NAS als USB-Server im LAN nutzen: So geht's

So wird der Netzwerkspeicher zum USB-Hub

von Mirco Lang
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Ein NAS-System kann mit einem USB-Server als USB-Hub für das ganze Netzwerk fungieren. Statt Webcams, Drucker oder Gamepads ständig umzustöpseln, könnt ihr sie am NAS anschließen und dann anschließend auf Laptop & Co. genauso nutzen, ganz so als wären sie lokal angeschlossen. Netzwelt erklärt euch, wie ihr einen USB-Server einrichtet und was es zu beachten gilt.

Das NAS kann auch als USB-Hub fungieren.
Das NAS kann auch als USB-Hub fungieren. (Quelle: netzwelt/Mirco Lang)

NAS-Systeme haben normalerweise mehrere USB-Anschlüsse, die ihr vermutlich für weitere Speichermedien verwendet, etwa für Backups, als Erweiterung oder schlicht, um mal eben Daten von einem USB-Stick zu überspielen. Vielleicht hat der eine oder andere sogar einen Drucker eingerichtet.

Einsatzzwecke

Wenn auf dem Netzwerkspeicher jedoch ein USB-Server läuft, könnt ihr jedes beliebige USB-Gerät anschließen und dann an jedem Rechner im Heimnetzwerk so nutzen, als ob es direkt daran angeschlossen wäre. Das NAS wird quasi zu einem großen USB-Hub. Da USB-Signal wird 1:1 zum Rechner durchgeschleift, auf dem natürlich ein entsprechender Client laufen muss.

Und dafür gibt es reichlich Einsatzzwecke: Zum einen können sich so alle Teilnehmer im Netz ein Gerät teilen, also zum Beispiel einen nicht netzwerkfähigen Drucker oder Scanner. Zum anderen lassen sich große USB-Geräte aus dem häufig kleinen Büro auslagern, wenn das NAS zum Beispiel in der Diele oder dem Gästezimmer steht.

USB-Server installieren

Der USB-Server muss nur installiert werden und läuft dann ohne weiteres Zutun.
Der USB-Server muss nur installiert werden und läuft dann ohne weiteres Zutun. (Quelle: Screenshot Virtual Here)

Auf unserem Beispielgerät QNAP 251+ lässt sich aus dem AppCenter der USB-Server VirtualHere installieren - und mit der Installation ist es tatsächlich schon getan, es gibt hier keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Anschließend besorgt ihr euch den passenden Client für Windows, OS X oder Linux von der VirtualHere-Homepage und installiert das kostenlose Werkzeug. Dieses nistet sich lediglich mit einem Icon im Tray ein - ruft es über das Kontextmenü und den Punkt "show" auf.

Der Windows-Client ist angenehm minimalistisch und listet schlicht die verfügbaren Geräte auf.
Der Windows-Client ist angenehm minimalistisch und listet schlicht die verfügbaren Geräte auf. (Quelle: Screenshot VirtualHere)

Jetzt könnt ihr beliebige USB-Geräte an das NAS anschließen und prompt erscheinen sie im VirtualHere-Fenster. Per Doppelklick oder Kontextmenü aktiviert ihr sie dann für den lokalen Rechner. Daraufhin werden ein paar Treiber installiert und nach ein paar Sekunden "denkt" euer Computer, das USB-Gerät hinge ganz normal an einem lokalen USB-Anschluss.

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Wenn ihr jetzt auf ein zweites Gerät doppelklickt, seht ihr aber auch die Crux an der ganzen Sache: Der Server ist leider nur eine Trial-Version, mit der sich nur ein USB-Gerät nutzen lässt. Für drei weitere Geräte werden 39 US-Dollar (circa 36 Euro), für beliebig viele 49 US-Dollar (circa 45 Euro) fällig. Den Server gibt es für NAS-Systeme verschiedener Hersteller wie etwa QNAP, Synology- Asustor, Netgear ReadyNAS und Western Digital MyCloud.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Server, USB und NAS versehen.

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