DSLR Pentax K200D im Test: Für die erste Weltreise

Staub- und spritzwasserschütze digitale Spiegelreflexkamera für Einsteiger

von Jan Johannsen

Die K200D von Pentax ist eigentlich nicht explizit für Einsteiger gedacht. Aber der aktuell günstige Preis macht die digitale Spiegelreflexkamera für alle interessant, die Wert auf Schutz vor Staub und Wasser legen.

Pentax hatte seine digitale Spiegelreflexkamera K200D preislich ursprünglich nicht im Einsteigerbereich angesiedelt. Der Preisverfall innerhalb von einem Dreivierteljahr macht sie jedoch auch für Einsteiger interessant. Nicht nur für sie hat Pentax zahlreiche Dichtungen zum Schutz vor Staub und Wasser in die Kamera eingebaut. Netzwelt hat die K200D zusammen mit einem Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern getestet.

Umweltschutz mal anders: Technik vor Umwelteinflüssen geschützt

Insgesamt 60 Dichtungen schützen laut Hersteller Pentax die Technik in der K200D vor dem Eindringen von Wasser und Staub. Sollte sich doch einmal Staub auf dem CCD-Bildsensor mit einer Auflösung von 10,2 Megapixeln ablegen, kann ihn die K200D auf Anweisung hin abschütteln. Wählt man die "Staubentfernung" im Menü aus, vibriert der Bildsensor und versucht so die störenden Partikel abzuschütteln. Ob die Reinigung erfolgreich war, lässt sich mit Hilfe des "Staubalarms" überprüfen.

Ebenfalls gut vor Wasser und Staub geschützt ist der optische Bildstabilisator in der K200D. Bei Pentax heißt die Technik "opto-magnetische Shake Reduction": Sensoren erkennen die Bewegungen der Kamera und gleichen sie in alle sechs möglichen Bewegungsrichtungen aus (links und rechts, hoch und runter, vor und zurück).

Fotos auf Verdacht: Zwischenspeicher für Testaufnahmen

Die Pentax K200D besitzt einen Zwischenspeicher. Dieser erlaubt es Aufnahmen unter Vorbehalt zu machen. Sind Motiv oder Belichtungseinstellungen noch nicht optimal, kann man das Bild einfach überschreiben, ohne die Speicherkarte beansprucht zu haben. Gefällt die temporäre Testaufnahme, speichert ein Druck auf die Funktionstaste ("Fn") sie auf der SD-Speicherkarte.

DSLR-Kit: Pentax K200D

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Wenn die Fn-Taste nicht gerade dazu dient, Fotos zu speichern, aktiviert sie weitere Funktionen der Cursortasten. So lässt sich mit wenigen Tastendrücken die Lichtempfindlichkeit, der Weißabgleich sowie der Blitz- und der Aufnahmemodus auswählen.

Weltweite Stromversorgung: AA statt Akku

Ihren Strom bezieht die Pentax K200D nicht aus einem Akku, sondern aus vier Batterien oder Akkus vom Typ "AA". Das sind die Batterien mit 1,5 Volt, von denen eigentlich jeder welche zu Hause herumliegen hat, weil man sie immer wieder benötigt. Was für den einen wie ein Rückschritt aussieht, mag für den anderen ein großer Vorteil sein. Auf der ganzen Welt sollte es kein Problem sein, neue Batterien für die K200D zu erhalten - egal ob im Tante-Emma-Laden in Castrop-Rauxel, am Flughafen von Bangkok oder beim Straßenhändler in Santiago de Chile. Laut Pentax reichen vier hochwertige Lithium-Batterien für bis zu 1.100 Aufnahmen.

Weltenbummler stellt die K200D vor ein anderes Problem. Im netzwelt-Vergleichstest von fünf DSLR-Einsteigermodellen ist sie die schwerste Kombination aus Kamera, Objektiv und Akku, beziehungsweise Batterien. Sie bringt insgesamt 981 Gramm auf die Waage.

Bedienung

Die K200D von Pentax liegt trotz ihres hohen Gewichts gut in der Hand. Die Bedienelemente sind so positioniert, dass sich alle wichtigen Einstellungen wie Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert, Aufnahmemodus oder Blitzart sogar mit einer Hand vornehmen lassen. Für die Bedienung des Wahlrades, die Bildwiedergabe, das Menü oder einer Anzeige der ausführlichen Informationen ist die zweite Hand nötig.

Für Bildwiedergabe und Informationsanzeige dient das 2,7 Zoll große Display auf der Rückseite der K200D. Als Sucher im Live View-Modus fungiert das Display nicht, denn Pentax hat bei der K200D auf ihn verzichtet.

Damit man zur Überprüfung seiner Einstellungen nicht immer das rückseitige Display beleuchten oder in den Sucher schauen muss, hat Pentax rechts neben dem Blitz auf der Oberseite ein weiteres Display angebracht. Auf dem zweifarbigen Display hat man ständig den aktuellen Akkustand, die Blendenöffnung, die Belichtungszeit sowie den Blitz- und Aufnahmemodus vor Augen. Sehr präsent ist auch die Angabe, wie viele Fotos noch ungefähr auf der Speicherkarte Platz finden.

Die Lichtempfindlichkeit reicht von 100 bis 1.600 ISO, die Belichtungszeit von 1/4000 bis 30 Sekunden. Darüber hinaus besitzt die Pentax K200D einen Bulb-Modus. Dieser wird direkt über das Wahlrad aktiviert. In ihm belichtet die Kamera so lange, wie der Auslöser gehalten wird.

Zusätzlich zu den sechs Szenemodi auf dem Wahlrad stehen acht weitere Aufnahmemodi unter dem Kürzel "SCN" zur Auswahl. Darunter ein "Museumsmodus" für Aufnahmen an Orten, wo die Benutzung eines Blitzlichts verboten ist.

Fazit

Die Pentax K200D bietet einige Funktionen, die anderen Einsteigermodellen in die digitale Spiegelreflexfotografie fehlen, wie zum Beispiel der gute Schutz vor Staub und Wasser oder der Zwischenspeicher für Testbilder. Ebenfalls für die K200D spricht ihr integrierter Bildstabilisator, auf einen Live View-Modus muss man bei ihr jedoch verzichten.

Die K200D ist gut verarbeitet und für Einsteiger leicht zu bedienen. Aber auch fortgeschrittene Fotografen finden genügend manuelle Einstellmöglichkeiten vor, um Aufnahmen ganz nach ihren Ideen anzufertigen. Die im Vergleich zu anderen Modellen hohe Qualität der Kamera macht sich auch in der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers bemerkbar. Sie liegt bei 799 Euro für das Set aus Kamera und 18-bis-55-Millimeter-Objektiv. Online-Shops bieten es jedoch schon für etwa 460 Euro an und befinden sich damit in einem Preisbereich, der die Kamera auch für Einsteiger interessant machen sollte. Konkurrenz droht aus dem eigenen Stall: Mit der zur Photokina 2008 vorgestellten K-m spricht Pentax explizit Einsteiger an.

Pentax K200D
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