Die besten Micro-SD-Karten

Für Computer, Smartphone, Tablet und Kamera

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von Jan Brack
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SD-Karten sind erhältlich in verschiedenen Speicherkapazitäten, Formfaktoren, Geschwindigkeits- und Adapterklassen - verständlich, wenn es beim Kauf zu Unsicherheiten kommt. Welche UHS-Version, Class-Angabe oder -Ausführung ihr benötigt, oder ob ihr besser zum USB- oder SD-Adapter greift, möchten wir in unserem (Micro)-SD-Karten-Vergleich klären.

Micro-SD-Karten im Vergleich: Wir haben getestet, welche Speicherkarte für welchen Einsatz am besten geeignet ist.
Micro-SD-Karten im Vergleich: Wir haben getestet, welche Speicherkarte für welchen Einsatz am besten geeignet ist. (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. So testet netzwelt
  2. Das ist die beste microSD-Karte
  3. Das ist die beste Alternative
  4. Darauf solltet ihr beim Kauf achten
  5. Geschwindigkeit nachmessen
  6. Testfeld im Überblick

Mit Micro-SD-Karten lässt sich der Gerätespeicher von Smartphone, Tablet, Kamera oder Computer erweitern. Doch die Modelle unterscheiden sich teils eklatant in Preis, Funktionen und Geschwindigkeit. Wir haben Micro-SD-Karten aus allen Preisklassen getestet und möchten euch zeigen, welches Modell sich für euer Einsatzgebiet am besten eignet.

So testet netzwelt

Wir bewerten bei den Karten die Kriterien "Performance", "Verarbeitung und Handhabung" und "Preis/Leistungsverhältnis". Des Weiteren berücksichtigen wir außerdem, ob und mit welchen zusätzlichen Funktionen die Hersteller ihre Modellen ausstatten. Zusätzlich geben wir Acht auf eventuell mitgelieferte Adapter.

Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Wer wir sind, wie wir unsere Testgeräte beziehen und wie sich netzwelt finanziert, erfahrt ihr auf unserer Transparenzseite.

Wie wir testen

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und erfassen alle infrage kommenden Produkte. Dabei werden neben marktführenden Anbieter auch kleinere Vertreter berücksichtigt. Aus dieser Masse an Produkte werden die aus Sicht der Redaktion relevanten Angebote einzeln getestet und die Testergebnisse gegenübergestellt.

5
Modelle getestet
25+
Zeit aufgewendet

Das ist die beste microSD-Karte

Die Samsung Evo Plus-Karten erreichen in der 2017-Generation exzellente Schreib- und Leseratten. Die Karten eignen sich daher selbst für professionelle Videoaufnahmen. Lediglich bei 4K-Videos in Kombination mit 360-Grad-Aufnahmen, 3D-Bildern oder mit besonders hohen Bildraten stoßen die Karten an ihre Grenzen.

128-Gigabyte-Modell mit deutlichem Geschwindigkeitsschub

Die Samsung Evo Plus 256 GB (2017) bietet im Vergleich zum Vorgänger nur wenig Neuerungen. An die starke Performance des Spitzenmodells kann in diesem Jahr aber erfreulicherweise auch die kleinere 128-GB-Variante anknüpfen. Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt uns bei dieser besonders. Lediglich die UHS II-Integration bleibt nach wie vor vermisst.

  • 256 GB im Micro-Formfaktor
  • hohe Performance
  • UHS-Class 3 bereits ab 128 GB
  • Keine UHS II-Unterstützung
  • Verwirrende Beschriftung
  • Preis per GB teils höher als bei der Pro-Serie

Das ist die beste Alternative

Als Alternative bietet sich hier die SanDisk microSD Extreme an. Sie glänzt mit einem fairen Preis/Leistungsverhältnis - und bietet eine Performance, die abgesehen vom Einsatz im Videobereich, völlig ausreichend sind.

Gut - mit einer Ausnahme

Wer aufgrund professioneller Filmaufnahmen eine SD-Karte mit besonders hohen Schreibraten benötigt, sollte vom Kauf der SanDisk Extreme absehen. Für alle anderen Interessenten gilt eine uneingeschränkte Kaufempfehlung: Die Performance überzeugt und wird auch längerfristig für den Einsatz in Smartphone oder Kamera ausreichen, der Preis fällt dabei fair aus.

  • Gute Lese- und Schreibraten..
  • Preis
  • ..die allerdings nicht für jede Anwendung ausreichen
  • Kein USB-Adapter

Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Micro-SD-Karten als die hier getesteten. Wollt ihr zu einem Modell greifen, dass wir nicht getestet haben, hilft euch die nachfolgende Erklärung einiger technischer Details der kleinen Flash-Speicher dabei zu prüfen, ob die Karte für einen Einsatz in Smartphone, Tablet, Computer oder Kamera geeignet ist.

(UHS)-Geschwindigkeitsklasse

Die SD Association ordnet SD-Speicher aller Art einer Geschwindigkeitsklasse zu, das passende Logo findet sich dann auf der Verpackung. Während in vergangenen Jahren die Klassen 2 bis 6 der Standard am Markt waren und Class 10 als außergewöhnlich schnell galt, dreht sich heute alles um UHS-Klassen. Diese markiert die SD Association mit einem "U", welches eine entsprechende Nummer enthält aktuell 1, 2 oder 3. (siehe Tabelle rechts)

SD-Speicherklassifizierungen in der Übersicht.
SD-Speicherklassifizierungen in der Übersicht. (Quelle: sdcard.org)

Sowohl Class 10, als auch UHS-Class 1 garantieren eine minimale Lese- und Schreibrate von 10 Megabyte pro Sekunde (MB/s) - das ist insbesondere für die Multimedia-Nutzung am Smartphone und Tablet absolut ausreichend. Fotos und Videos in regulärer HD-Auflösung sind ohne Wartezeiten abgespeichert und vor allem Musik und Filme gebt ihr auf Mobilgeräten flüssig wieder. Auch das Bespielen mit Daten am Computer sollte relativ flüssig funktionieren.

Minimale Schreibraten von 30 MB/s garantiert die UHS 3-Klasse, oftmals gehen entsprechend klassifizierte Karten jedoch deutlich über diesen Wert hinaus. Benötigt werden entsprechende Schreibraten vor allem im professionellen Foto- und Videobereich, sofern Inhalte in 4K-Auflösung, mit 360-Grad-Radius oder mit besonders vielen Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Ebenfalls praktisch sind diese Geschwindigkeiten, wenn SD-Karten als Speichererweiterung am USB 3-Anschluss eines Computer zum Einsatz kommen.

App Performance-Klasse A1

Seit Android Marshmallow erlaubt Googles Smartphone-OS das Verschieben eurer Anwendungen auf eine SD-Speicherkarte. Damit entsprechende Apps auch in diesem Fall flüssig funktionieren, sollte die verwendete SD-Karte eine bestimmte Mindestleistung erfüllen. Mit dem App Performance-Standard "A1" zertifizierte Speicherkarten bieten eine entsprechend starke Leistung. Das bedeutet allerdings nicht, dass Karten ohne "A1"-Logo auf der Verpackung ungeeignet für die Nutzung als Speichererweiterung im Smartphone sind - denn die entsprechenden "A1"-Anforderungen werden auch von "UHS I"-zertifizierten Speicherkarten erfüllt.

UHS-Anschlusstyp

UHS-Version I links und II rechts.
UHS-Version I links und II rechts. (Quelle: netzwelt)

Besonders schnelle SD-Karten unterstützen bereits UHS-Anschlusstyp II. Das ist ein spezieller Anschluss, der mehr Pole besitzt, als der reguläre I-Adapter (siehe Bild). So werden besonders schnelle Datenraten ermöglicht, die sich teilweise bereits auf dem Niveau einer SSD bewegen. Die Nutzung des vollen Potential von UHS II-Karten erfordert allerdings spezielle Kartenleser, entsprechende Karten sind abwärtskompatibel zu UHS I-Anschlüssen.

Formfaktor

Kleine Micro-SD-Karten werden fast immer mit einem Adapter ausgeliefert, der die Kompatibilität zum großen SD-Schacht herstellt. Sofern dieser Adapter den Klassifikationen der SD-Karte selbst entspricht, entsteht durch dessen Einsatz kein Geschwindigkeitsnachteil. Während große SD-Karten in der Regel in Kameras und Computern zum Einsatz kommen, finden sich die kleinen microSD-Karten in Smartphones, Tablets und kleinen Action-Kameras. Die Kapazitätsgrenze der MicroSD-Karte liegt aktuell bei 256 Gigabyte, während größere SD-Karten bereits 512 GB Speicher bieten.

Geschwindigkeit nachmessen

Ihr möchtet selbst überprüfen. wie schnell eure SD-Karten arbeiten? Dazu emfehlen wir euch unter Windows die Software CrystalDiskMark, macOS-Nutzer greifen auf BlackMagic zurück, unter Android eignet sich die App Disk Speed.

Bestenliste: Die besten Micro-SD-Karten

Die besten aktuellen (Micro)-SD-Speicherkarten für Computer, Smartphone, Tablet und Kamera vergleichen wir in der Bestenliste.

* Hinweis: Um der stetig voranschreitenden technischen Entwicklung Rechnung zu tragen, werten wir jedes Hardware-Produkt in unseren Bestenlisten jeden Monat um 0,1 Punkte ab. Die ursprüngliche Bewertung seht ihr im Testbericht oder ihr fahrt mit der Maus über die Note.

  • 6.5 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    8.3

    Samsung microSD EVO Plus (2017)


    Die Samsung Evo Plus 256 GB (2017) bietet im Vergleich zum Vorgänger nur wenig Neuerungen. An die starke Performance des Spitzenmodells kann in diesem Jahr aber erfreulicherweise auch die kleinere 128-GB-Variante anknüpfen. Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt uns bei dieser besonders. Lediglich die UHS II-Integration bleibt nach wie vor vermisst.

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  • 5.7 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    8.5

    SanDisk Extreme microSDXC-Speicherkarte


    Wer aufgrund professioneller Filmaufnahmen eine SD-Karte mit besonders hohen Schreibraten benötigt, sollte vom Kauf der SanDisk Extreme absehen. Für alle anderen Interessenten gilt eine uneingeschränkte Kaufempfehlung: Die Performance überzeugt und wird auch längerfristig für den Einsatz in Smartphone oder Kamera ausreichen, der Preis fällt dabei fair aus.

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  • 5.4 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    8.2

    Samsung microSD PRO+


    Mit einem Preis von derzeit 89 Euro für das 128 Gigabyte-Modell ist die Samsung Pro Plus kein Schnäppchen. Entsprechend hohe Schreibraten in Kombination mit dem MicroSD-Formfaktor sind allerdings alles andere als gewöhnlich. Wer aufgrund von anspruchsvoller Videoaufnahme also viel Performance auf engem Raum benötigt, ist mit der Samsung Pro Plus gut beraten, alle anderen schauen sich im UHS-Class 1-Segment um.

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  • 4.7 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    7.5

    Samsung microSD EVO Plus


    So viel Speicherkapazität bringt aktuell kein anderer Hersteller auf dem Micro-SD-Formfaktor unter. Die Samsung EVO Plus weiß noch dazu mit ihrer Geschwindigkeiten zu überzeugen. Die Performance reicht fast für jedes Anwendungsgebiet aus. Der nächste logische Schritt wäre die UHS II-Integration bei ebenfalls großen Kapazitäten.

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  • 4.1 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    6.9

    SanDisk Extreme Pro microSDXC UHS-II CARD


    Die hohen Leseraten der SanDisk Extreme Pro sind für microSD-Karten einzigartig und überzeugen. Für professionelle Anwender im Filmbereich viel wichtiger ist allerdings die Schreibrate, die nur unmerklich über günstigeren UHS I-Speichern liegt und uns zum gegebenen Preis von derzeit 220 Euro für 128 Gigabyte Speicherkapazität nicht überzeugt.

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