Apple iPad (2017) im Test: So schlägt sich das günstigste iPad aller Zeiten

Das iPad 5 leistet sich keine Schnitzer

Apple iPad (2017) 1

Still und heimlich hat Apple das neue iPad 5 vorgestellt. Es richtet sich klar an Einsteiger und Sparwillige. In der günstigsten Version kostet das iPad 2017 knapp 400 Euro und ist damit in der Tat das günstigste iPad aller Zeiten. Im Test muss sich das Apple-Tablet mit Touch ID aber zunächst noch behaupten, bevor es eine Kaufempfehlung erhält.

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Daten Apple iPad (2017)
  2. Einordnung
  3. Design und Verarbeitung
  4. Das neue iPad ist alles andere als ein "Billigheimer"
  5. Display
  6. Akkulaufzeit und Leistung: Auf iPhone 6S-Niveau
  7. Multimedia: Nur zwei statt vier Lautsprechern
  8. Das ist uns sonst noch aufgefallen
  9. Fazit & Alternativen

Man mag es kaum glauben, aber mit einem Preis von 399 Euro ist Apples neustes iPad, das schlicht und einfach auf die Bezeichnung "iPad" hört, deutlich günstiger als etwa Samsungs Galaxy Tab S3, welches es ab 679 Euro gibt. Für zwanzig Euro weniger (659 Euro) gibt es dafür bei Apple sogar die von uns getestete Top-Ausstattungsvariante mit 128 Gigabyte internem Speicher und eingebautem LTE-Modem. Verkehrte Welt?

Technische Daten Apple iPad (2017)

  • CPU: Apple A9
  • Speicher: 32 / 128 Gigabyte
  • RAM: 2 Gigabyte LPDDR4
  • Display: 9,7 Zoll
  • Auflösung: 2.048 x 1.536 Pixel
  • Akku: 32,9 Wattstunden / 10 Stunden Laufzeit
  • OS: iOS 10.3
  • Anschlüsse: Lightning, Kopfhörer
  • Kameras:
  • Gewicht:
  • Preis (WLAN-Version):
  • Preis: (LTE-Version):
  • Besonderheiten: Touch ID, nicht zum Apple Pencil kompatibel

Einordnung

Mit dem neuen iPad 5 will Apple offensichtlich diejenigen unter euch ansprechen, denen ein iPad Pro zu teuer (zur 9,7-Zoll-Version des iPad Pro) oder zu groß ist (zur 12,9-Zoll-Version). Zudem können wir uns gut vorstellen, dass in zahlreichen Haushalten noch überhaupt kein Tablet vorhanden ist oder Kinder ihr erstes Tablet geschenkt bekommen wollen. Auch hier bietet sich ein näherer Blick auf die Neuvorstellungen an.

Wo genau die technischen Unterschiede zwischen der iPad Pro-Reihe, dem iPad mini und dem iPad liegen, haben wir euch in der großen iPad-Kaufberatung bereits aufgelistet.

Design und Verarbeitung

Wie die Spezialisten des Reparaturdienstes iFixit bereits feststellten, handelt es sich beim neuen iPad im Grunde um ein iPad Air 2, das Apple nun nicht mehr anbietet. Viele Bauteile sind identisch. Kaum verwunderlich also, dass das Testgerät auf den ersten flüchtigen Blick bereits klar als Apple-Tablet erkennbar ist. Das merkt man auch, wenn man es in die Hand nimmt.

Apple iPad (2017) im Test

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Mit einem Gewicht von 471 Gramm (LTE-Version) ist es eine Ecke schwerer als das 447 Gramm schwere iPad Air 2. Zudem ist es ein wenig dicker. Das dürften die meisten potentiellen Käufer verschmerzen, denn immerhin kostet das neue iPad deutlich weniger, als seinerzeit das iPad Air 2. Für letzteres musstet ihr beim Marktstart 2014 bereits 500 Euro für die Basisversion mit 16-Gigabyte-Speicher hinlegen; die Top-Ausstattung schlug gar mit 820 Euro zu Buche.

Das neue iPad ist alles andere als ein "Billigheimer"

Ein Schnäppchen ist das iPad mit knapp 400 Euro natürlich dennoch nicht. Das Wort funktioniert im Zusammenhang mit dem iPhone-Erfinder schlicht und ergreifend nicht. Das hat auch Positives, denn auch das günstigste iPad aller Zeiten ist so solide und sauber verarbeitet wie alle anderen iPad-Modelle auch.

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Die Rückseite besteht wie beim gleich großen iPad Pro 9.7 aus Aluminium, es fehlt jedoch der Diamantschliff an den Rändern des Gehäuses. Unsaubere Spaltmaße oder ähnlich Unanständiges entdecken wir auch mit Adleraugen nicht. Im Vergleich ergeben sich feine, aber nennenswerte Unterschiede. So ist etwa der Antennenrahmen am iPad Pro deutlich dezenter umgesetzt als beim iPad, wo Apple auf einen durchgehend schwarzen Einsatz setzt. Die Kameralinse schließt bündig mit dem restlichen Gehäuse ab - auch das ist beim teureren iPad Pro nicht der Fall. Dafür bietet letzteres gleich vier Lautsprecher. Das Testgerät muss mit zwei Speakern leben.

Display

Auf dem 9,7 Zoll messenden Display tummeln sich 2.048 x 1.536 Pixel. Damit bietet das Testgerät die gleiche Pixeldichte von 264 ppi wie alle anderen aktuellen iPad-Modelle mit Ausnahme des iPad mini 4. Mehr braucht kein Mensch - Inhalte werden auf dem iPad-Display knackig scharf dargestellt und auch der gefürchtete Treppchen-Effekt bleibt aus.

True Tone-Display des iPad Pro 9.7 (rechts) gegen den Touchscreen des neuen iPads: Unterschiede sind deutlich sichtbar.
True Tone-Display des iPad Pro 9.7 (rechts) gegen den Touchscreen des neuen iPads: Unterschiede sind deutlich sichtbar. (Quelle: netzwelt)

Angesichts des Preises steckt im neuen iPad zweifelsohne ein gutes Display. Verglichen mit dem (fast doppelt so teuren) iPad Pro 9.7 müsst ihr jedoch ein paar Abstriche hinnehmen. So verbaut Apple im gleich großen iPad Pro ein vollständig laminiertes Display, bei dem Inhalte fast schon wie gedruckt wirken. Zudem kann nur dieses Panel den P3-Farbraum vollständig abbilden. Auf all das sowie auf eine Antireflex-Beschichtung, die Spiegelungen vermeiden soll, müsst ihr beim günstigsten iPad verzichten.

Die Unterschiede fallen deutlich auf, wenn ihr iPad Pro und das iPad 5 nebeneinander legt, was im normalen Alltag jedoch wohl eher selten der Fall sein wird. Die "True Tone"-Funktion sorgt etwa beim iPad Pro 9.7 dafür, dass die Farbtemperatur der Anzeige kontinuierlich mit dem Umgebungslicht abgeglichen wird.

Ganz ehrlich: Wer sich beruflich oder privat noch nie mit Farbräumen, dem perfekten Weißabgleich und Ähnlichem beschäftigt hat könnte sogar dazu neigen, das Display des Einsteiger-iPads subjektiv als angenehmer zu empfinden. Leider spiegelt es bei Sonnenlichteinstrahlung stärker, als die Anzeige des iPad Air 2 und iPad Pro 9.7. Dafür ist sie in Maximaleinstellung merklich heller als die Displays der übrigen aktuellen iPad-Palette.

iPad X - der große iPad-Kaufberater

Hier könnt ihr das neue iPad mit den übrigen Apple-Tablets vergleichen.


Zum Kaufberater

Akkulaufzeit und Leistung: Auf iPhone 6S-Niveau

Im neuen iPad steckt Apples eigener A9-Chipsatz samt M9-Coprozessor. Das gleiche SoC findet ihr im iPhone 6S und im iPhone SE - mit entsprechend vergleichbaren Benchmarkergebnissen. Grob gesagt ist das neue iPad ein wenig schneller als das iPad Air 2 und ein bisschen langsamer als die iPad Pro-Reihe. Braucht man mehr? Nicht wirklich. Sämtliche von uns ausprobierten Apps und grafikintensiven Spiele starten auf dem Testgerät flott und laufen flüssig.

Für den angedachten Haupteinsatzzweck - Surfen, Videowiedergabe, Spielen - stehen derzeit jederzeit genügend Leistungsreserven zu Verfügung. Und das dürfte auf absehbare Zeit auch so bleiben. Die von Apple versprochenen zehn Stunden Akkulaufzeit bei konstanter Videowiedergabe konnten wir im Test bestätigen.

Multimedia: Nur zwei statt vier Lautsprechern

Die vier Speaker der Pro-Reihe zählen für uns mit zum Besten, was der Markt derzeit hergibt. Beim Einsteiger-iPad verbaut Apple leider nur zwei Speaker, die sich an gewohnter Stelle rechts und links vom Lightning-Anschluss befinden. Auf den interessanten und wirkungsvollen Effekt der automatischen Lautsprecherabstimmung je nach Lage des iPads müsst ihr daher verzichten.

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Die beiden Speaker erledigen ihren Job dennoch ordentlich. Sie tönen recht kräftig, ohne dabei zu übersteuern. Dennoch solltet ihr für ein besseres Spiel- und Video-Erlebnis besser vernünftige Kopfhörer anschließen.

Die Aufnahmen der rückseitigen Kamera landen mit einer Auflösung von maximal acht Megapixeln im nicht erweiterbaren iPad-Speicher. Die Fotos übersteigen nicht Schnappschussqualität. Eine Foto-LED zum Aufhellen dunkler Bereiche gibt es nicht.

Dürftig sind die Ergebnisse der vorderseitig verbauten FaceTime-Kamera, deren Sensor gerade einmal mit 1,2 Megapixeln auflöst. Selbst bei gut ausgeleuchteten Videochats kommt es daher schnell zu Bildrauschen. Hier sollte Apple künftig dringend nachlegen.

Das ist uns sonst noch aufgefallen

Seltsamerweise ist das Smart Cover des iPad Pro 9.7 nicht zum neuen iPad kompatibel, da Apple die Position der Magneten offenbar leicht verändert hat. Auch wenn das Cover prinzipiell am neuen iPad "andockt", lässt sich die automatische Bildschirm-Sperre nicht aktivieren.

Apple iPad (2017): Fazit

Das pure iPad 8/10

"Dann kauf dir ein iPad" - wenn künftig dieser Satz fällt, ist Apples Einsteiger-iPad gemeint. Das günstigste iPad aller Zeiten schlägt sich im Test gut. Es bietet ausreichend Leistung, ein gutes Display sowie die gewohnt hohe Verarbeitungsqualität von Apple. Wer auf den Apple Pencil und die per Smart Connector anschließbaren Tastaturen verzichten kann, findet im Apple iPad 5 einen fähigen Tablet-Begleiter für die kommenden Jahre.

Das hat uns gefallen

  • Verarbeitung
  • Touch ID
  • Helles Display

Das hat uns nicht gefallen

  • Speicher nicht erweiterbar
  • (FaceTime)-Kamera
  • kein Smart Connector, kein Apple Pencil-Support
Testnote 8,0 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
9,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

8,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

7,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

9,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde uns von Apple Deutschland leihweise zu Verfügung gestellt. Nach Testende wird es wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

9
Leserwertung

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Bestenlisten

Apple iPad (2017) wurde in folgende Tablet-Bestenlisten einsortiert.

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Mobile Computing, Apple, Tablet, Apple iOS 10 und Apple iPad (2017).

Das Apple iPad (2017) wurde ursprünglich mit Apple iOS 10.1 "Apple iOS Whitetail" ausgeliefert. Mittlerweile ist für das Apple iPad (2017) die Version 12.1 "Apple iOS 12" verfügbar.

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