Microbot Push: Ein Roboterknopf für das Smart Home

Knöpfchen muss man haben...

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von Dirk Hottes
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Selten bereiten so kleine Geräte so viel Spaß. Der Microbot Push ist so ein Gerät. Der Funktionsumfang ist minimal - der kleine Bot drückt einen Knopf - aber die Möglichkeiten im Smart-Home sind umso gigantischer. Denn oft genug befinden sich im Haushalt Geräte, die sich per schaltbarer Steckdose nicht schalten lassen.

Die teure Kaffemaschine ist so ein Exemplar. Sie kostet eine Stange Geld, lässt sich aber nicht per Steckdose einschalten. Nimmt man der Maschine den Strom, geht sie natürlich aus. Schaltet man diesen wieder ein, liegt zwar Strom an, die Maschine muss aber trotzdem am elektronischen Schalter eingeschaltet werden.

Microbot Push
Microbot Push (Quelle: Naran)

Hier springt der Microbot Push ein. Er macht genau das, was sonst ein Mensch machen würde: Er drückt den Powerschalter und zwar physikalisch. In ihm befindet sich ein Motor, der einen kleinen Stempel bewegt. Bis zu zehn Millimeter Hubhöhe hat dieser und drückt mit knapp 20 Newton jeden beliebigen Knopf. Die Hubhöhe könnt ihr in der App später einstellen, alternativ helfen Abstandhalter beim richtigen Ausrichten des Microbots. Die angebenen 20 Newton entsprechen in etwa einem Druck von 1,6 Kilogramm, sollten also in den meisten Fällen ausreichen.

Da der Microbot Push per Bluetooth LE kommuniziert, könnt ihr ihn als Einzelgerät verwenden und per Smartphone steuern. Allerdings setzt das voraus, dass ihr euch in der Nähe des Microbots befindet. Das mag in manchen Anwendungsfällen in Ordnung sein, richtig viel Spaß macht der Microbot in Kombination mit "Prota S", dem Gateway für die Microbots. Dieser Mini-Rechner (7,6cm x 7,6cm x 0,5cm) ist speziell auf die Microbots zugeschnitten und steuert diese, sobald sie angelernt wurden. Eine Fernsteuerung von unterwegs ist damit problemlos möglich. Zusätzlich bieten Apps die Möglichkeit, dem Hub Intelligenz einzuhauchen. Auf dem Prota S passiert das in Form von "Stories", einer Art kleiner Makros.

Prota S

Wer keine Lust auf das Gateway hat, kann sich die Software "Prota Pi" runterladen und - wie der Name schon verrät - auf einem Rasperry PI installieren. Der Funktionsumfang ist in etwa der gleiche, wobei aufgrund der Hardware einige Abstriche in Kauf genommen werden müssen, dafür aber die GPIOs des Rasperrys direkt angesprochen werden können.

Den vorhandenen Mini-HDMI-Port haben wir im ersten Test nicht ausprobiert, allerdings soll es in Zukunft möglich sein diesen beispielsweise als Zuspieler für den Fernseher zu verwenden. Geplant ist sowohl eine Miracast- als auch eine Airplay-Unterstützung.

Jetzt ist Siri am Drücker

Die Einrichtung läuft ein bisschen unrund, hier sollte dem Prota S und dem Microbot genügend Zeit eingeräumt werden, bis Updates und Einstellungen aktualisiert wurden. Einmal eingerichtet, funktionieren die Microbots allerdings tadellos. In der kleinen Animation könnt ihr sehen, wie wir dem Microbot per Siri Befehle geben.

Hierfür haben wir unserer Homebridge-Installation einen "HTTP-Schalter" spendiert. Das Plugin simuliert einen Schalter, welcher per Url-Aufruf gesteuert werden kann. Auf dem Prota S gibt es das dazu passende Gegenstück, welches es uns ermöglicht den Microbot Push von außen via Webhook zu steuern. Das klappt auch umgedreht: Wird der Microbot Push gedrückt, kann dieser eine Url aufrufen. Als Story auf dem Prota S eingerichtet und das Homebridge-Plugin entsprechend konfiguriert ergibt das eine nette Ergänzung für das smarte Zuhause.

Preislich bewegt sich der Prota S bei rund 90 Euro, ein Microbot Push schlägt mit 55 Euro zu Buche. Erhältlich sind diese bei Amazon.

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