CAT T20 im Kurztest: Eine günstige Toughpad-Alternative?

Dieses Windows-Tablet ist hart im Nehmen

CAT T20

Robuste Tablet-PCs wie die Toughpads von Panasonic sind in der Industrie und auf dem Bau beliebt, in der Anschaffung aber mit 1.000 Euro auch vergleichsweise teuer. Auf der IFA zeigt der britische Hersteller Bullitt nun mit dem CAT T20 ein robustes Tablet für knapp 650 Euro. Eine brauchbare Alternative? Ein Kurztest.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das hält das CAT T20 aus
  2. Technische Daten im Überblick
  3. Windows statt Android
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. netzwelt meint

Tablet-PCs sind nicht nur praktisch zum Surfen auf dem heimischen Sofa, mit ihnen könnt ihr unterwegs auch prima damit arbeiten. So diente das Samsung Galaxy Tab S2 auf dem Hurricane Festival in diesem Jahr zum Beispiel als Kasse an den Getränkeständen des Veranstalters. Einziges Problem: Geräte wie das Tab S2 von Samsung sind alles andere als wetterfest. Ein heftiger Regenschauer und die Geräte quittieren mitunter dem Dienst. Beim Hurricance-Festival machten an einem Wochenende rund 80 Geräte schlapp. Diesem Problem nimmt sich nun der britische Hersteller Bullitt an. Das Unternehmen fertigt unter der Marke CAT bereits seit Jahren robuste Smartphones, nun zeigt Bullitt auf der IFA in Berlin mit dem CAT T20 sein erstes Tablet.

Das hält das CAT T20 aus

Der 8-Zöller erstrahlt dabei im typischen CAT-Design. So ist das Tablet mit einem dicken Gummimantel gegen Stöße geschützt, über den Screen ist zudem eine zusätzliche Schutzschicht angebracht. Optisch erinnert das Tablet damit an die Fire Kids Editon von Amazon. Laut Bullitt hält das T20 durch dieses Design Stürzen aus einer Höhe von bis zu 1,8 Metern Stand - auf Beton wohlgemerkt, nicht auf Teppich. Bullitt testet dies eigenen Aussagen zufolge in der Produktion mehrfach in dem die Geräte aus verschiedenen Winkel fallen gelassen werden.

Darüber hinaus besitzt das CAT T20 einen Staub- und Wasserschutz gemäß IP68. Wobei dieser nur gewährleistet ist, wenn alle Anschlüsse mit Gummikappen verschlossen sind. Bullitt setzt beim T20 nämlich auf den altmodischen Weg, das Innere vor eindringenden Fremdkörpern, durch eine Abschottung offener Anschlüsse zu schützen. Dieser birgt Nachteile. Vergesst ihr die Anschlüsse zu verschließen oder werden die Verschlüsse beschädigt, ist der Wasserschutz dahin. Bei anderen Outdoor-Geräten werden die Anschlüsse daher mittlerweile von innen abgedichtet, sodass auf Verschlüsse verzichtet werden kann. Ein Beispiel hierfür ist etwa das Galaxy Xcover 4 von Samsung.

Technische Daten im Überblick

Was hat das CAT T20 technisch zu bieten? Nachfolgend findet ihr die wichtigsten Spezifikationen des Tablet-PCs im Überblick:

  • CPU: Intel Atom Z8350 (1,44 Gigahertz)
  • RAM: 2 Gigabyte
  • Speicher: 64 Gigabyte
  • Display: 8 Zoll
  • Auflösung: HD (1.280 x 800 Pixel)
  • Anschlüsse: USB 3.0 D/C, Mini-HDMI, Video Out
  • Kameras: 5 Megapixel (Rückseite), 2 Megapixel (Front)
  • Abmessungen: 220 x 143 x 14 Millimeter
  • Gewicht: 650 Gramm
  • Akku: 7.500 Milliamperestunden

Die Spezifikationen machen deutlich: Das CAT T20 ist nicht das leistungsfähigste Tablet, sondern dient vornehmlich für die mobile Datenerfassung und -Verwaltung. Dank SIM-Karten-Slot könnt ihr unterwegs auch ohne verfügbare WLAN-Verbindung ins Netz - sogar mit LTE-Geschwindigkeit. Weitere Gimmicks, etwa einen Barcode-Scanner, wie ihn die Toughpads von Panasonic bieten, kann das CAT T20 nicht aufweisen. Lediglich eine Handschlaufe ist im Lieferumfang enthalten, diese soll das halten des Tablets unterwegs bequemer machen.

Windows statt Android

Als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert. Die Wahl des Betriebssystems überrascht, setzt Bullitt bei seinen CAT-Smartphones doch auf Googles Android-System. Doch ein robustes Android-Tablet macht aus Sicht des Herstellers keinen Sinn. Schließlich gibt es entsprechende Geräte bereits für unter 70 Euro - etwa aktuell das Amazon Fire. Hier kauft der Nutzer im Schadensfall lieber direkt ein neues Gerät, als einen Aufpreis für ein robustes Gehäuse zu bezahlen. Zudem sei das Tablet für den professionellen Einsatz konzipiert und hier liege der Fokus klar auf Windows.

Bei der vorinstallierten Version handelt es sich dabei um ein vollwertiges Windows 10, auf dem auch x86-Programme installiert und ausgeführt werden können. Unter der Haube werkelt dabei ein Intel Atom Z8350-Prozessor. Dieser taktet mit 1,44 Gigahertz und kann auf zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Auf die Frage, warum Bullitt nicht auf einen stromsparenderen Snapdragon-Prozessor von Qualcomm setze, die mittlerweile auch in der Lage sind, x86-Anwendungen unter Windows 10 auszuführen, erklärte uns der Hersteller, dass das Gerät bereits seit längerer Zeit in der Entwicklung sei und zum damaligen Zeitpunkt ein Windows 10 mit Unterstützung für ARM-Prozessoren und x86-Apps noch nicht absehbar war.

Preis und Verfügbarkeit

Das CAT T20 soll in Kürze in den Handel kommen. Einen genauen Termin nannte das Unternehmen jedoch auf der IFA nicht. Dafür aber einen Preis: 649 Euro. Damit ist das CAT T20 im Vergleich zu anderen Rugged-Tablets günstig. Hier werden schnell Preise von über 1.000 Euro ausgerufen.

netzwelt meint

Das CAT T20 hinterlässt im Kurztest einen robusten Eindruck. Ob es sich jedoch im Business-Umfeld als Alternative zum Toughpad von Panasonic etablieren kann, bleibt abzuwarten. Durch die mäßige Rechen-Power sind die Anwendungsmöglichkeiten vermutlich stark begrenzt.

CAT T20

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  1. Gastkommentar · 

    Leider ist Caterpillar nicht in der Lage Treiber bereitzustellen. Der Support ist in jeder Hinsischt überfordert. Die NFC-Schnittstelle ist standardmäßig im BIOS deaktiviert, lässt sich einschalten aber nicht nutzen (Code irgendwas). CAT teilte mir sogar mit, dass das T20 kein Win10 PRO unterstützt. Das stimmt so natürlich nicht. mehr? PM!

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