Vom NAS ins Ohr: Musik-Streaming im LAN

Musik-Streaming mit QNAP

von Mirco Lang
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Viele Wege führen nach Rom und vermutlich noch mehr zur Beschallung aller Räume und Geräte: Mit einem NAS und einem Smartphone habt ihr schon die halbe Miete - und eure Wunschmusik immer nur einen Klick entfernt.

Vom NAS ins Ohr: Mit unseren Tipps streamt ihr eure Musik aus dem Heimnetzwerk bis in den Garten!
Vom NAS ins Ohr: Mit unseren Tipps streamt ihr eure Musik aus dem Heimnetzwerk bis in den Garten! (Quelle: ArturVerkhovetskiy/depositphotos.com)

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Musik im Heimnetz zu verteilen. Wer einen Network-Attached-Storage-Server (NAS) betreibt, hat es besonders einfach - zumal sich dann auch relativ einfach nicht nur ins Heimnetz, sondern auch über das Internet Musik streamen lässt. Für unser Beispiel spielen wir das ganze mit einem QNAP-251+-Server durch, aber mit Synology & Co. funktioniert es nahezu genauso. Vielfältiger wird es dann auf Player-Seite, denn zugreifen könnt ihr auf die Musik-Streams des NAS mit nahezu beliebigen Geräten und Apps.

Server aktivieren, Ordner auswählen - fertig ist der Streaming-Service.
Server aktivieren, Ordner auswählen - fertig ist der Streaming-Service.

Als Vorarbeit müsst ihr im QNAP-Betriebssystem QTS den Digital-Living-Network-Alliance-Server (DLNA) unter "Systemsteuerung/DLNA Medienserver" aktivieren. Direkt darunter findet ihr den Punkt "Multimedia-Management". Dort richtet ihr unter dem Reiter "Medienordner" eure Musik-Ordner ein, sofern ihr nicht QNAPs Standard-Ordner verwendet, die dort bereits vorgegeben sind. Wechselt dann zum Reiter "Medienbibliothek" und führt einen manuellen Scan durch, um die Musikbibliothek auf den neuesten Stand zu bringen. Damit ist die Server-Seite abgeschlossen - testet am besten direkt unter der QTS-Oberfläche, ob alles funktioniert, indem ihr die Music Station aufruft und ihr ein paar Takte entlockt.

Zugriff auf den Stream

Jetzt habt ihr die Qual der Wahl, wie ihr auf den Stream zugreifen wollt. Eine Option, die von jedem Gerät aus klappt, ist der Browser: Meldet euch einfach am NAS an und verwendet wie eben beim Testen die Music Station. Spätestens auf dem Handy ist das aber nicht unbedingt komfortabel - die einfachste Lösung hier: QNAPs eigene Music-Station-App, die ihr aus Google Play installieren könnt.

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Hier genügt die Anmeldung mit einem der Nutzerkonten und schon habt ihr einen recht hübschen Player zur Verfügung. Allerdings neigt die Music Station zu allerlei Problemen mit der Authentifizierung - hier zumindest wird das Admin-Konto gar nicht akzeptiert und ein eigens angelegtes Nutzerkonto zeigt zwar Alben und Künstler, jedoch keine Lieder. Am besten probiert ihr die Variante Music Station dennoch aus - wenn es funktioniert, ist es gut.

Aber ihr seid nicht auf die Music Station angewiesen, schließlich ist DLNA ein verbreiteter Standard und es gibt viele Apps, die darauf zugreifen können. Sucht einfach im Store nach DLNA- oder Universal-Plug-And-Play-Apps (UPnP). Für Android ist beispielsweise UPnPlay eine sehr gute Wahl. Nach dem Start wählt ihr zunächst die Bibliothek. Hier werden euch zumindest "Lokale Medien" und eben euer QNAP-NAS angezeigt; laufen weitere DLNA-Server im Netz, beispielsweise eine Kodi-Installation, tauchen auch diese auf.

Nach der NAS-Wahl bestimmt ihr einen so genannten Renderer - und hier kommt der ganze DLNA-Spaß auf den Plan: Der Renderer ist das Abspielgerät. Bei DLNA wird zwischen Renderer, Server und Control Point/Fernbedienung unterschieden. Der Renderer könnte also der lokale Player des Android-Smartphones sein oder aber auch ein beliebiger anderer DLNA-Renderer im Netz (zum Beispiel wieder Kodi).

UPnPlay unter Android ist ein wunderbar universeller Kontrollpunkt für Multimediaserver aller Art.
UPnPlay unter Android ist ein wunderbar universeller Kontrollpunkt für Multimediaserver aller Art.

Das hat einen ganz einfachen Vorteil: Das NAS verwaltet und streamt die Musik, das Smartphone steuert die Musik und für das Abspielen könnt ihr mehrere Renderer ins Netz hängen, also beispielsweise Raspberry Pis mit Kodi an Fernseher und Stereoanlage, Bluray-Player mit DLNA-Funktion oder natürlich auch Media-Software auf ganz normalen Rechnern. So lässt sich das Zuhause wunderbar vielfältig beschallen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Audio & Musik, Musik-Streaming-Vergleich: Die 10 besten Anbieter im Test und NAS versehen.

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