Chromecast 2 im Test: Schneller Puck mit Streaming-Anschluss

Neue Version des HDMI-Sticks

von Alexander Zollondz
Facelifting: Google Chromecast ist jetzt kreisrund und in verschiedenen Farben erhältlich – Schwarz, Zitrone (Gelb), Koralle (Rot).

An der Neuauflage des Streaming-Empfängers fällt sofort das geänderte Design auf: Chromecast wird zur Scheibe und bekommt mehr Tempo fürs WLAN spendiert. Genauso wichtig sind aber die Software-Neuerungen. Was besser geworden ist, verrät unser Chromecast-Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Streaming
  2. Chromecast-App
  3. Fast Play und Content Prediction
  4. Fazit

Ein Stick ist es nicht mehr: Eine flache Scheibe, die die Hardware des Gerätes in sich trägt, hängt an einem flexiblen, gummierten HDMI-Kabel. Der Vorteil des neuen Chromecast-Design: Im Gegensatz zur ersten Generation verbindet sich die neue Version besser mit Fernsehern und lässt auch die Kontaktaufnahme anderer HDMI-Gerätschaften an benachbarten Anschlüssen zu. Die erste Chromecast-Version sorgte wegen der breiteren Ausformung bisweilen für Platzprobleme - abhängig vom TV-Modell.

Video: Chromecast 2 im Test

Streaming

Google Chromecast wird nach wie vor mit einem Smartphone oder Tablet beziehungsweise vom PC/Mac aus gesteuert und empfängt von den Geräten Multimedia-Inhalte aus dem Internet. Das gelingt dank WLAN ac-Unterstützung im 2,4- und 5 GHz-Netz und dreier Empfangsantennen weit schneller als mit dem ersten Chromecast-Stick.

Im Test verzeichneten wir eine weitestgehend verzögerungsfreie Wiedergabe von YouTube-Videos oder Musik von Streaming-Anbietern. Wie bei der konkurrierenden Technologie Airplay von Apple ist auch das Spiegeln des Geräte-Bildschirms, etwa vom Smartphone, möglich. Auch dies gelang schnell und reibungslos. Bei der Video-Wiedergabe unterstützt Chromecast Full HD-Auflösungen. Auf die gerüchteweise kolportierte 4k-Unterstützung für den neuen Chromecast verzichtet Google. Dafür müssten Nutzer wahrscheinlich auch stabile 25 MBit/s im WLAN übertragen können. Entsprechende 4k-Inhalte gäbe es zumindest schon.

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Chromecast-App

Deutlich überarbeitet zeigt sich auch die Chromecast-App, die zur Installation notwendig ist und bei der Kontaktaufnahme mit dem eigenen WLAN-Netz hilft. Ein Gastmodus ermöglicht nach wie vor auch Freunden und Bekannten den Streaming-Zugang zum Chromecast, ohne sich mit dem WLAN verbinden zu müssen.

Neu in der Chromecast-App sind jetzt weitere Möglichkeiten zur Personalisierung des Startbildschirms auf dem Fernseher: Bilder aus Facebook, von 500px oder Getty Images können geladen werden.

Die Chromecast-App enthält zudem neue Navigationselemente am oberen Rand: "Highlights" zeigt die aktuell installierten Cast-fähigen Apps an. Unter "Geräte" findet man alle Chromecast-Sticks im Netzwerk und unter "Neue Apps" sind jetzt ausgewählte aktuelle Minianwendungen gelistet, die das Streaming mit dem Gerät unterstützen. Direkt aus der App heraus kann man den Download starten.

Chromecast ist für 39 Euro in den Farben Schwarz, Zitrone und Koralle (rot) erhältlich.

Die Liste an Apps, die Chromecast unterstützen, wird immer länger. Zuletzt kam etwa Spotify hinzu, Videostreaming-Dienste wie Netflix, Maxdome oder Watchever dienen ebenfalls als Sender von Inhalten. Auch Spiele befinden sich im App-Sortiment: Titel wie Just Dance Now oder Big Web Quiz werden auf den Fernsehschirm gespiegelt und per Smartphone gesteuert. Aufwändigere Games werden nicht unterstützt. Chromecast macht keiner Konsole ernsthafte Konkurrenz.

Chromecast im Test
Chromecast im Test Testbericht  | Für 35 Euro Googles handlicher Streaming-Stick bringt Fernseher ins Internet. Charmant ist auch der Preis: Gerade einmal 35 Euro kostet das Gerät. Google Chromecast im Test. zum Test

Fast Play und Content Prediction

Bei allen App-Inhalten machen sich die schnelleren Wiedergabezeiten dank verbessertem WLAN bemerkbar. Als neue Funktion ist Fast Play hinzugekommen: Das Feature beruht auf neuen Cache-Algorithmen, Inhalte werden im Hintergrund geladen. Allerdings steht Fast Play zunächst nur bei den Apps von Netflix, Twitch und YouTube zur Verfügung. Weitere Minianwendungen, die die Funktion nutzen, sollen folgen.

Der Chromecast 2-Test wurde am 6. Oktober aktualisiert. Neu sind die Informationen zu den Apps, die Fast Play unterstützen.

Google wendet Fast Play auch auf Serien an: Ein Feature mit dem Titel Content Prediction – auf deutsch Inhalte-Vorhersage – identifiziert bereits geladene Serien und startet automatisch den Download weiterer Folgen, sodass der Fernsehgenuss nicht von langen Wartezeiten unterbrochen wird. Allerdings wird das Feature wohl erst 2016 ausgerollt. Bei Amazon gibt es eine solche Zwischenpuffer-Funktion schon: ASAP – Advanced Streaming and Prediction – ist eines der Alleinstellungsmerkmale für den Media Player Amazon Fire TV. Noch, wohlgemerkt.

Google Chromecast (2015): Fazit

Die Neuauflage von Chromecast ist gelungen: Medienstreaming für den TV einfach, günstig und schnell 7/10

Ein kleines Update, das aber viel bringt: Dank schnellem WLAN bringt der neue Chromecast Multimedia schneller auf den TV-Bildschirm. Die neue Chromecast-App rundet den guten Eindruck ab. Das neue Design dürfte aber nicht jedem gefallen.

Das hat uns gefallen

  • schnelles Streaming
  • einfache Installation
  • Smartphone als Fernbedienung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • lokale Inhalte per Plex-App

Das hat uns nicht gefallen

  • kein 4k
  • wenig Spiele
  • kein Akkubetrieb
Testnote 7,0 von 10
Alexander Zollondz
Bewertet von Alexander Zollondz
7,0 / 10
Bedienung

Bedienung Menüführung auf der Nutzeroberfläche, Ergonomie, Art der Fernbedienung

7,0 / 10
Ausstattung/Leistung

Ausstattung/Leistung Prozessor, Gerätespeicher, Anschlüsse und Schnittstellen, WLAN, Bluetooth

7,0 / 10
Formatunterstützung

Formatunterstützung Video-, Bild- und Audioformate (z.B. MPEG, DVD (VOB), MP4, H.264, JPEG, GIF, TIFF, PNG, MP3, WAV, AAC, OGG)

7,0 / 10
Audio-/Videoqualität

Audio-/Videoqualität Verzerrt der Ton bei höherer Lautstärke? Werden Full HD-Videos ohne Ruckler wiedergegeben?

7,0 / 10
Apps

Apps Welche Video on Demand-Angebote, Musikstreaming-Apps, Nachrichten- und Videoanwendungen sind vorhanden?

Informationen zum Leihgerät

Chromecast wurde uns von Google als Testgerät zur Verfügung gestellt und geht nach dem Test zurück an das Unternehmen.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

9
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Bestenlisten

Google Chromecast (2015) wurde in folgende Mediaplayer-Bestenlisten einsortiert.

Vergleich: Die besten Streaming-Player im Test
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Google, TV-Tuner, Fernseher & Smart-TVs, Hersteller-Verzeichnis, Mediaplayer, Video-Streaming-Dienste, Google Chromecast (2015) und TV & Stream.

Google Chromecast (2015) im Zeitverlauf
1 von 8
  • Saturn: Google Chromecast und Chromecast Audio im Sparangebot

    12.02.2016 Zum Valentinstag schnürt Saturn ein Chromecast-Paket. Die runden kleinen Scheiben sind kombiniert für 55 Euro erhältlich und damit 25 Euro günstiger als im Einzelkauf. Der Rabatt wird nach dem Gang zur Kasse im Warenkorb angezeigt. Wer den Saturn-Newsletter abonniert, spart noch einmal fünf Euro, weil der Käufer für das Abonnement einen Gutschein zur Einlösung für den Online-Shop erhält. Auch in den Märkten sind die Streaming-Empfänger im Kombi-Angebot erhältlich.

    Google Chromecast Audio macht Stereo-Anlagen netzwerkfähig. Dazu wird die Scheibe per Kabel mit der Anlage und anschließend mit dem heimischen WLAN verbunden. Streams empfängt Chromecast Audio von iOS- oder Android-Geräten, PC und Mac.

    Chromecast erledigt die gleiche Aufgabe für Fernseher, die keinen Internetanschluss besitzen. Die Streaming-Scheibe verbindet sich per HDMI mit TV-Geräten und wird per Smartphone, Tablet, PC oder Mac via WLAN aus gesteuert.

    Einen Vergleichstest der Streaming-Empfänger für Fernseher findet ihr hier auf netzwelt: Apple TV vs. Google Chromecast vs. Amazon Fire TV.

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