Intenso SSD TOP im Test: Billigheimer Made in Germany

Günstiger Speicher mit Pferdefuß

Intenso SSD TOP Titel für Test

Eine 120-Gigabyte SSD für unter 37 Euro? Klingt nach "China-Rödel" - ist es aber nicht: Intenso liefert aus dem norddeutschen Vechta Solid State Drives zu sehr guten Preisen. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern und auch die Benchmark-Ergebnisse lassen sich im Antlitz des Preises verkraften - der eigentliche Pferdefuß der Intenso SSD Top liegt im Test ganz woanders.

Inhaltsverzeichnis

  1. Schwache Schreibperformance
  2. Software? Fehlanzeige.
  3. Neues Modell und Alternativen
  4. Fazit & Alternativen

Die vorliegende 128-Gigabyte-Version der Intenso SSD Top glänzt mit ihrem niedrigen Preis. Beim aktuellen Straßenpreis von 36,99 Euro (Stichtag: 3. Juli) zahlt ihr gerade einmal 29 Cent pro Megabyte - zum Vergleich bei der Intel SSD 535 Series werden bei gleicher Plattengröße immerhin 45 Cent fällig.

Die Verarbeitung ist durchweg solide, in diesem Punkt unterscheiden sich SSDs generell kaum. Und auch die Inbetriebnahme gestaltet sich völlig unauffällig - Plug&Play funktioniert hier wie bei der gesamten Konkurrenz. Wichtiger sind die Leistungsdaten:

Ausfälle in einigen Schreib-Tests bescheren der Intenso-SSD leider maue Gesamtpunktzahlen.
Ausfälle in einigen Schreib-Tests bescheren der Intenso-SSD leider maue Gesamtpunktzahlen. (Quelle: Intenso)

Schwache Schreibperformance

Die Intenso-SSD liegt mit 657 Punkten aus dem AS SSD Benchmark genau zwischen den 120-Gigabyte-Versionen von OCZ (703) und Intel (604). Auffällig ist, dass die recht niedrigen Werte vor allem auf Grund von Schreibzugriffen zustande kommen, genau, wie man es auch bei Intel beobachten konnte. Zum Vergleich: Die OCZ-SSD kommt beim sequentiellen Schreiben auf 490 Megabyte pro Sekunde (MB/s) bei CrystalDiskMark, Intenso lediglich auf 148,7 MB/s - irgendetwas läuft hier schief.

Derartige Umstände exakt zu klären ist leider nicht ohne weiteres möglich, zumal auch nicht alle Schreib-Benchmarks schlecht ausfallen! Insgesamt ist die Schreibleistung nicht gut, aber dem Preis angemessen. Zumal Intenso auch so ehrlich ist eine Schreibrate von gerade einmal 300 MB/s anzugeben - die Konkurrenz liegt zwischen 450 und 520 MB/s.

Software? Fehlanzeige.

Problematischer als die Schreibperfomance ist bei der Intenso SSD Top der letzte Schritt im Leben einer SSD: die Außerbetriebnahme, das Löschen der Dateien, das Zurücksetzen auf den Werkszustand - das ominöse Secure Erase. Nun, es funktioniert nicht. Kann es auch nicht, denn Intenso hat schlicht und ergreifend keine Software zur Verwaltung der SSDs. Auch genauere Angaben zur Garantie fehlen.

Neues Modell und Alternativen

Neben der SSD TOP-Serie bietet Intenso mittlerweile auch eine High Performance-Serie an. Für rund 54 Euro - die SSD TOP kostet mittlerweile rund 50 Euro - erhaltet ihr eine SSD High Performance mit einer Kapazität von 120 Gigabyte, die eine Lesegeschwindigkeit von 520MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 500MB/s verspricht.

Eine mögliche Alternative zu den Intenso SSD's ist unter anderem die Toshiba Q300-SSD für rund 50 Euro. Die 2,5-Zoll-SSD verspricht Leseraten von bis zu 550 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 450 MB/s. Eine weitere Alternative stellt die SanDisk SSD PLUS dar. Diese kostet ebenfalls rund 50 Euro und bietet ähnliche Leistungsdaten wie das Toshiba-Modell.

Intenso SSD SATA III Top: Fazit

Günstige Flashspeicher für Profis 5.3/10

Ein deutscher SSD-Hersteller mit niedrigem Preis? - Das ist durchaus interessant. Eine Verwaltungssoftware sollte man seinen SSDs aber schon spendieren. Erfahrene Anwender werden zwar auch so wissen, ob die SSD korrekt konfiguriert ist und Wege finden, die Platte bei Bedarf zu resetten. Aber Einsteiger und Laien lässt der Hersteller hier im Stich.

Das hat uns gefallen

  • Günstige 120-Gigabyte-SSD
  • Deutscher Hersteller

Das hat uns nicht gefallen

  • Benchmark-Ergebnisse
  • Keine Software
  • Wenig Informationen
Testnote 5,3 von 10
Bewertet von Mirco Lang
6,0 / 10
Performance

Performance Wie schnell kann auf den Speicher geschrieben beziehungsweise von ihm gelesen werden? Dies testen wir mit diversen Benchmark-Tools.

0,0 / 10
Software

Software Welche Software legt der Hersteller der SSD bei? Welche Funktionen bietet diese.

9,0 / 10
Verarbeitung/Handhabung

Verarbeitung/Handhabung Wie steht es um die Qualität von Gehäuse und Steckern? Gibt es beim Einbau Probleme?

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise von Intenso zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

7
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