LAN-Zugriff via VPN und NAS: Sicherer Tunnel zum eigenen Heimnetz

Von überall auf der Welt im heimischen Netzwerk arbeiten

von Mirco Lang
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Über eine VPN-Verbindung baut ihr eine sichere Leitung in euer Heimnetzwerk auf. So könnt ihr auch unterwegs auf alle Geräte, Server und Daten im LAN zugreifen, ganz so als säßet ihr daheim auf der Couch. Wir zeigen euch wie ihr den Server und die Clients für Windows und Android einrichtet.

Per VPN greift ihr von überall auf der Welt sicher auf euer NAS zu.
Per VPN greift ihr von überall auf der Welt sicher auf euer NAS zu. (Quelle: Andreus/depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. VPN auf dem Server starten
  2. Optionen für VPN
  3. VPN-Client unter Windows nutzen
  4. VPN-Client unter Android nutzen

Wenn Ihr aus der Ferne auf euer komplettes Heimnetzwerk zugreifen wollt, auf alle Ordner- und Dateifreigaben, alle Geräte und alle Server und Dienste, könnt ihr das über ein Virtual Private Network (VPN) erledigen. Über ein VPN erstellt ihr eine sichere, verschlüsselte Verbindung mit dem NAS über das Internet - einmal verbunden, verhält sich euer Client-Rechner so, als ob er daheim im Netzwerk hinge. Nach außen habt ihr so auch dieselbe IP-Adresse wie der Router zu Hause.

Wir zeigen euch, an Hand des QNAP 251+ wie ihr den VPN-Server aktiviert und konfiguriert und dann mit Clients von Windows und Android aus darauf zugreift. Natürlich funktioniert das Ganze genauso gut unter Linux, iOS oder macOS. Als VPN-Lösung kommt überall die Open Source Software OpenVPN zum Einsatz.

VPN auf dem Server starten

Für den VPN-Server genügen im Grunde zwei Häkchen und ein Download.
Für den VPN-Server genügen im Grunde zwei Häkchen und ein Download. (Quelle: Screenshot)

Den Server findet ihr auf dem QNAP unter Systemsteuerung/Anwendungen. Eine gemeine Fehlerquelle: Aktiviert zunächst oben den Point-to-Point-Tunneling-Protocol-Server (PPTP), die Einstellungen könnt ihr so belassen. Wenn ihr den PPTP-Server nicht startet, funktioniert die OpenVPN-Verbindung lediglich unverschlüsselt!

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Aktiviert nun den OpenVPN-Server. Auch hier könnt ihr die Vorgaben so stehen lassen, allerdings lohnt es sich, die erweiterten Optionen zumindest mal anzuschauen. Hier seht ihr nämlich den Port 1194, über den OpenVPN kommuniziert. Und für diesen Port müsst ihr eine Weiterleitung im Router einrichten.

Optionen für VPN

Der IP-Adressbereich sagt übrigens nur, welche Adressen die Clients zugewiesen bekommen. Wenn euer VPN-Client im selben Adressbereich liegen soll wie alle anderen Geräte daheim im Netzwerk, könnt ihr hier entsprechend auf 192.168.178.X, also den Fritzbox-Standard abändern. Wenn ihr fertig seid, speichert die Änderungen und ladet das Zertifikat herunter. Dabei handelt es sich um ein ZIP-Archiv mit einer kurzen Anleitung, einer OpenVPN-Konfigurationsdatei (openvpn.ovpn) und dem eigentlichen Zertifikat (ca.crt) - die beiden letzteren benötigt ihr für die Clients.

Öffnet die OVPN-Datei mit einem Texteditor. Unter dem Punkt "remote" steht hier standardmäßig die MyQNAP-Adresse. Diese müsst ihr ersetzen: Entweder durch eure aktuelle IP-Adresse (empfiehlt sich zum Testen) oder eine dynamische Domain-Name-Service-Adresse - wie ihr Dynamic DNS einrichtet, zeigen wir euch im Artikel "Cloud im Eigenbau: So richtet ihr einen Fernzugriff auf euer NAS ein"

Zu guter Letzt könnt ihr über den Reiter "Privilegieneinstellungen" noch eigene VPN-Nutzer einrichten. Der Admin-Zugang des NAS ist natürlich schon angelegt und auch hier solltet ihr erst einmal damit testen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Netzwerk, Android, Smartphone, Windows, VPN und NAS versehen.

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