Asus MeMo Pad HD 7 im Test: Die günstige Nexus 7-Alternative

Ab 129 US-Dollar

Das Asus MeMO Pad HD 7 ist ein echter Preisbrecher: Für gerade einmal 149 Euro erhalten Käufer ein gut ausgestattetes Android-Tablet inklusive Quad-Core-Chip und GPS-Sensor. Der Test klärt, ob das MeMO Pad HD 7 nicht sogar das bessere Nexus 7 ist.

Beim Asus MeMO Pad HD 7 regiert der Preis: 149 Euro kostet das Android-Tablet mit dem 7-Zoll-Bildschirm. Für diesen Preis gibt es ein gut verarbeitetes Tablet samt GPS-Empfänger und Quad-Core-Prozessor. Ob es sich um ein rundum empfehlenswertes Angebot handelt, zeigt der ausführliche Test des Asus-Tablets.

Erstmalig stellte Asus das MeMo Pad HD 7 auf der Computex in Taiwan vor. Zwischen all den Neuigkeiten des taiwanischen Herstellers, wie dem Transformer Book Trio, ging der 7-Zöller fast schon unter. Spätestens beim Preis horchten die meisten Besucher der Pressekonferenz aber wieder auf. Für 149 Euro kann man kaum etwas verkehrt machen, oder etwa doch?

Ausstattung und Lieferumfang

Beim Blick auf die Ausstattungsliste wird schnell klar: An der Technik hat der Hersteller nicht gespart. Gut, die maximal 16 Gigabyte Flashspeicher könnten für den ein oder anderen Nutzer zu knapp bemessen sein. Per microSD-Karte lassen sich aber auf einfache Art und Weise weitere 32 Gigabyte nachrüsten.

Die vorhandenen Schnittstellen sind schnell aufgezählt, da das MeMO Pad HD 7 lediglich über einen Micro-USB-Port verfügt. Ein HDMI-Ausgang zum Anschluss an Fernseher oder Beamer fehlt. Dafür bietet das Testgerät zwei Digitalkameras. Die vordere, hauptsächlich für Videotelefonie gedachte Kamera bietet eine Auflösung von 1,2 Megapixeln. Der Hauptkamera-Sensor auf der Rückseite liefert eine Auflösung von fünf Megapixeln.

Das Display hat eine Diagonale von sieben Zoll (17,8 Zentimeter). Für die Rechenleistung zeichnet sich ein Quad-Core-Prozessor von MediaTek verantwortlich.

Asus MeMO Pad HD 7 im Test

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Was sich alles im Karton des Asus MeMO Pad HD 7 befindet, hat netzwelt in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Verarbeitung

Die Haptik des MeMO Pad HD 7 erinnert entfernt an einen Lego-Baustein. Das dicke Plastik dürfte vielleicht nicht jedermanns Sache sein - unstrittig ist jedoch die saubere Verarbeitung und die generelle Robustheit des Gehäuses. Die im Falle des Testgeäts weiße Rückseite lässt sich abnehmen und gegen eine andersfarbige auswechseln.

Zum Entfernen der Rückseite ist jedoch sowohl Kraft als auch Fingerspitzengefühl gefragt. Positiver Nebeneffekt: Nutzer erhalten auf diese Weise Zugang zum Innenleben des günstigen Tablets. Erfahrene Anwender können dann sogar im Bedarfsfall den Akku selbstständig wechseln. Die geeichte Redaktionswaage attestiert dem 120,6 x 196,8 x 10,8 Millimeter großen Tablet ein Gewicht von 308 Gramm. Das Netzteil bringt es auf weitere 57 Gramm.

Display

Mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten tummeln sich auf der sieben Zoll großen Anzeige genügend Bildpunkte (720p). Einzelne Pixel lassen sich kaum ausmachen. Außerdem verfügt das Testgerät über ein IPS-Panel, welches großzügige Blickwinkel auf die Anzeige ermöglicht, ohne dass es zu nervigen Farbverfälschungen kommt. Egal wie sehr man das Tablet auch dreht und wendet, die Farbdarstellung bleibt gleich. Der vom Hersteller angegebene Blickwinkel von 170 Grad bestätigt sich damit im Test.

Leider spiegelt die Anzeige, wie die meisten aktuellen Tablet-Displays, sehr stark. Die Maximalhelligkeit ist für den Gebrauch in geschlossenen Räumen ausreichend. Unter freiem Himmel, vor allem bei Sonnenschein, leidet jedoch die Ablesbarkeit stark - hier könnte das Asus-Tablet bei der Displayhelligkeit noch zulegen. Generell stellt die Anzeige Farben recht neutral dar. Wem dies nicht zusagt, der kann mithilfe der ab Werk installierten Asus-App "Splendid" Werte zur Farbtemperatur selbst festlegen.

Leistung

Der Quad-Core-Prozessor der taiwanischen Firma MediaTek ist mit 1,2 Gigahertz getaktet. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt ein Gigabyte - viele andere Top-Tablets bieten bereits zwei Gigabyte RAM. Die Kombination reicht aber locker aus, um im Alltag kaum den Wunsch nach mehr Leistung aufkommen zu lassen.

Apps öffnen sich zügig und auch beim Wischen über die Startbildschirme kommt es kaum zu Verzögerungen. Auch die von netzwelt ausprobierten Spiele aus Google Play laufen zum größten Teil flüssig. Leichte Verzögerungen konnten wir lediglich beim Spielen von Dead Trigger feststellen - diese treten aber nur minimal auf und beeinflussen das Spielerlebnis nicht. Der Akku zeigte sich im Test von seiner leistungsfähigen Seite. Erst nach einer ununterbrochenen YouTube-Videowiedergabe von neun Stunden gingen beim MeMO Pad HD 7 die Lichter aus.

Multimedia und Software

Asus installiert die Android-Version 4.2 auf dem MeMO Pad HD 7. Kurz vor der Fertigstellung dieses Testberichts stand das Firmware-Update mit der Versionsnummer 4.2.2.51129_20130619 als Over-The-Air-Update (FOTA) zu Verfügung. Das Update sollte eigentlich die Anzeige des Startbildschirms im Querformat ermöglichen. Im netzwelt-Test lies sich die knapp über 40 Megabyte große Datei zwar problemlos herunterladen. Bei der Installation kam es jedoch zu einem folgenschweren Fehlverhalten.

Asus MeMO Pad HD 7 Unboxing

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Denn noch während des Update-Prozesses, bei dem das MeMO Pad HD 7 an der Steckdose angeschlossen war, beförderte sich das Testgerät in eine Art Endlosschleife. Nach etwa drei Stunden zogen wir das Testgerät von der Steckdose ab und ließen den Akku leer laufen. Besserung brachte leider auch nicht der nächste Tag: Das Asus-Tablet ließ sich weder über den Power-Knopf noch durch mehrstündiges Laden wiederbeleben. Selbst die Akku-Anzeige taucht nicht mehr auf dem Display auf. Wir gehen von einem Einzelfall aus. Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, hinterlassen Sie doch bitte ein Kommentar unterhalb dieses Artikels.

Neben der Standard-Software hat Asus jede Menge eigene Apps vorinstalliert. Dazu gehört zum Beispiel das erwähnte "Splendid-Tool" zur Bildschirmeinstellung. Zusätzlich findet sich aber auch beispielsweise noch eine Asus-eigene Aufgabenverwaltung - praktisch.

Die Stereolautsprecher auf der Unterseite tönen überaus kräftig und übersteuern auch bei höheren Lautstärken kaum. Daher eignen sie sich gut zur kurzen Kopfhörer-freien Beschallung, etwa bei der Wiedergabe von Videos. Eine Stereo-Anlage können sie aber erwartungsgemäß nicht ersetzen. Gutes gibt es auch von den verbauten Kameras zu berichten. Die Hauptkamera ist zumindest Schnappschuss-tauglich, sofern das zu fotografierende Objekt nicht zu sehr im Dunkeln liegt. Eine Foto-LED fehlt. Auch die Frontkamera erfüllt ihren Zweck. Sie ist für das Führen von Videotelefonaten geeignet.

Einen ausführlichen Testbericht zum Nexus 7 finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Einen Vergleichstest zwischen Nexus 7 und iPad mini hingegen hier.

Asus MeMo Pad HD 7 : Fazit

Günstiger als das Vorbild 5.1/10

Ist das Asus MeMO Pad HD 7 das bessere Google Nexus 7? Vor allem mit Blick auf das Preisschild lautet die Antwort derzeit: Ja. Das Nexus 7 fühlt sich subjektiv zwar hochwertiger an und Nutzer haben die Wahl, gegen Aufpreis auch eine Version mit eingebautem UMTS-Modul zu erwerben. Bei der Leistung, Ausstattung und Verarbeitung steht das günstigere MeMO Pad dem ebenfalls von Asus hergestellten Nexus 7 aber in Nichts nach.

Das hat uns gefallen

  • Preis/Leistung
  • Ausstattung

Das hat uns nicht gefallen

  • Nur um 32 Gigabyte erweiterbar
  • viel Kunststoff
  • Rechenleistung
Testnote 5,1 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
5,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

7,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

3,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

5,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

5,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von Asus Deutschland zu Verfügung gestellt und wird nach Testende wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

6
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Business, Testbericht, Mobile Computing, Android, Asus, Mobile World Congress (MWC), Tablet-PC, Google Nexus 7 und Asus MeMo Pad HD 7 .

Links zum Thema
Asus MeMo Pad HD 7 im Zeitverlauf
1 von 3
  • Unboxing: Asus MeMO Pad HD 7 in der Redaktion eingetroffen

    28.06.2013 Auf der Computex stellte der taiwanische Hersteller Asus das günstige Android-Tablet MeMO Pad HD 7 vor. Zum Preis von unter 150 Euro bietet es etwa Quadcore-Prozessor und GPS-Chip. Nun ist eines der ersten Testgeräte in der netzwelt-Redaktion eingetroffen. Zusammen mit Ihnen schauen wir nach, was sich alles im Karton versteckt.

    Das Asus MeMO Pad HD 7 richtet sich vor allem an preisbewusste Käufer. Das Android-Tablet lässt sich ab sofort vorbestellen und kostet 149 Euro.

    Im kompakten, fast komplett in Schwarz gehaltenen Karton des Asus MeMO Pad HD 7 liegt nicht viel Zubehör. Neben dem Tablet selbst findet sich streng genommen lediglich ein USB-Netzteil, dessen Kabel sich abnehmen lässt. Ansonsten verstecken sich die üblichen Schnellstartanleitungen und Garantiebestimmungen in der Verpackung. Nett: Ein Teil der Innenverpackung aus Kunststoff lässt sich als Standhilfe für das MeMO Pad verwenden.

    Das Tablet selbst hinterlässt in den Händen einen recht robusten Eindruck und bestätigt damit den Eindruck, den netzwelt bereits kurz nach der Präsentation auf der Computex gewinnen konnte. Dank des 7-Zoll-Formates passt es locker in eine Hand. Bereits kurz nach dem Auspacken sind Vorder- und Rückseite jedoch schon mit Fingerabdrücken übersät. Die geeichte Redaktionswaage zeigt ein Gewicht von 308 Gramm an. Das Netzteil bringt es auf weitere 57 Gramm.

    Im Inneren des Asus MeMO Pad HD 7 steckt ein MediaTek-Prozessor mit vier Rechenkernen. Den Prozessortakt gibt Asus mit 1,2 Gigahertz an. Das sieben Zoll (17,8 Zentimeter) große Display liefert eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten. Dank IPS-Panel sollten die Blickwinkel auf den Monitor groß ausfallen, was aber der ausführliche Testbericht klären muss.

    Haben Sie Fragen zum Asus MeMO Pad HD 7? Soll netzwelt beim Test auf bestimmte Punkte besonders achten? Dann hinterlassen Sie einfach ein Kommentar unterhalb dieses Artikels. Den ausführlichen Test des Gerätes finden Sie in der nächsten Zeit auf netzwelt. Einen Kurztest zum Gerät können Sie bereits an dieser Stelle lesen.

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