Olympus µ 850 SW im Test: Robust und Wasserdicht

Unternehmungslustige Kamera für Strandausflüge und Paddeltouren

von Jan Johannsen

Die µ 850 SW von Olympus ist eine Digitalkamera für Unternehmungslustige und Familien. Sie ist nicht nur bis drei Meter Tiefe wasserdicht, sondern übersteht auch Stürze aus 1,5 Metern Höhe unbeschadet. Netzwelt hat es überprüft.

Inhaltsverzeichnis

  1. Härtetest unter Wasser und im freien Fall
  2. Technik und Bedienung
  3. Fazit

Unser Testgerät war pink. Uns stört das wenig, es freut uns sogar ein wenig. So kommt mal etwas Farbe jenseits von Schwarz und Silber in die Fotogalerien unserer Digitalkamera-Tests. Allen, den die Farbe nicht zusagt, sei aber zur Beruhigung gesagt, dass es die Olympus µ 850 SW auch in den Farben "Midnight Black" und "Starry Silver" gibt.

Härtetest unter Wasser und im freien Fall

Da Olympus die µ 850 SW mit ihrer Wasserbeständigkeit und der großen Stabilität gegenüber Stürzen bewirbt, lag auf diesen Punkten natürlich auch das Hauptaugenmerk unseres Tests.

Die Wasserbeständigkeit überprüften wir auf verschiedene Weise. Als ersten kleinen Test simulierten wir Regen mit Hilfe einer Gießkanne. Danach gab die mit Wassertropfen verzierte Kamera selber ein schönes Motiv in der Sonne ab, zeigte sich aber vom Regen unbeeindruckt. Auch auf der Linse blieben keine Wassertropfen zurück.

Die Steigerung des Regens war eine mit Wasser gefüllte Vase. In sie musste die µ 850 SW komplett eintauchen und dabei ihren Untergang auch noch selbst filmen. Dies tat sie mit Bravour, einzig die Aussicht aus dem Wasser ist etwas verschwommen.

Kein Fehler der Kamera - dass die Wasseroberfläche das Licht bricht, ist halt ein Naturgesetz. Die Lichtbrechung sollte man auch bedenken, wenn man aus dem Wasser heraus fotografieren möchte. So kann man sich die Bildverzerrung mit Filtern ersparen.

Der dritte Test war ein Bad in der Badewanne. Die Bilder haben einen Grünstich erhalten, den die Anti-Rutscheinlage der Wanne zu verantworten hat. Auch in diesem Test funktionierte die Kamera problemlos. Wasser drang nicht in sie ein.

Beim Filmen oder Fotografieren unter Wasser hängt die Bildqualität jedoch stark von der Wasserqualität ab. In unseren heimischen Gewässern, egal ob Badesee, Fluss, Nord- oder Ostsse, ist das Wasser nur selten so klar wie im Freibad oder in den paradiesischen Schnorchelgewässern der Südsee. Von daher sollte man von einer Unterwasserkamera nicht zu viel erwarten.

Ein kleines Manko war nach den Unterwasseraufnahmen auszumachen. Unter dem Verschlussdeckel des Objektivs bildete sich Kondenswasser. Damit dieses nicht die Freude am nächsten Foto stört, sollte man darauf achten, trotz möglicher Stromsparautomatik dem Objektiv nach Tauchgängen genug Zeit zum Trocknen zu gönnen.

Technik und Bedienung

Im Lieferumfang der Olympus µ 850 SW befinden sich Akku, Ladegerät, USB- und A/V-Kabel, Trageriemen, ein Adapter für microSD-Karten, Handbücher und CDs mit Software.

Der CCD-Sensor mit seinen 1/2,35 Zoll verfügt über eine Auflösung von acht Megapixeln. Das Objektiv fährt nicht aus dem Gehäuse aus, hat aber trotzdem einen dreifachen Zoom zu bieten. Die Brennweite von 6,7 bis 20,1 Millimetern entspricht im Kleinbildformat 38 bis 114 Millimetern.

Der Bildschirm auf der Rückseite der Kamera misst 2,5 Zoll und verfügt über eine Auflösung von 230.000 Pixeln. Er dient als Sucher und ist auch unter Wasser noch gut zu erkennen, sofern man selbst mit eingetaucht ist. Auf ihm finden auch sämtliche Einstellungen der Kamera statt. Die Navigation durch das Menü und auch die Auswahl der verschiedenen möglichen Kameraeinstellungen ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Sowohl Akku und Speicherkarte als auch der Mini-USB-Anschluss sind durch dicke und extra mit Gummi abgedichtete Abdeckungen vor Wasser und Staub geschützt. Bei Videoaufzeichnungen, bei denen der Ton eine Rolle spielt, sollte man drauf achten, dass Mikrofon, welches unverständlicherweise an der rechten Seite der Kamera angebracht ist, nicht zu verdecken. Vor allem Rechtshänder dämpfen beim Halten der Kamera den Ton.

24 voreingestellte Aufnahmeprogramme sollen für verschiedenste Anlässe die optimalen Einstellungen liefern. Die Funktion "Aufnehmen und Auswählen" erlaubt Serienbilder in schneller Reihenfolge, die aber leider nur eine geringe Bildqualität aufweisen. Im Nachhinein bietet die Kamera neun verschiedene Möglichkeiten, die gemachten Aufnahmen direkt zu bearbeiten.

Über einen einfachen Knopfdruck und eine kurze Bestätigung aktiviert man die Gegenlichtkorrektur in der Kamera. Ihre Auswirkungen sind minimal, lassen die gemachten Bilder aber deutlich angenehmer ausgeleuchtet erscheinen. Viele Schatten werden aufgehellt, was vor allem beim Fotografieren in Räumen oder bei starkem Sonnenlicht und entsprechend vielen Schatten hilfreich ist.

Olympus µ 850 SW - Gießkannentest

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Fazit

Die Olympus µ 850 SW hält, was der Hersteller verspricht. Sie ist robust und wasserdicht. Damit wird sie zum idealen Begleiter nicht nur auf Outdoor-Touren, bei denen es nass werden kann. Auch für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit zwei linken Händen ist die stabile Kamera eine Überlegung wert.

Olympus µ 850 SW
6
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