Nokia N1 im Kurztest: Sauberes Alu-Tablet mit cleverem Homescreen

Z-Launcher ausprobiert

Nokia N1

Nokia bringt sein bislang nur in China erhältliches Android-Tablet N1 mit in die MWC-Messehallen nach Barcelona. Im ersten Hands-On-Test macht das Nokia N1 eine gute Figur, was an der sauberen Verarbeitung und am innovativen Z-Launcher liegt. Noch ist jedoch unklar, wann genau das Tablet in Deutschland erscheint.

Nokia N1 im Hands-on

Das Nokia N1 ist das erste Lebenszeichen von Nokias Hardware-Sparte seit längerer Zeit. Dabei dürften nicht wenige Gefallen an dem 7,9 Zoll messenden Android-Tablet finden. Innovative Software-Funktionen, gute Verarbeitungsqualität und ein gelungener Hardware-Mix sind Grund dafür. Zudem ist das Nokia-Tablet eines der ersten Flachcomputer, die den neuen USB Type-C-Anschluss unterstützen. Es ist daher egal, wie rum ihr den USB-Stecker zum Laden oder Übertragen von Daten in die Schnittstelle steckt.

Display 7,9 Zoll mit 2.048 x 1.536 Pixeln
Prozessor Intel Atom Z3580, 64-Bit-Chip mit 2,3 Gigahertz Taktfrequenz
Arbeitsspeicher 2 Gigabyte
Gerätespeicher 32 Gigabyte
Akku 5.300 Milliamperestunden
Kamera 5-Megapixel-Frontkamera und 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite
Abmessungen 200,7 x 138,6 x 6,9 Millimeter
Gewicht 318 Gramm

So fühlt es sich an

Nokia fertigt das N1 aus einem Unibody-Aluminiumgehäuse. Daher überrascht es wenig, dass sich das Tablet bereits beim ersten Kontakt hochwertig anfühlt. Spaltmaße sind nicht vorhanden und auch sonstige Verarbeitungsmängel können wir nicht entdecken. Mit einem Gewicht von 318 Gramm ist das Gerät dafür kein Fliegengewicht. Zum Vergleich: Das wesentlich größere Sony Xperia Z4 Tablet (zum Kurztest) bringt nur ein paar Gramm mehr auf die Waage.

Das 7,9-Zoll-Format erlaubt es dafür, dass ihr das Tablet bequem mit einer Hand halten könnt. Leider verzichtet Nokia auf den Einbau eines SD-Kartenschachtes. Und laut Auskunft eines Nokia-Verantwortlichen gegenüber netzwelt ist unklar, ob es das N1 hierzulande mit mehr Speicher geben wird.

Display und Leistung

Einen sehr guten Eindruck haben wir vom Display. Dank hochwertigem IPS-Panel ist es egal, aus welchem Winkel ihr auf den Touchscreen blickt, zu Farbverfälschungen kommt es nie. Die für das 7,9-Zoll-Format sehr hohe Auflösung führt zu einer höchst scharfen Auflösung. Einzelne Bildpunkte können wir auch dann nicht erkennen, wenn unsere Nase bereits die Displayoberfläche berührt.

Im kurzen Test öffnen sich Apps zügig und auch das Wischen über die Startbildschirme geht fix von der Hand. Intels Z3580-Prozessor sollte auch längerfristig nicht von den Anforderungen überfordert sein, die ihr an ein Gerät dieser Klasse stellen könnt.

Software und Z-Launcher

Innovativ und praktisch: Um schnell eine App zu öffnen genügt es, wenn ihr den Anfangsbuchstaben des Programms mit dem Finger auf den Homescreen zeichnet. Umgehend öffnet das N1 eine Liste mit passenden Vorschlägen.

Die Nokia-App steht auch zum Download für Android-Smartphones bereit, auf einem Tablet kommt sie jedoch erstmalig zum Einsatz. Uns gefällt der Ansatz gut. Was wir ebenfalls mögen: Nokia verzichtet bis auf den Z-Launcher weitestgehend auf zusätzliche Bedienoberflächen. Ihr findet also ein Tablet mit “unverfälschtem Lollipop-Geschmack” vor.

Preis und Verfügbarkeit

Noch ist nicht endgültig geklärt, ob das Nokia N1 überhaupt nach Europa kommt. Gegenüber netzwelt stellt Nokia jedoch in Aussicht, dass es eventuell noch in diesem Jahr klappen könnte. Der Preis steht ebenfalls noch in den Sternen.

netzwelt meint

Uns gefällt das Nokia N1 zum jetzigen Zeitpunkt sehr gut. Doch Nokia sollte sich beeilen, das Tablet nach Europa zu bringen. In einer Zeit mit immer kürzeren Produktzyklen ist die Aussage “eventuell noch in diesem Jahr” einfach zu vage. Und bis Dezember bescheren uns die Hersteller sicherlich schon wieder mit neuen Geräten, die dem Nokia N1 überlegen sein werden.

Weitere Kurztests und News vom MWC in Barcelona findet ihr an dieser Stelle auf netzwelt.

Nokia N1
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Nokia N1 im Zeitverlauf
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  • Nokia N1: iPad mini-Klon soll 2015 nicht nur in China erscheinen

    02.03.2015 Einen Kurztest inklusive Video zum Nokia N1 findet ihr an dieser Stelle auf netzwelt.

    Es ist wohl das Comeback des vergangenen Jahres. Ende April übernahm Microsoft das Handy-Geschäft von Nokia. Der Konzern, der über ein Jahrzehnt das Mobile Computing prägte drohte in der Folge vom Markt zu verschwinden. Microsoft stricht etwa den Markennamen von seinen neuen Lumia-Smartphones. Nokia selbst wollte sich auf standortbasierte Dienste wie Here und Telekommunikationstechnik fokusieren. Doch nun meldet sich Nokia überraschend im Hardware-Geschäft zurück: Die Finnen stellen auf der Slush-Konferenz mit dem Nokia N1 ein Tablet mit Android 5.0 Lollipop vor.

    Die Namensgebung des Tablet-PCs erinnert an die Glanzzeiten des finischen Unternehmens. Die N-Serie stellte von 2005 bis 2010 die Speerspitze des Produktportfolios dar. Daran will Nokia offenbar anknüpfen. Denn das N1 ist ein echter Technologieträger. Angetrieben wird der Flachcomputer vom Intel Atom-Prozessor Z3580, eimem 64-Bit-Chip, der im N1 mit 2,3 Gigahertz taktet.

    Der Bildschirm misst in der Diagonale 7,9 Zoll und löst mit 2.048 x 1.536 Pixeln auf. Größe und Auflösung entsprechen damit exakt der des iPad mini 3. Allerdings ist das N1 deutlich dünner und leichter als das Apple-Tablet. Nokias Flachmann ist nur 6,9 Millimeter dick und bringt 318 Gramm auf die Waage. Das iPad mini 3 misst in der Tiefe 7,5 Millimeter und wiegt je nach Ausführung 331 oder 341 Gramm. Auch in Sachen Verarbeitung ähnelt das Nokia-Tablet dem Apple-Gegenstück. Das N1 besitzt ein Aluminiumgehäuse mit abgerundeten Ecken. Ein kleines technisches Detail noch am Rande: Das Nokia N1 ist das erste Gerät mit einem USB-Anschluss, der die neuen Typ-C-Stecker unterstützt. Bei diesen ist es egal wie der Nutzer sie in den Anschluss steckt.

    Als Betriebssystem fungiert Android 5.0 - dieses hat Nokia jedoch nicht unberührt gelassen, sondern ihm seine Z Launcher genannte Oberfläche übergestülpt. Diese versucht an Hand des Nutzerverhaltens zu ermitteln, welche Apps er gerade braucht und zeigt ihm nur diese an. Auch kann der Nutzer nach Apps durch Zeichnen eines Buchstabens auf dem Bildschirm suchen. Wer den Z Launcher ausprobieren möchte, kann sich hier eine Beta-Version für sein Android-Smartphone laden.

    Das N1 ist übrigens nicht Nokias erstes Android-Gerät. Auf dem Mobile World Congress im Februar zeigte der Hersteller bereits seine Nokia X-Serie. Hierbei handelte es sich um günstige Einsteiger-Smartphones, die mit einer stark angepassten Version von Googles Handy-OS ausgestattet waren. Der Startbildschirm war im Windows Phone-Stil gestaltet, und statt den Google-Diensten erhielt der Nutzer Zugriff auf diverse Services von Microsoft und Nokia. Auch im Tablet-Bereich hat das Unternehmen bereits Erfahrung - wie etwa das Nokia Lumia 2520 beweist.

    Es gab in der Vergangenheit bereits öfters Gerüchte, dass Nokia sein hauseigenes Betriebssystem Symbian für Android aufgeben würde. Stattdessen entschied sich Nokia-Chef Stephen Elop 2011 jedoch gegen einen Wechsel zu Android und strebte eine enge Kooperation mit Microsoft an - pikanterweise sein damals ehemaliger Arbeitgeber. Heute ist Elop übrigens wieder in Redmond tätig und leitet im Konzern die ehemalige Handy-Sparte der Finnen.

    Lust auf das Tablet bekommen? Dann müsst ihr euch noch etwas gedulden. Das Nokia N1 soll erst im ersten Quartal 2015 erscheinen - zunächst in China, hier wird das Tablet am 7. Januar in den Handel kommen. Später in 2015 soll es dann auch in anderen Märkten erhältlich sein. Der Preis soll bei 249 US-Dollar zuzüglich Steuern liegen. Interessenten können sich aber auf der N1-Webseite bereits vormerken lassen.

    Alle Infos, News sowie erste Kurztest von neuen Smartphones und Smartwatches vom Mobile World Congress 2015, haben wir für euch auf dieser Seite zusammengefasst.

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