Tablet-Tastatur-Kombi: Asus Transformer Pad TF103C im Test

Ab 279 Euro mit Tastatur erhältlich

Knapp 280 Euro werden für das zehn Zoll große Android-KitKat-Tablet Transformer Pad TF103C von Asus fällig. Dann liegt bereits eine abnehmbare Tastatur mit im Karton. Im Test stellen wir heraus, wo der taiwanische Hersteller gespart hat und ob sich die Anschaffung lohnt.

Mit dem Transformer Pad TF103 hat Asus ein neues Hybridmodell, eine Mischung aus Tablet und Notebook, ab Anfang Juli im Angebot. Zusammen mit einer passenden, abnehmbaren Tastatur wird es zu vergleichsweise günstigen 279 Euro verkauft. Netzwelt hat sich noch vor Marktstart ein Testgerät besorgt und verrät, wie sich das KitKat-Tablet im Alltag schlägt.

Ohne Schirm, dafür mit Charme angesichts des Preises: Asus Transformer Pad TF103C.
Ohne Schirm, dafür mit Charme angesichts des Preises: Asus Transformer Pad TF103C.

Hybridmodelle sollen ähnlich wie Convertibles das Beste aus Tablet-PC und Notebook zusammenführen. So auch das Transformer Pad TF103C (K010). Das Android-Tablet mit Intel Bay Trail-Prozessor (Z3745), IPS-Panel und 16 Gigabyte internem Speicher gibt es wahlweise mit oder ohne passender Docking-Tastatur. Das reine Tablet wird zum Marktstart im Juli 229 Euro kosten. Die Tastatur kostet 50 Euro Aufpreis.

Technische Daten Asus TF103C-1A028A

  • CPU: Intel Atom Z3745 (Quadcore, 1,86 Gigahertz)
  • Grafik: Gen7 LP
  • RAM: ein Gigabyte (1.066 Megahertz)
  • SSD: 16 Gigabyte (11,13 Gigabyte ab Werk verfügbar)
  • Display: 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) IPS-Panel
  • Auflösung: 1.280 x 800 Pixel
  • OS: Android 4.4.2 (KitKat)
  • Anschlüsse: microUSB, Kopfhörer/Mikrofon kombiniert, SD-Kartenleser
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC, GPS
  • Gewicht ohne Tastatur: 563 Gramm 
  • Gewicht mit Dock: 1.120 Gramm
  • Kameras: Front - 0,3 Megapixel, Rückseite - zwei Megapixel
  • Sonstiges: 16 Gigabyte Cloud-Speicher für ein Jahr kostenlos
  • Preis: 229 Euro, Paket mit Tastatur 279 Euro

Verarbeitung

Kunststoffrückseite und Displayeinfassung liegen beim Testgerät nicht zu einhundert Prozent passgenau aufeinander. Dadurch entsteht rundum ein feines, aber sichtbares Spaltmaß. Keine Sorge: Dieses wird nur entdeck, wenn man genau hinsieht oder das Tablet mit zwei Händen zusammendrückt. Mit zwei Händen lässt sich das Gehäuse minimal verwinden - unbedenklich.

Asus nimmt beim Transformer Pad TF103C eine optische Dreiteilung vor. Displayeinfassung und Rückseite sind weiß, unterbrochen von einem umlaufenden Silberband in Metalloptik. Das Tablet besteht zu weiten Teilen aus Kunststoff. Das gilt auch für die optionale Tastatur, die im Gegensatz dazu auf Metalloptik setzt. Grobe Schnitzer in der Verarbeitung leistet sich Asus weder beim Tablet noch beim zugehörigen Tastatur-Dock. Verwendetes Material und Anfasstest verdeutlichen jedoch schnell, dass es sich um ein günstiges Einsteigergerät handelt. Ebenfalls fiel uns auf, dass sich das rückseitig angebrachte Intel-Logo mit bloßen Händen wegwischen lässt.

Display

Der 10,1 Zoll große Touchscreen bietet eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten. Das ist nicht die höchste Auflösung, für den Alltag aber noch angemessen. Leider wirken die Farben auf dem netzwelt zur Verfügung gestellten Testgerät etwas verwaschen. Die von Asus bekannte App Splendid zur Regelung der Farbtemperatur vermag diesen Umstand ein wenig auszugleichen. Die im Vergleich zu anderen Android-Tablets niedrige Auflösung führt zu einer leicht pixeligen Darstellung von Symbolen, etwa auf dem Startbildschirm.

Die maximale Helligkeit fällt praxisgerecht aus, kann aber im Freien nervige Spiegelungen bei Weitem nicht ausgleichen. Angenehm groß fallen die Blickwinkel aus - dem IPS-Panel sei dank. Zu störenden Farbverfälschungen kommt es auch dann nicht, wenn Nutzer aus spitzem Winkel auf den Zehnzöller blicken.

Asus Transformer Pad TF103C im Kurztest

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Ein spezieller Lesemodus, der praktischerweise direkt aus dem Pulldown-Menü aktiviert werden kann, soll die Farbabstimmung bei Text optimieren. Die Farben driften dann ins Bernstein-gelbliche ab. Einen Gewinn an Lesbarkeit konnte netzwelt nicht feststellen.

Tastatur

Wird das Transformer Pad TF103C aus der schlanken Verpackung genommen, bilden Tastatur und Tablet eine Einheit. Nicht so gelungen: Die im Falle von netzwelt weiße Oberfläche des Tablets steht im farblichen Kontrast zur Tastaturrückseite in Aluminiumoptik, was unrund wirkt. Gut gemachte Metallscharniere übernehmen die Verbindung zwischen den beiden Einheiten. Das kennen wir bereits von anderen Asus Transformer-Modellen. Mit einem satten Klack rasten sie ineinander. Weitere (Pairing)-Einstellungen muss der Nutzer nicht vornehmen.

Leider findet sich zwar eine USB 2.0-Schnittstelle zum Anschluss einer Maus, doch steckt in der Tastatur kein separater Akku, der den im Tablet verbauten Energiespeicher unterstützt. Dafür gefällt der Tastenhub auf Anhieb, sodass es sich trotz der kompakten Bauweise recht flüssig schreiben lässt. Dazu trägt bei, dass sich die Tastatur beim Aufklappen des eingesteckten Tablets leicht anhebt. Eine Tastaturbeleuchtung ist nicht eingebaut. Auch das fingerlange Trackpad punktet mit einem angenehmen Hub und knackiger Rückmeldung. Die Verbindung zwischen beiden Einheiten ist so stabil, dass Nutzer das Hybridgerät als eine Art Mini-Notebook auf dem Schoß bedienen können.

Leistung und Software

Der verbaute Intel Atom-Prozessor gehört nicht zu den leistungsfähigsten CPUs, hat in der Praxis aber keine Probleme, Programme zügig zu öffnen. Beim Schreiben von Nachrichten, Surfen im Netz oder Abspielen von hochauflösenden Videos kommt es nicht zu auffälligen Verzögerungen.

Zu Testzwecken ließen wir das Benchmark-Tool Geekbench 3 die Leistung des Asus Transformer Pad TF103C bewerten: 769 Punkte sind es im Single Core-Test, 2.312 Punkte standen nach Abschluss des Multicore-Tests an. Zum Vergleich: Das kürzlich aktualisierte Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ erzielte im netzwelt-Test 438 beziehungsweise 1.499 Punkte. Tablets vom Schlag eines Samsung Galaxy Tab Pro erreichen im gleichen Test 913/2.811 Punkte. Angesichts des günstigen Preises steht das Testgerät auf dem Papier nicht schlecht dar. Und auch grafiklastige Spiele wie Asphalt 8 starten zügig und lassen sich flüssig spielen.

Über das aktualisierte Android 4.4.2 (KitKat) stülpt Asus eine angepasste Oberfläche. Auch eigene Anwendungen installiert der taiwanische Hersteller ab Werk. Besonders heraus sticht eine App zum Energiesparen mit dem Namen "Intelligentes Sparen". Entweder übernehmen Nutzer hier die von Asus vorgegebenen Einstellungen oder legen ein eigenes Preset an. Für viele Aufgaben wie das Surfen im Netz, das Musikhören oder die Videowiedergabe kann dann die Bildschirmeinstellung geregelt werden.

Darüber hinaus finden sich Apps zur Aufgabenverwaltung, ein Dateimanager und eine Asus-eigene Wetter-App.

Multimedia

Die auf der Front verbaute Webcam liefert ein unterdurchschnittliches Bild. Nur in sehr gut ausgeleuchteten Räumen sind rauscharme Videotelefonate möglich. Das Pendant auf der Rückseite löst höher auf, ist aber nur für Schnappschüsse zu gebrauchen. Auch hier sind die Aufnahmen stark verrauscht. Ein Testbild in voller Auflösung können Sie an dieser Stelle herunterladen.

Der Mono-Lautsprecher ist sehr leise und reicht bestenfalls zur Ausgabe von Systemklängen. Dafür übersteuert er auch bei Maximallautstärke nicht. Für die Videowiedergabe empfiehlt es sich, gute Kopfhörer anzuschließen. Dann geht auch der Klang des Testgeräts in Ordnung.

Mögliche Alternativen hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Asus Transformer Pad TF103C: Fazit

Mit Abstrichen 4.9/10

Als Hauptargument wirft das Asus Transformer Pad TF103C seinen Preis in den Ring: Für 279 Euro können zukünftige Käufer ein Tablet mit aktueller Android-Version erwarten, welches sich bei der Verarbeitung nur verschmerzbare Schnitzer leistet und eine abnehmbare Tastatur enthält - dafür aber weder den stärksten Prozessor noch kaum andere Ausstattungs-Highlights bietet.

Das hat uns gefallen

  • günstig
  • Tastatur enthalten
  • Akkulaufzeit

Das hat uns nicht gefallen

  • kaum Alleinstellungsmerkmale
  • Verarbeitung
  • Haptik
Testnote 4,9 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
4,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

4,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

7,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

6,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

4,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde zu Verfügung gestellt von Asus Deutschland. Nach Testende wird es wieder an den Hersteller zurückgestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

8
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Asus Transformer Pad TF103C selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 8 von 10 möglichen Punkten bei 14 abgegebenen Stimmen.
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Asus Transformer Pad TF103C Benchmarks

In der nachstehenden Tabelle findet ihr die Futuremark-Benchmarks, die wir zum Asus Transformer Pad TF103C in unserem System erfasst haben. Der Gesamtwert steht in der rechten Spalte, Details zu den einzelnen Tests bekommt ihr, wenn ihr die Maus über das Infozeichen bewegt.

Futuremark-Benchmark Ergebnis
Ice Storm MAXED OUT!

Futuremark Ice Storm

Physik (Gesamt):
MAXED OUT!
Physik Test I:
49 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
MAXED OUT!
Grafik Test I:
61 FPS
Grafik Test II:
50 FPS
Ice Storm Extreme 9328

Futuremark Ice Storm Extreme

Physik (Gesamt):
15188
Physik Test I:
48 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
8413
Grafik Test I:
48 FPS
Grafik Test II:
30 FPS
Ice Storm Unlimited 14306

Futuremark Ice Storm Unlimited

Physik (Gesamt):
17294
Physik Test I:
55 FPS
Physik Test II:
-
Physik Test III:
-
Grafik (Gesamt):
13632
Grafik Test I:
77 FPS
Grafik Test II:
48 FPS
Sling Shot using ES 3.0 925

Futuremark Sling Shot using ES 3.0

Physik (Gesamt):
1188
Physik Test I:
22 FPS
Physik Test II:
12 FPS
Physik Test III:
6 FPS
Grafik (Gesamt):
869
Grafik Test I:
4 FPS
Grafik Test II:
3 FPS
Sling Shot using ES 3.1 669

Futuremark Sling Shot using ES 3.1

Physik (Gesamt):
1183
Physik Test I:
22 FPS
Physik Test II:
12 FPS
Physik Test III:
6 FPS
Grafik (Gesamt):
595
Grafik Test I:
3 FPS
Grafik Test II:
2 FPS
Sling Shot using ES 3.0 Unlimited 894

Futuremark Sling Shot using ES 3.0 Unlimited

Physik (Gesamt):
1183
Physik Test I:
23 FPS
Physik Test II:
12 FPS
Physik Test III:
6 FPS
Grafik (Gesamt):
836
Grafik Test I:
4 FPS
Grafik Test II:
3 FPS

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