Panasonic Lumix DMC-TZ5 im Test: Zoominator

10-facher Zoom und intelligente Automatik

von Jan Johannsen

Die Lumix DMC-TZ5 von Panasonic will mit zehnfachem Zoom und intelligenter Automatik die Herzen aller gewinnen, denen ein dreifacher Zoom zu wenig ist. Ob es ihr gelingt? Als weitere schlagende Argumente bringt sie HD-Video-Funktionen und 23 Aufnahmemodi mit.

Inhaltsverzeichnis

  1. Technik
  2. Praxis
  3. Fazit

Die Lumix DMC-TZ5 von Panasonic hat einen zehnfachen Zoom und startet mit einem Weitwinkel von 28 Millimetern. Die intelligente Automatik soll Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen das Fotografieren erleichtern. Netzwelt hat die TZ5 unter die Lupe genommen.

Technik

Die technischen Daten klingen vielversprechend. Der CCD-Sensor schafft mit seinen 2,33 Zoll effektive 9,1 Megapixel. Im 4:3-Format liegt die maximale Auflösung bei 3.456 x 2.592 Pixeln. 2:3 und 16:9 stehen als Formate ebenfalls zur Auswahl. Das Objektiv von Leica bietet einen zehnfachen Zoom mit Weitwinkel.

Umgerechnet auf das Kleinbildformat beträgt die Brennweite 28 bis 280 Millimeter. Als Sucher dient das Display mit seiner Bilddiagonalen von drei Zoll und einer Auflösung von 430.000 Pixeln. Ein optischer Bildstabilisator hilft bei dunklen Lichtverhältnissen länger scharfe Fotos zu machen.

Die Lichtempfindlichkeit reicht von 100 bis 1.600 ISO, im Hochempfindlichkeitsmodus sind sogar bis zu 6.400 ISO möglich. Neben Fotos kann die TZ5 auch Videos aufnehmen. Im HD-Format sind maximal 1.280 x 720 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde möglich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 399 Euro

Panasonic Lumix DMC-TZ5

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Fünf verschiedene Aufnahme-Modi stehen zur Auswahl. Die Intelligente Automatik nimmt dem Fotografen jede Entscheidung ab und erlaubt nur wenige Einstellungsveränderungen. Im Normalbild-Modus speichert die TZ5 deutlich mehr benutzerspezifische Einstellungen. Der Szenen-Modus verspricht 23 verschiedene Situationen optimal in Szene zu setzen.

Panasonic Lumix DMC-TZ5
Panasonic Lumix DMC-TZ5

Zur Auswahl stehen unter anderem Selbstporträt, Sport, Kerzenlicht, Tier, Schnee und Nachtporträt. Der Bewegtbild-Modus ist die Filmfunktion der TZ5 und der Clipboard-Modus legt Fotos mit nur einem oder zwei Megapixeln im internen Speicher als Notiz ab. Kurze Tonmemos zu den Bildern sind möglich.

Der Blitz bietet ebenfalls fünf verschiedene Modi an. Als Standard ist die Auto-Einstellung zu empfehlen. Die Kamera entscheidet dann selbst, ob ein Blitz nötig ist oder nicht. Alternativ kann der Blitz auch gezwungen werden immer auszulösen. Beide Modi können um eine Rote-Augen-Reduzierung ergänzt werden. Für nächtliche Porträtaufnahmen ist die Langzeit-Synchronisation mit Rote-Augen-Reduzierung gedacht. Natürlich kann der Blitz auch ganz ausgeschaltet werden.

Praxis

Die intelligente Automatik schaltet bei nahen Motiven automatisch in den Makro-Modus.
Die intelligente Automatik schaltet bei nahen Motiven automatisch in den Makro-Modus.

Bei der Auswahl des gewünschten Aufnahmemodus irritiert zuerst das nicht komplett genutzte Wahlrädchen. Nur die Hälfte ist mit den zur Auswahl stehenden Modi belegt, der Rest ist leer und ohne jede Funktion. Nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt und wählt sicher den gewünschten Modus.

Die intelligente Automatik bietet sich an, wenn man Schnappschüsse machen und nicht viele Gedanken an Belichtungszeit, Blende und Lichtempfindlichkeit verschwenden will. Sie arbeitet sehr gut und erkennt fast alle Motive richtig. Nur in Extremsituationen kommt sie an ihre Grenzen. Für alltägliche Schnappschüsse ist sie optimal und das Fotografieren wird erheblich vereinfacht.

Aufnahme mit der Multi-Aspekt-Funktion: ein Bild - drei Formate
Aufnahme mit der Multi-Aspekt-Funktion: ein Bild - drei Formate

Die Gesichtserkennung der TZ5 arbeitet zuverlässig. Gesichter werden bereits im Profil erkannt. Nur einmal im Test reagierte sie auf etwas anderes als ein Gesicht. Sie erkannte unklärlicherweise einen Teil der Computertastatur als Gesicht.

Die Kamera hat drei verschiedene Bild-Formate im Angebot. Der Fotograf hat die Wahl zwischen Seitenverhältnissen von 4:3, 3:2 und 16:9. Bei der Entscheidung über das optimale Seitenverhältnis sollte neben dem Motiv auch die Hauptnutzung des Bildes eine wichtige Rolle spielen. Für Papierabzüge, etwa in der Größe 15 x 10 Zentimeter, ist das 3:2-Format optimal. Das 16:9-Format ist dafür denkbar ungünstig, für Dia-Shows auf einem HD-Fernseher ist es umso besser geeignet. Wer sich überhaupt nicht entscheiden kann, ist froh über den Multi-Aspekt-Aufnahmemodus. Mit einem Druck auf den Auslöser wird das aktuelle Foto in allen drei Formaten aufgenommen.

Der Zoom ist angenehm zu steuern. Zwar ist er nicht ganz stufenlos, viele Zwischenschritte erlauben dennoch eine ziemlich genaue Steuerung. Der große Weitwinkel von 28 Millimetern und der zehnfache Zoom sorgen für zahlreiche Variationen in der Motivwahl.

Gleicher Standort, gleiches Bild, nur mit zehnfachem Zoom (280 mm)
Gleicher Standort, gleiches Bild, nur mit zehnfachem Zoom (280 mm)

Beim Filmen ist der Zoom verlangsamt, dafür die gesamte Zeit über scharf fokussiert. Außerdem nimmt die TZ5 im Gegensatz zu anderen Kameras auch bei Objektivbewegung weiterhin Ton auf. Beim späteren Anschauen der Videos freuen sich Auge und Ohr.

Schon bei ISO 400 ist das Bildrauschen deutlich zu erkennen. Werden die Bilder nicht in 100 Prozent Größe betrachtet oder verarbeitet, kann noch gut über das Rauschen hinweg gesehen werden. Bei ISO 1600 ist das Rauschen so stark, dass es in jedem Fall auffällt.

Bildausschnitt im Weitwinkel (28mm)
Bildausschnitt im Weitwinkel (28mm)

In der intelligenten Automatik hat man die Lichtempfindlichkeit nicht unter Kontrolle, was zu bösen Überraschungen führen kann. Auf dem Display der Kamera sieht das Bild noch schön aus. Erst auf dem Bildschirm des Computers fällt auf, dass die Automatik den ISO-Wert hochgeschraubt hat, um eine annehmbare Belichtungszeit zu erreichen. Das Bild ist dann zwar scharf fokussiert, aber möglicherweise mit starkem Rauschen und geringer Schärfentiefe versehen.

Fazit

Die Lumix DMC-TZ5 ist eine brauchbare Kamera. Ihr größtes Manko ist die fehlende Möglichkeit Belichtungswerte manuell einzustellen. Panasonic empfiehlt einen Verkaufspreis von 399 Euro. Wenn die Kamera etwa 25 Prozent günstiger geworden ist, ist sie für alle eine Überlegung wert, die gerne Schnappschüsse machen wollen und noch ein paar Monate auf einen zehnfachen Zoom warten können. Wer selbst die Belichtungszeit festlegen will, sollte von der TZ5 lieber die Finger lassen.

Panasonic DMC-TZ5
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