Asus Transformer Pad TF300T im Test

Wahlweise mit UMTS- oder LTE-Modem

von Jan Johannsen

In der neuesten Variante hat der Nutzer bei Asus Android-Tablet Transformer Pad TF300T nicht nur die Möglichkeit, eine Ansteck-Tastatur anzuschließen, sondern auch die Wahl zwischen UMTS, LTE oder nur WLAN.

Der jüngste Spross der Asus-Produktfamilie hört auf den Namen Transformer Pad TF300T. Wie schon für die vorherigen Modelle steht auch für dieses eine Docking-Tastatur bereit, um das Freizeit-Spielzeug in ein Arbeitsgerät zu verwandeln. Wir haben die Basis-Version ohne UMTS oder LTE getestet.

Asus Transformer Pad TF300T

IPS-Panel und Tegra 3

Wie die bisherigen Transformer-Tablets von Asus verfügt auch das neueste Modell TF300T über einen 10,1 Zoll großen Touchscreen, dessen IPS-Panel eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln aufweist. Der Bildschirm überzeugt mit gestochen scharfen Details und kräftigen Farben. Allerdings ist er nicht entspiegelt, sodass je nach Lichteinfall extrem störende Reflexionen auftreten können - ein Problem bei den meisten Touchscreens.

Als Prozessor kommt wie beim Transformer Prime der Tegra-3-Chipsatz von Nvidia zum Einsatz. Dieser besteht aus einem mit 1,2 Gigahertz getakteten Vierkern-Prozessor sowie einem Geforce-Grafikchip. Zusätzlich steht ein ein Gigabyte großer Arbeitsspeicher bereit. Im Antutu-Benchmark erreicht das Tablet 9.599 Punkte. Kein schlechter Wert, aber Topgeräte wie das Samsung Galaxy S3 erzielen ein um die Hälfte besseres Ergebnis. Im Betrieb gab sich das Testgerät keine Blöße. Selbst aufwendige Spiele liefen ohne Probleme.

Das Transformer Pad TF300T verfügt über einen 32 Gigabyte großen Flash-Speicher, den der Nutzer mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitern kann. Als Betriebssystem installiert Asus Android Ice Cream Sandwich in der Version 4.0.3 auf dem Tablet.

Asus bietet das Transformer Pad TF300T nicht nur in drei verschiedenen Farben, sondern auch wahlweise mit LTE-, UMTS-Modem oder in einer reinen WLAN-Version an. Unser Testgerät gelangt nur per WLAN ins Internet.

Touchscreen und Tastatur

Das Transformer Pad TF300T von Asus lässt sich wie alle Tablets über den Touchscreen bedienen, verwandelt sich aber auch in ein Android-Netbook, wenn der Nutzer es in das Tastatur-Dock steckt.

Der Touchscreen reagiert ohne Verzögerungen auf Eingaben und erkennt auch Wischbewegungen, ohne lange "nachzudenken". Auf der virtuellen Tastatur lässt sich gut schreiben und Spiele lassen sich je nach Steuertechnik besser steuern.

Asus Transformer Pad TF300T im Test

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Das Ansteck-Dock verfügt über eine Tastatur mit Tasten in typischer Netbook-Größe. Trotz ihrer kleinen Abmessungen lässt sich mit ihnen deutlich besser und schneller schreiben als auf der virtuellen Tastatur des Tablets. Asus hat dankenswerterweise nicht einfach eine Windows-Tastatur verwendet, sondern eine mit Android-Sondertasten zusammengestellt.

Das Touchpad reagiert ebenfalls sofort auf Berührungen, ist allerdings nicht deutlich genug von den kleinen Handballenablagen, die eher ungenutzt bleiben, abgetrennt. Die durchgängige Touchpadtaste fällt sehr schmal aus und lässt sich nur an ihren Enden bequem drücken.

Sowohl im Tablet-Betrieb als auch mit angeschlossenem Tastatur-Dock fällt die Bedienung des Transformer Pad TF300T angenehm aus. Mit der angedockten Tastatur lassen sich auch längere Texte bequem verfassen und bei Bedarf sind die Finger schneller auf dem Touchscreen als auf dem Touchpad. Schön wäre allerdings noch, wenn das Tablet sich auch durch wenigstens eine Taste aus dem Ruhe-Modus holen lassen würde und nicht nur über den Einschaltknopf am Rand.

Kunststoff, Akku und Kamera

Das Gehäuse des Asus Transformer Pad TF300T besteht aus Kunststoff und erscheint ordentlich verarbeitet. Das Tablet selbst verfügt nur über einen Mini-HDMI-Anschluss und ein Lesegerät für eine MicroSD-Speicherkarte. Mit der Docking-Tastatur kommen noch ein USB-Anschluss und ein SD-Kartenlesegerät dazu.

Der Zweitakku im Tastatur-Dock soll die Laufzeit der Tablet-Batterie um die Hälfte verlängern. Im Test lief das TF300T mehrere Stunden mit eingeschaltetem WLAN, blieb aber bei extremer Belastung trotzdem noch deutlich unterhalb der von Asus angegebenen zehn bis fünfzehn Stunden.

Das Transformer Pad rastet sicher im Tastatur-Dock ein, lässt sich nach dem Schieben eines Scharniers aber auch wieder problemlos herausnehmen. Allerdings wiegt das rund 613 Gramm schwere Tablet etwa 100 Gramm mehr als die Tastatur und deswegen steht die Kombination auf ebenen Flächen nicht besonders stabil, sondern kippt bei Berührungen leicht nach hinten.

Die Kamera auf der Rückseite des TF300T verfügt über eine Auflösung von acht Megapixeln und liefert mit ihrem umgedrehten Bildsensor Fotos, deren Qualität unterhalb des Durchschnitts von Kompaktkameras liegt. Die 1,2-Megapixel-Kamera oberhalb vom Touchscreen ist vor allem für Videochats gedacht.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für das Transformer Pad TF300T in der getesteten WLAN-Variante beträgt 399 Euro. Die UMTS-Variante soll 499 Euro und das LTE-Tablet 529 Euro kosten. Für das Tastatur-Dock werden zusätzlich 100 Euro fällig. Bisher halten sich die Online-Händler an diese Vorgaben.

Auf den ersten Blick ähnelt das Transformer Pad TF300T dem Transformer Prime, das auf den zweiten Blick jedoch hochwertiger verarbeitet ist und über geringfügig unterschiedliche Komponenten verfügt. Asus verwendet bei ihm ein Metallgehäuse und kratzfestes Gorilla Glas. Zudem ist der Tegra-3-Chip 0,1 Gigahertz höher getaktet und der DDR2-Arbeitsspeicher deutlich niedriger getaktet als der DDR3-RAM des TF300T. Im Benchmark-Test von Antutu erreicht das Prime dann auch im Durchschnitt etwa 1.000 Punkte und in der Spitze sogar fast 4.000 Punkte mehr. Im EeePad Transformer TF101 steckt dagegen noch die Tegra-2-Plattform von Nvidia.

Asus Transformer Pad TF300T: Fazit

Netbook-Ersatz 5.5/10

Mit dem Transformer Pad TF300T bietet Asus ein im Großen und Ganzen gelungenes Tablet an, das sich mit seiner Andock-Tastatur auch als mobiles Arbeitsgerät eignet. Technisch gehört es zur Spitzengruppe im Android-Bereich, bei den verwendeten Materialien haben andere Geräte die Nase vorn.

Das hat uns gefallen

  • IPS-Panel
  • Prozessor- und Grafikleistung
  • Tastatur

Das hat uns nicht gefallen

  • Trackpad-Abtrennung
  • Weniger Akkulaufzeit als versprochen
Testnote 5,5 von 10
Bewertet von Jan Johannsen
6,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

6,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

5,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

4,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von Asus zu Verfügung gestellt und wird nach Testende wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

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Asus Transformer Pad TF300T im Zeitverlauf
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  • Asus Transformer Pad TF300TL: Tablet mit LTE-Modem ab August erhältlich

    09.08.2012 Asus hat angekündigt, die LTE-Variante seines Android-Tablets Transformer Pad TF300TL noch im August in den Handel zu bringen. Netzwelt hat die WLAN-Variante des Tablets mit Ansteck-Tastatur bereits getestet.

    Asus bietet das Transformer Pad TF300TL in drei verschiedenen Farben und zwei Ausstattungsvarianten an. Zur Auswahl stehen Blau, Rot und Weiß sowie das Android-Tablet alleine oder im Bundle mit der Ansteck-Tastatur. In Weiß und ohne Docking-Tastatur wird das Pad über den Mobilfunker O2 vertrieben.

    Die Farbe hat kein Auswirkung auf den Preis. Ohne Tastatur soll das LTE-Tablet 529 Euro kosten. Zusammen mit der Docking-Tastatur steigt die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für das Transformer Pad TF300TL auf 629 Euro. Bereits ab Mitte August soll es in den Regalen der üblichen Elektronikhändler stehen.

    Mit seinem LTE-Modem erreicht das Transformer Pad TF300TL schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten als UMTS-Geräte. Asus gibt als werbewirksame Maximalzahl eine theoretische Downloadrate von 300 Megabit pro Sekunde aus. Die natürlich auch immer von der aktuellen Belastung des Mobilfunknetzes abhängig ist.

    Der LTE-Ausbau in Deutschland geht aber voran. Bei der Präsentation ihrer Geschäftszahlen für das zweite Quartal gab die Telekom bekannt, ihr Mobilfunknetz der vierten Generation weiter ausgebaut zu haben. In 14 Bundesländern soll es keine weißen Flecken mehr geben und 50 Großstädte sollen bereits über ein LTE-Netz verfügen.

    Das Asus Transformer Pad TF300TL verfügt wie das bereits von Netzwelt getestete Transformer Pad TF300T über einen 10,1 Zoll großen Bildschirm mit einem IPS-Panel, das über eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln verfügt. In dem Tablet mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich arbeitet ein Tegra-3-Chipsatz, zu dem ein mit 1,2 Gigahertz getakteter Quad-Core-Prozessor und ein Geforce-Grafikchip gehören. Zur weiteren Ausstattung gehören ein Gigabyte Arbeitsspeicher, 32 Gigabyte Flashspeicher, Bluetooth, WLAN, ein Micro-HDMI-Anschluss und ein MicroSD-Kartenlesegerät.

    Die Ansteck-Tastatur verwandelt das Tablet in ein Netbook und ergänzt es um einen weiteren Akku sowie einen USB-2.0-Anschluss und eine SD-Kartenlesegerät.

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