fast schon revolutionär. Sie verfehlen ihrer Wirkung selbst bei ausgeschaltetem Bildschirm nicht. Der Touchscreen ist rund zwanzig Prozent größer als die Anzeige des nun nicht mehr angebotenen iPad Pro 9.7.

Typisch Apple: Die grundlegende Verarbeitung ist vorbildlich und nahezu makellos. Weder erkennen wir auffällige Spaltmaße noch sonstige Verarbeitungsmängel. Wer den Home Button des iPhone 7 kennt, wünscht sich von dem zentralen Knopf des iPad Pro vielleicht ein besseres Feedback. Das war es aber auch schon mit negativer Kritik.

Unser von Apple zu Verfügung gestelltes iPad Pro in Top-Ausstattung (LTE-Modem und 512 Gigabyte SSD-Kapazität) bringt 480 Gramm auf die Waage. Daher lässt es sich bequem in einer Hand, auch über einen längeren Zeitraum hinweg, halten. Die andere Hand bleibt dann für die Bedienung frei.

True Tone-Display mit ProMotion: Wir nähern uns dem Ideal

Der 10,5 Zoll messende iPad-Touchscreen ist schlicht und ergreifend großartig. Eine Bildwiederholungsrate von 120 Hertz, eine Helligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter und die vollständige Abbildung des P3-Farbraums lesen sich schon auf dem Papier beeindruckend. Und wer das iPad Pro in den Händen hält wird nicht darum herum kommen, das Retina-Display über den Klee zu loben. Im Gegensatz zum von uns zuletzt getesteten Einsteiger-iPad sehen Inhalte dank des Lamininierungsprozesses wieder aus wie gedruckt.

Die leicht vergrößerte Bildschirmfläche spielt ihre Vorzüge nicht nur beim Surfen im Netz sondern auch bei der Darstellung der Bildschirmtastatur aus. Der Umstieg von einer klassischen Tastatur auf die Bildschirmtastatur des iPads fällt nun nicht mehr ganz so drastisch aus. Über die Vorteile des True Tone-Displays informieren wir euch im Test der 9,7-Zoll-Version des iPad Pros ausführlicher.

iPad Pro 10.5 (2017) in Bildern

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Neu ist die so genannte ProMotion-Technologie. Dahinter versteckt sich eine variable Bildwiederholungsrate (Frame Rate). Bislang aktualisierten alle iPads den Bildschirm 60 Mal in der Sekunde. Die Anzeigen beider iPad Pro-Modelle können Inhalte nun bis zu 120 Mal in der Sekunde aktualisieren - mit höchst angenehmen Folgen.

Beim Test des ersten iPad Pro-Modells mit 12,9-Zoll-Diagonale bemerkten wir noch Ruckler beim schnellen Scrollen auf Webseiten. Diese gehören beim aktuellen Testgerät nun endgültig der Vergangenheit an. Selbst beim schnellen Blättern durch lange Listen bleiben die Inhalte beim Scrollen lesbar, Microruckler sind nicht mehr festzustellen.

Eine variable Bildwiederholungsrate bedeutet jedoch auch, dass das iPad Pro die "Frames per Second" bei statischen Inhalten reduzieren kann, um Strom zu sparen. Öffnet ihr etwa die Foto-App, verringert sich automatisch die Aktualisierungsrate des Bildschirms. Beim Abspielen eines Videos gleicht sie sich automatisch der Quelle an. Von all dem bekommt ihr als Nutzer nichts mit. Apple gewährt euch auf der anderen Seite jedoch auch keinerlei Einstellmöglichkeiten bezüglich der Aktualisierungsrate. Dies ist allein den App-Entwicklern vorbehalten, die angeben können, mit wie vielen Bildern pro Sekunde ihre App am besten läuft.

Apple verspricht zwar eine spezielle Displayschicht, die sowohl störende Reflexionen als auch Fingerabdrücke in Schach halten soll. Im Alltag funktioniert dies jedoch eher mäßig. Natürlich spiegelt die Anzeige noch immer, wenn das Licht ungünstig auf die Retina-Anzeige fällt. Und nach kurzer Zeit der Benutzung sammeln sich viele Fingerabdrücke, die sich jedoch leicht entfernen lassen.

Alltagsleistung und Benchmarks: Schneller als das MacBook Pro?

Ihr kennt ja die berüchtigten Regler in Spielen bezüglich der Grafikeinstellungen. Gäbe es so etwas unter iOS, ihr könntet alle Regler auf "Ultra" stellen. Denn so sehr wir auch suchten - wir konnten im App Store keine App finden, welche den im iPad Pro 10.5 verbauten A10X-Prozessor nennenswert in die Knie zwingt. Weder bei der sehr empfehlenswerten Foto-Bearbeitung Affinity Photo noch bei AutoCAD, Procreate oder uMake kam es zu lästigen Wartezeiten. Das gilt auch für sämtliche iOS-Spiele.

Das Alltags-Tempo, welches das iPad Pro vorlegt ist atemberaubend und dürfte es auch noch mindestens in ein, zwei, vielleicht sogar drei Jahren sein. Das unterstreichen auch die Benchmark-Ergebnisse.

Mit Hilfe der App Duet Display verwandelt ihr das iPad in einen zweiten Bildschirm.
Mit Hilfe der App Duet Display verwandelt ihr das iPad in einen zweiten Bildschirm. (Quelle: netzwelt)

In Geekbench erzielte unser Testgerät 3.904 Single-Core- und stolze 9.208 Multi-Core-Punkte. Zum Vergleich: Die Vorgängergeneration mit A9X-SoC lag bei 3.089 beziehungsweise 5.286 Punkte. Diese nackten Zahlen deuten bereits die Zukunftsfähigkeit des iPad Pro an.

Unser Ende 2016 getesteten MacBook Pro-Varianten mit Intel Core i5-Prozessor schaffen diese Werte im Multi-Core-Test jedenfalls nicht! Beachtet jedoch, dass Benchmark-Ergebnisse lediglich einen groben Anhaltspunkt über die Leistungsfähigkeit geben können. Dennoch - die Power des iPad Pro beeindruckt auf ganzer Linie, auch, oder vor allem, bei der Grafik. GFXBench Metal attestiert dem Testgerät 90 Frames in der Sekunde im Offscreen-Test. Der Vorgänger scheiterte an der 50-Frames-Marke.

Apple verbaut zudem einen Touch ID-Sensor der zweiten Generation, der das iOS-Tablet genauso schnell entsperrt wie beim iPhone 7, was einen zusätzlichen Geschwindigkeitsvorteil bringt.

Die Akkulaufzeit zeigt sich von all dem unbeeindruckt. Die von Apple versprochenen zehn Stunden beim reinen Websurfing konnten wir zwar nicht ganz erreichen. Im Schnitt gingen im Mischbetrieb, bei dem auch das ein oder andere Spiel angezockt sowie viel mit Affinity Photo experimentiert wurde, nach sieben bis neun Stunden die Lichter aus.

Software: Warten auf iOS 11

"Sein volles Potential wird das iPad Pro erst mit dem Release von iOS 11 im September entfalten". Auf den Vorabveranstaltungen zum iPad Pro, bei denen netzwelt anwesend war wurde Apple nicht müde, dies zu betonen. Mit Recht - denn die kommende iOS-Version wird viele sinnvolle Neuerungen mit sich bringen, die das Produktivitätslevel noch einmal deutlich anheben werden.

Es wird ein neues Dock geben, das sich ähnlich wie unter macOS verhält. Apple führt endlich, endlich, endlich mit iOS 11 einen zugänglichen Dateimanager (Files) ein, von dem natürlich auch das iPhone profitieren wird. Drag-and-Drop wurde deutlich verbessert und funktioniert dann reibungslos über Apps hinweg. Welche Verbesserungen iOS 11 mit sich bringen wird, erfahrt ihr in diesem Artikel auf netzwelt. Wer sich jetzt ein neues iPad Pro kauft, bekommt das Tablet mit dem bekannten iOS 10 ausgeliefert.

Tastatur und Apple Pencil im Praxis-Einsatz

Das iPad Pro 10.5 kostet mindestens 730 Euro. Eine Menge Holz, aber die Tastatur-Hülle (Smart Keyboard) gehört nicht zum Lieferumfang. Für die 10,5-Zoll-Version werden 180 Euro fällig; die für die 12,9-Zoll-Version passende Tastatur-Hülle schlägt mit 190 Euro zu Buche. Und ihr habt sicherlich auch ein Auge auf den Apple Pencil geworfen. Hierfür werden weitere 110 Euro fällig.

In jedem Fall raten wir euch zum Kauf des Apple Pencil. Denn im Gegensatz zu allen uns bekannten Windows- und Android-Tablets lässt sich mit dem Apple-Digitizer wesentlich mehr anstellen. Er ist eben nicht nur Werkzeug für Grafiker und Designer sondern, wenn man so will, die bessere Fingerkuppe. Bis auf Multitouch-Eingaben könnt ihr unter iOS all das machen, was ihr sonst per Fingerkuppe erledigt. Es klingt profan, aber es wird zum Beispiel auch das Scrollen auf Webseiten ermöglicht, egal an welcher Stelle ihr den Stift ansetzt. (Unter Windows und Android müsst ihr hier stets den Scrollbalken am Bildschirmrand treffen, ansonsten verschiebt ihr einfach nur Objekte).

Der Apple Pencil profitiert zudem von der variablen Bildwiederholungsrate des Displays und reagiert nun noch feinfühliger. Verzögerungen (Lags) beim Schreiben gehören nun vollständig der Vergangenheit an. Egal wie schnell ihr die Stiftspitze über die Anzeige schubst, die gezeichnete Linie folgt umgehend.

Im Testzeitraum stellten wir das iPad Pro meist mit Hilfe der Tastatur-Hülle vor uns auf und verwendeten den Stift für die gesamte Bedienung. Ein paar Verbesserungsvorschläge kamen uns dabei in den Sinn.

So könnte der Apple Pencil noch besser werden

  • Zwar wird das Blättern auf Webseiten unterstützt, leider ist es jedoch nicht möglich, in Safari per Stiftgeste eine Seite vor oder zurück zu blättern.
  • Es wäre schön, wenn der Apple Pencil einen Home Button hätte. So würde der Griff zum physikalischen Button des Tablets beim Verlassen einer App entfallen.
  • Wir wünschen uns ein Mikrofon am Ende des Stiftes, um Inhalte diskret zu diktieren oder Siri aufzurufen. In geselligen Umgebungen, etwa im Café, wäre dies ein großer Vorteil.
  • Die S-Pen-Stifte von Samsung zeigen beim Schweben oberhalb des Displays einen Punkt an. Dies wäre auch beim Apple Pencil sinnvoll.

Mehr über die Möglichkeiten des Apple Pencil findet ihr im Test der 12,9-Zoll-Version oder auf unserer Übersichtsseite des Apple Pencils.

Multimedia: Kameras und Lautsprecher

Beide iPad Pro-Versionen verfügen nun über die Kameras des iPhone 7. Eine höchst willkommene Verbesserung, gerade bei der vorderseitig platzierten FaceTime-Kamera, die nun eine Auflösung von sieben Megapixeln bietet.

Die rückseitige Hauptkamera liefert eine maximale Auflösung von zwölf Megapixeln und wird in schwierigen Lichtsituationen mit einem vierfachen LED-Blitz unterstützt. Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Testbild findet ihr unten eingebunden.

Ein mit der rückseitigen Hauptkamera des iPad Pro 10.5 aufgenommenes Testbild.
Ein mit der rückseitigen Hauptkamera des iPad Pro 10.5 aufgenommenes Testbild. (Quelle: netzwelt)

Die vier rund um das Gehäuse verteilten Lautsprecher stellen unter Tablet-Gesichtspunkten nach wie vor den Benchmark dar. Viel mehr Sound lässt sich aus solch einem flachen Gerät nicht herausholen. So müsst ihr nicht zwangsweise vernünftige Kopfhörer anschließen.

Kann das iPad Pro einen PC / Notebook ersetzen?

Auch wenn es das "Pro" im Namen suggeriert und mehr als ausreichend Rechenpower zu Verfügung steht: Als alleiniges Gerät hat es das iPad Pro schwer, sämtlichen Aufgaben im Arbeitsalltag gerecht zu werden.

Ihr setzt in eurem Unternehmen Web-Apps ein, die nicht responsive sind? Dann ist die Funktionalität auf dem iPad-Bildschirm eingeschränkt oder die App ist erst gar nicht zugänglich. Und auch SmartCard-Reader gibt es für das iPad Pro beispielsweise nicht.

Doch gibt es auf der anderen Seite sicherlich Szenarien, in denen es nicht mehr als ein iPad braucht. Zumal ihr es mit passendem Zubehör wie einem HDMI-auf-Lightning-Adapter problemlos an einen großen Monitor anschließen könnt. Auch der umgedrehte Fall ist denkbar. Dank der kostenpflichtigen App Duet Display wird das iPad Pro zum Zweit-Monitor und wird unser 12-Zoll-MacBook auf den nächsten Reisen begleiten.

Hinweis: Sobald die Public Beta von iOS 11 verfügbar ist, werden wir diesen Test noch einmal anpassen und versuchen, dass iPad Pro 10.5 stärker in unseren Arbeitsalltag einzubinden.

Zubehör: Leder-Hülle, Smart Keyboard und sinnvolle Adapter

Nicht nur Apple sondern auch bekannte Anbieter wie Gravis oder Arktis bieten zahlreiches Zubehör zum Anschluss an den Lightning-Port. Sinnvoll ist etwa ein SD-Kartenleser (35 Euro bei Apple), da dass iPad bekanntlich keinen Kartenleser bietet. Zum Preis von 60 Euro solltet ihr zudem den Lightning Digital AV Adapter in Erwägung ziehen, damit ihr euer iPad per HDMI mit einem Monitor oder Fernseher verbinden könnt.

Apple stellte uns leihweise zudem eine für das iPad passende Lederhülle zum Preis von 159 Euro zu Verfügung. Sie ist sehr schön verarbeitet und bietet dem iPad samt Tastatur-Hülle Platz. Ihr dürft beim Einschieben des Tablets in die Hülle jedoch nicht vergessen, es vorher auszuschalten, da ein Magnet wie bei den Smart Cover fehlt. Das "Killerfeature" dieser Hülle ist jedoch ein separates Einschubfach für den Apple Pencil, der so vielleicht weniger häufig verloren geht.

In unserem Paket befand sich zudem noch ein Apple Penicl Case zum Preis von 35 Euro. So ganz erschließt sich uns dessen Sinn allerdings nicht - denn weder neigt der Pencil dazu, besonders anfällig gegenüber Kratzern zu sein noch bietet die Hülle eine Möglichkeit, sie irgendwo anders zu befestigen, da sie nicht über eine Schlaufe oder Ähnliches verfügt.

Das Smart Keyboard gehört für diejenigen unter euch, die auch mal etwa mehr als eine URL eingeben wollen fast schon zum Pflichtkauf. Doch gibt es auch Alternativen, etwa von Logitech oder Zagg. In diesem Vergleichstest stellen wir euch unterschiedliche Tastaturen für das iPad Pro vor.

Teardown: Das iPad Pro ist schlecht zu reparieren

Wenn es um die Reparierbarkeit von Gadgets geht, ist die US-Seite iFixit.com einer der ersten Anlaufstellen. Wir mussten daher nicht lange auf das Teardown, also das komplette Auseinandernehmen des iPads in alle Einzelteile, warten.

Das Frontglas des iPad Pro ist fest mit der Displayeinheit verbunden und Apple setzt viel Kleber ein - das erschwert die Reparatur.
Das Frontglas des iPad Pro ist fest mit der Displayeinheit verbunden und Apple setzt viel Kleber ein - das erschwert die Reparatur. (Quelle: iFixit)

Die Spezialisten von iFixit bewerten die Reparierbarkeit des neuen iPads mit zwei von maximal zehn möglichen Punkten. Kein guter Wert. Wie bei den meisten technischen Geräten heutzutage ist auch das iPad Pro, im Falle eines Defektes, für Laien praktisch nicht reparierbar. Die Macher kritisieren vor allem die mit dem Frontglas verschmolzene Display-Einheit, was die Kosten bei einem Defekt in die Höhe treibt. Überhaupt setze Apple sehr viel Kleber ein, was die Zugänglichkeit zu den Komponenten erschwert.

Technische Daten Apple iPad Pro 10.5

  • CPU: A10X Fusion / M10 (64 Bit)
  • Speicher: 64 / 256 / 512 Gigabyte
  • RAM: Vier Gigabyte
  • Display: 10,5 Zoll
  • Auflösung: 2.048 x 1.536 Bildpunkte
  • Akku: 30,4 Wattstunden / 10 Stunden Laufzeit
  • OS ab Werk: iOS 10
  • Anschlüsse: Lightning, Kopfhörer
  • Haupt-Kamera: 12 Megapixel mit Quad-LED-Blitz
  • FaceTime-Kamera: 7 Megapixel
  • Gewicht: 480 Gramm
  • Gewicht mit Tastatur-Hülle Smart Keyboard: 720 Gramm
  • Basis-Preis (WLAN-Version mit 64 GB): 729 Euro
  • Basis-Preis (LTE-Version mit 64 GB): 889 Euro
  • Besonderheiten: Touch ID, Smart Connector

Apple iPad Pro 10.5: Fazit

Ein äußerst handzahmes Biest 9/10

Das iPad Pro des Jahrgangs 2017 ist ein äußerst handzahmes Biest, das jedoch erst im Zusammenspiel mit iOS 11 all seine Zähne zeigt. Vor allem die derzeit noch nicht sichtbaren Backenzähne, die für das produktive Arbeiten verantwortlich sind, kommen spätestens dann zum Vorschein. Davon abgesehen handelt es sich um ein lupenrein verarbeitetes, technisch höchst interessantes Tablet, das seiner Zeit zwar ein wenig voraus scheint, aber auch schon heute vieles von dem leisten kann, was klassische Notebooks und PCs können. Teilweise ein bisschen weniger, teilweise aber auch deutlich mehr.

Das hat uns gefallen

  • Leistung
  • Display
  • Multimedia
  • Verarbeitung

Das hat uns nicht gefallen

  • Anschlüsse
  • kein 3D-Touch
Testnote 9,0 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
9,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

10 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

10 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

9,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Apple stellte uns das iPad Pro 10.5 samt Zubehör für einen einjährigen Dauertest zu Verfügung. Nach Ablauf dieser Frist wird es wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

9
Leserwertung

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Bestenlisten

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Mobile Computing, Apple, Smartphone, Tablet, Apple Pencil, Apple iOS 10, Apple iOS 11 und Apple iPad Pro 10.5.

Das Apple iPad Pro 10.5 wurde ursprünglich mit Apple iOS 10.0 "Apple iOS Whitetail" ausgeliefert. Mittlerweile ist für das Apple iPad Pro 10.5 die Version 12.1 "Apple iOS 12" verfügbar.

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