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Mithilfe eines Druckers können digital eingegebene Buchstaben, Zeichen, Grafiken und Bilder auf Folien, Papier und andere Medien gedruckt werden. Drucker gehören zu den sogenannten Peripheriegeräten. Es gibt zahlreiche Druckerarten: zum Beispiel Laserdrucker, Farbdrucker, Tintenstrahldrucker, Thermodrucker oder Fotodrucker. Eine neue Kategorie ist der 3D-Drucker. Mit diesem könnt ihr dreidimensionale Objekte aus Kunststoff drucken. Zur ausführlichen Kaufberatung »

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Netzwelt stellt euch verschiedene Druckverfahren vor.
Netzwelt stellt euch verschiedene Druckverfahren vor. (Quelle: photosoupy/depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Tintenstrahldrucker
  2. Laser- und LED-Drucker
  3. Eher exotisch: 3D-, Gel- und Thermosublimationsdrucker

Wer einen neuen Drucker kaufen will, hat die Qual der Wahl. Im Elektronikmarkt um die Ecke buhlen nicht nur verschiedene Hersteller wie Epson, HP, Samsung oder Canon mit ihren Modellen um Käufer, Nutzer können auch zwischen verschiedenen Arten von Druckern wählen - etwa Tintenstrahl- und Laser-Drucker. Wo liegen die Unterschiede und was eignet sich für welchen Zweck? Netzwelt klärt euch nachfolgend über die unterschiedlichen Druckverfahren auf.

Tintenstrahldrucker

Bei Tintenstrahldruckern ist der Name Programm. Spezielle Tinte in Form winziger Tröpfchen wird aus einer oder mehreren Patronen auf das Papier gebracht. Die einzelnen Tröpfchen in den vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) werden exakt nebeneinander angeordnet und ergeben so das Druckbild. Durch die Mischung der Farben und eine zusätzliche Beimischung von Schwarz können nahezu unendlich viele Farbnuancen dargestellt werden. Die Tröpfchengröße wird in Picoliter angegeben. Je kleiner die Tröpfchen sind, desto feiner sind auch die Details, die sich darstellen lassen. Die Hersteller der Tintenstrahldrucker setzen dabei unterschiedliche Technologien ein.

Von Bubble-Jet zu LED

Bei den Bubble-Jet-Druckern von Canon beispielsweise werden die Tintentröpfchen mit Hilfe eines Heizelementes auf ihrem Weg zum Papier aufgeheizt. Das Volumen der Tröpfchen wird durch die Hitze vergrößert und dadurch spritzen sie auf das Papier. Bei der Piezo-Technologie, die beispielsweise Epson nutzt, verformen sich Kristalle in einem Element und machen so den Weg frei für die Tinte, die dann durch eine Düse gepresst und auf das Papier aufgetragen werden. Die Größe der Tintentröpfchen kann dadurch vom Drucker gesteuert werden.

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Laser- und LED-Drucker

Bei Laser- und LED-Druckern wird von den zu druckenden Fotos wird mit Hilfe eines so genannten Raster-Image-Prozessors ein Bild erzeugt und dann auf eine beschichtete, elektrisch geladene Bildtrommel übertragen. Dabei wird die Bildtrommel von einem Laser mit Licht bestrahlt und so belichtet. Dort, wo der Laser die Bildtrommel belichtet, verliert diese ihre Ladung. Wenn sich die Bildtrommel nun dreht, nimmt sie an den belichteten Stellen keinen Toner mehr an.

Die unbelichteten Stellen hingegen ziehen den Toner aufgrund der elektrischen Ladung an und tragen den Toner dann auf das Papier auf. Bei den meisten Farblaserdruckern wird jede der Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zuerst auf die lichtempfindliche Bildtrommel und dann auf ein Transportband übertragen, bevor sie auf das Papier gebracht wird.

Der Hersteller Hewlett-Packard (HP) setzt bei teureren Farblaserdruckern dagegen auf Tonerkassetten mit einer jeweils integrierten Bildtrommel. Die vier Bildtrommeln sind übereinander angeordnet. Dies ermöglicht deutlich höhere Druckgeschwindigkeiten, da das Papier beim Druck vertikal an allen Tonerkassetten mit den integrierten Bildtrommeln vorbeiläuft. Die verschiedenen Farbtoner werden nacheinander direkt auf das Papier aufgetragen, der sonst nötige Zwischenschritt über das Transferband wird überflüssig.

Ähnlich wie Laserdrucker funktionieren auch LED-Drucker. Statt eines Lasers wird die Bildtrommel hier von LEDs belichtet, die dafür sorgen, dass die Bildtrommel nur an den Stellen Toner aufnimmt, an denen das Papier auch bedruckt werden soll. Beim so genannten Single-Pass-Verfahren werden dabei die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz in nur einem Durchgang gedruckt. Bis zu 24 Seiten pro Minute lassen sich so in Farbe drucken. Weil das Papier bei diesem Farbdruckverfahren nicht gebogen oder gerollt werden muss, lassen sich auch schwere Papiere wie Kartons und andere Medien bedrucken.

Eher exotisch: 3D-, Gel- und Thermosublimationsdrucker

Gel-Drucker werden bislang nur vom Hersteller Ricoh angeboten. Statt Tinte drucken sie mit flüssigem Gel, das nicht vom Papier aufgesaugt wird, sondern zwischen den Faserschichten des Papiers hängen bleibt. Die Druckqualität ist schlechter als bei anderen Farbdruckverfahren und die Geschwindigkeit liegt etwa auf dem Niveau von Tintenstrahldruckern.

Speziell für den Druck von Fotos im typischen Postkartenformat von 10 x 15 Zentimeter werden kleine portable Thermosublimationsdrucker von verschiedenen Herstellern angeboten. Die Heizelemente des Druckkopfs versetzen bei einer Temperatur von bis zu 400 Grad Celsius Wachs in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) aus einer Farbkassette in den gasförmigen Zustand und dampfen es so auf ein spezielles Papier auf.

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Durch die Vermischung der Farben können die Drucker jeden beliebigen Farbton - insgesamt 16,8 Millionen Farben - darstellen. Da kein Raster beim Drucken entsteht, ist die Qualität der Ausdrucke sehr hoch. Ganz ähnlich funktionieren auch Thermotransferdrucker. Hier wird durch Hitze die Farbe von einem Farbband, das aus einem Trägermaterial und einer gefärbten Wachsschicht besteht, abgelöst und auf Papier übertragen.

Die 3D-Druck-Branche für jedermann ist noch relativ jung. Aus einer digitalen Datei entsteht mit einem 3D-Drucker ein dreidimensionales Objekt aus Kunststoff. Das Kunstwerk springt allerdings nicht als ein fertiges Stück aus dem Gerät. Schicht für Schicht wird auf einer Plattform das Material (Filament) aufgetragen, bis das Objekt fertig ist. Dies kann, je nach Größe und Detailreichtum, nur 30 Minuten oder viele Stunden dauern.

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