Medion Lifetab S7852 im Test: Empfehlenswertes Aldi-Tablet

Zum Preis von 149 Euro erhältlich

Seit diesem Donnerstag, den 8. Mai gibt es das Medion-Tablet LifeTab S7852 bundesweit in allen Aldi-Filialen zu kaufen. Das Tablet ist gut ausgestattet, so finden sich etwa GPS, IPS-Panel, Metallgehäuse und Infrarotschnittstelle auf der Ausstattungsliste. Der Test zeigt: Zum Preis von 149 Euro kann man hier kaum etwas falsch machen.

Das Medion-Tablet LifeTab S7852 verdient sich im Test eine Empfehlung. Denn zum Preis von knapp 150 Euro bietet es viel Ausstattung, ein sauber verarbeitetes Gehäuse und die neuste Android-Version. Erhältlich ist es seit dem 8. Mai in Filialen von Aldi Süd und Aldi Nord.

Optisch vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist der dicke Schriftzug im unteren Gehäuseteil des Medion LifeTab S7852.
Optisch vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist der dicke Schriftzug im unteren Gehäuseteil des Medion LifeTab S7852.

Ein Update vom 9.Mai finden Sie am Ende dieses Artikels

Bei den Tablet-PCs gilt nach wie vor: Alles, was eine Display-Diagonale zwischen sieben und acht Zoll hat, muss sich den Vergleich zu Apples iPad mini gefallen lassen. Auch das zuletzt von netzwelt getestete Acer Iconia A1-830 musste sich dem stellen. Und genau wie das Acer-Tablet orientiert sich auch das Medion-Gerät optisch am Branchen-Primus aus dem sonnigen Kalifornien.

Technische Daten des Testgeräts

  • CPU: ARM Cortex A9 (1,6 Gigahertz)
  • Speicher: 16 Gigabyte (davon 11,79 Gigabyte ab Werk frei verfügbar)
  • RAM: ein Gigabyte DDR3
  • Display: 7,85 Zoll (19,9 Zentimeter) AHVA-Display mit IPS
  • Auflösung: 1.024 x 768 Pixel
  • OS: Android 4.4 (KitKat)
  • Anschlüsse: microUSB
  • Kamera: fünf Megapixel auf der Rückseite / 2 Megapixel auf der Front
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, Infrarot
  • Sonstiges: GPS-Sensor, USB-Host-Funktion

Lieferumfang

Auch wenn der Preis etwas anderes vermuten lässt: Es findet sich nicht nur das blanke Tablet im Karton, sondern auch brauchbares Zubehör. Dazu zählt das kompakte USB-Netzteil, ein USB-Kabel sowie ein weiteres USB-Host-Kabel. Letzteres dient dem Anschluss von Zubehör wie einer Tastatur oder eines USB-Sticks. Als Bonus gibt es In-Ear-Kopfhörer samt unterschiedlichen Aufsätzen. Eine gedruckte Kurzanleitung findet sich ebenfalls.

Verarbeitung

Netzwelt war bereits beim vergleichbaren Acer Iconia A1-830 positiv überrascht, wie gut ein verhältnismäßig günstiges Tablet verarbeitet sein kann. Das Acer-Modell kostet 170 Euro - mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149 Euro unterbietet das Testgerät das Acer-Modell sogar um weitere 20 Euro.

Mit einem Gewicht von 369 Gramm und einer Dicke von neun Millimetern ähneln sich Acer- und Medion-Gerät auffallend stark. Obwohl - Überraschung - das LifeTab von Medion sogar subjektiv noch einen Tick besser verarbeitet ist. Eine Frage des Geschmacks ist sicherlich der mit einer leicht glitzernden Effektlackierung versehene Rücken des Metallgehäuses. Spötter würden sagen, das Braun-Schwarz-Metallic erinnere an die Lackierung eines Autoscooters.

Medion LifeTab S7852 im Test

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Selbstbewusst und daher ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig ist der im unteren Gehäuseteil silbern eingefasste "LifeTab"-Schriftzug. Es finden sich keinerlei auffällige Spaltmaße oder sonstige Verarbeitungsmängel am netzwelt zur Verfügung gestellten Testgerät, sodass der Qualitätseindruck der Hardware überzeugt. Es lässt sich auch unter hohem Kraftaufwand nicht verbiegen. Was wir auch schon anders erlebt haben.

Display

Die Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten führt nicht zum schärfsten Bild, das netzwelt jemals bei diesem Format gesehen hat. Bei gesundem Abstand erkennen aber auch Adleraugen kaum einzelne Bildpunkte. Auch zum gefürchteten Treppeneffekt wie bei der Darstellung von Schrift kommt es nicht.

Nichts auszusetzen gibt es bei der maximalen Helligkeit und beim Kontrast, die beide auf klassenüblichem Niveau liegen. Wie bei fast allen anderen derzeit erhältlichen Tablets bleiben Spiegelungen des Touchscreens nicht aus, was die Ablesbarkeit unter freiem Himmel erschwert. Dafür fallen die Blickwinkel sehr groß aus. Selbst aus spitzem Winkel kommt es nicht zu Farbumkehrungen.

Auf Eingaben mit dem Finger reagierte der Touchscreen während des Testzeitraums stets zuverlässig. Unterm Strich ist das LifeTab-Display auf Augenhöhe mit der Anzeige des Apple iPad mini der ersten Generation und positioniert sich über dem des Acer Iconia A1-830. Der Monitor des wesentlich teureren iPad mini mit Retina Dislay gefällt aber noch eine ganze Ecke besser, da er wesentlich feiner auflöst.

Leistung

Beim Wechsel der Anzeige vom Quer- ins Hochformat, beim Aufrufen von Apps oder beim Abspielen von hochauflösenden Videos gibt sich die Hardware keine Blöße. Zu störenden Verzögerungen kommt es auch bei den meisten von netzwelt ausprobierten Spielen aus Google Play nicht. Beim grafikintensiven Asphalt 8 treten Ruckler in der Eröffnungsszene auf - das Spiel selbst ist aber spielbar.

Materialanmutung und Verarbeitung sind auf einem guten Niveau.
Materialanmutung und Verarbeitung sind auf einem guten Niveau.

Geekbench 3 ermittelt im Single-Core-Modus 491 Punkte. Sind beide CPU-Kerne aktiv, attestiert Geekbench dem Medion-Tablet insgesamt 1.416 Punkte. Im Benchmark-Tool AnTuTu erzielt das Testgerät 19.468 Punkte. Mit sämtlichen Werten positioniert sich das Medion S7852 leicht über dem Acer Iconia A1-830, gleichauf liegen die beiden Tablets bei der Akkulaufzeit. Im Schnitt beträgt diese etwas mehr als neun Stunden. Leichte Probleme bereitet im Test die Ortung von GPS-Satelliten. Die getesteten Wetteranwendungen hatten unter dem Himmel Hamburgs Probleme, auf Anhieb eine Ortung vorzunehmen. Die Navigation mit Google Maps klappte hingegen reibungslos.

Multimedia

Das Medion LifeTab S7852 bietet nur einen Monolautsprecher. Und dieser ist bei der Musikwiedergabe schnell überfordert. Die Maximallautstärke ist gering - zudem kommt es vergleichsweise schnell zum Übersteuern. Besser die Nutzer schließen die im Lieferumfang enthaltenen In-Ear-Kopfhörer oder vergleichbare Modelle an.

Für Schnappschüsse reicht die auf der Rückseite verbaute Kamera, die in schummrigen Lichtverhältnissen ohne zusätzliches LED-Licht auskommen muss und deren Sensor mit klassenüblichen fünf Megapixeln auflöst. Ein Testbildin voller Auflösungkönnen Sie an dieser Stelle auf netzwelt herunterladen.

Die rückseitige Kamera muss ohne Hilfslicht auskommen - für Schnappschüsse reicht die Qualität.
Die rückseitige Kamera muss ohne Hilfslicht auskommen - für Schnappschüsse reicht die Qualität.

Einen unauffälligen und damit guten Dienst liefert die Kamera auf der Vorderseite, die bei Selbstporträts oder Videochats zum Einsatz kommt. Kräftig punkten kann das Medion-Tablet zudem dank einer eingebauten Infrarotschnittstelle. Prinzipiell lässt sich damit Home-Entertainment-Hardware wie der Fernseher steuern. Da hierzu jedoch eine App notwendig ist, die zum Testzeitpunkt noch nicht vorlag, konnte netzwelt den Funktionsumfang nicht überprüfen.

Software

Auf dem Testgerät ist Android in der aktuellsten Version 4.4 (KitKat) installiert. Medion verzichtet weitestgehend auf eine eigene Oberfläche, lässt es sich jedoch nicht nehmen, diverse Apps von Partnern sowie Medion-eigene Anwendungen ab Werk zu installieren. Den meisten Nutzern blüht daher nach dem Auspacken zunächst einmal Aufräumarbeit. In elektronischer Form findet sich auch das Handbuch zum Tablet.

Update 9. Mai: Firmware-Aktualisierung auf Android 4.4.2

Mittlerweile befindet sich das Medion-Tablet im Verkauf. Wie der Hersteller mitteilt, ist inzwischen auch das erste Firmware-Update erhältlich. Die Aktualisierung beschert dem Medion-Tablet nicht nur die aktuellste Android-Version 4.4.2, sondern liefert auch die weiter oben angesprochene Fernbedienungs-App nach.

Das kann es gut: Videos abspielen, E-Mails verfassen, Surfen im Netz.

Hier hakt es ein wenig: grafikintensive Spiele, Lautsprecher.

Als Alternative kommt etwa das angesprochene iPad mini ohne Retina Display sowie das Acer Iconia A1-830 infrage. Acer hat jedoch mit dem Iconia Tab 7 ein Nachfolgemodell vorgestellt, das zum Preis von 149 Euro sogar über ein eingebautes Mobilfunkmodul verfügt. Ebenfalls für gut befunden und einen Blick wert: Google Nexus 7.

Einen Vergleichstest von kompakten Tablet-PCs finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Medion LifeTab S7852: Fazit

Underdog 7.1/10

Zuschlagen! Die Suche nach einem günstigen Tablet mit Android KitKat, ausreichender Leistung und robuster Verarbeitung hat für diejenigen ein Ende, die auf einen Acer-, Apple- oder Asus-Schriftzug verzichten können. Angesicht des niedrigen Preises erhält das Medion LifeTab S7852 eine Empfehlung von netzwelt.

Das hat uns gefallen

  • Preis/Leistung
  • USB-Host
  • Verarbeitung
  • Infrarot-Schnittstelle

Das hat uns nicht gefallen

  • Mono-Speaker
  • Glitzer-Lackierung
Testnote 7,1 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
8,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

7,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

7,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

6,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von Medion Deutschland zur Verfügung gestellt und wird nach Testende an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

7
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Medion LifeTab S7852 selbst bewerten.

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Bestenlisten

Medion LifeTab S7852 wurde in folgende Tablet-Bestenlisten einsortiert.

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