Tauchroboter: Canon Powershot D10 im Test

10 Meter Tauchtiefe, 1,22 Meter Fallhöhe, Kältebeständig bis -10°C

von Jan Johannsen

Egal ob am sandigen Strand, in der verregneten Stadt oder auf der verschneiten Ski-Piste, die Powershot D10 von Canon ist eine Digitalkamera für technikfeindliche Umgebungen. Ihre maximale Tauchtiefe liegt bei zehn Metern.

Die Powershot D10 ist die erste Digitalkamera von Canon, die ohne eine spezielles Gehäuse Tauchgänge bis zu einer Wassertiefe von zehn Metern unbeschadet übersteht. Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,22 Metern können der robusten Outdoor-Kamera, die optisch an ein Tiefsee-U-Boot erinnert, nichts anhaben. Sie stellt ihre Arbeit zudem erst bei Temperaturen von unterhalb von -10 Grad Celsius ein.

Strand, Schnee und Stürze: Ja und?

Wasser und Sand: Der Strand ist nicht der ideale Ort für Digitalkameras. Aber nicht nur im Urlaub will so mancher auch in solch einer technikfeindlichen Umgebung nicht auf Fotos verzichten. Eine Digitalkamera, der weder Wasser noch Sand etwas anhaben können, ist die Powershot D10 von Canon.

Die D10 ist so gut abgedichtet, dass weder Sand noch Staub eindringen können und sogar der Wasserdruck in einer Tiefe von zehn Metern keinen Schaden anrichtet. Unter Wasser und auch im verregnetem Alltag stehen sämtliche Funktionen der Kamera zur Verfügung. Der Trageriemen, der sich an allen vier Ecken der Kamera einklicken lässt, sorgt dafür, dass die Powershot D10 beim Fotografen bleibt und nicht beim Schnorcheln aus Versehen auf den Grund sinkt.

Canon dichtet die Powershot D10 nicht nur gut ab, sondern baut sie insgesamt robust. Unsere Falltests aus der angegebenen maximalen Fallhöhe von 1,22 Metern ließen die Kamera unbeeindruckt. Das Gehäuse blieb unversehrt, Bauteile lösten sich nicht und sie funktioniert nach wie vor einwandfrei.

Brauchbare Bilder, aber starke Vignettierung bei Blitzaufnahmen

Canon verbaut in der Powershot D10 einen 1/2,3-Zoll-CCD-Bildsensor mit einer Auflösung von 12,1 Megapixeln sowie den hauseigenen DIGIC-4-Bildprozessor. Sie wandeln das Licht, das durch das Objektiv mit dreifachem Zoom einfällt, in brauchbare Bilder um. Allerdings weisen Blitzaufnahmen eine ziemlich starke Vignettierung auf. Davon abgesehen sind die Farben natürlich sowie die Kontraste klar.

Canon Powershot D10 im Test

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Das Bildrauschen setzt erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 ein und ist deutlich zu erkennen, wenn man das Bild in Originalgröße betrachtet. Bis ISO 800 sind die Fotos noch zu gebrauchen, wenn man sie verkleinert. Die ebenfalls noch von der Powershot D10 angebotenen ISO 1600 sind zu stark verrauscht und damit überflüssig.

Die Canon Powershot D10 zeichnet zwar keine Videos in HD-Auflösung auf, trotzdem sind die Filme mit einer Größe von bis zu 640 x 480 Bildpunkten gut zu gebrauchen. Störungen treten nicht auf und die Kamera findet auch bei Gegenlicht die richtigen Einstellungen. Verändert man während der Filmaufnahme die Brennweite, passt sich der Autofokus der Kamera dem veränderten Motiv nicht an.

Canon Powershot D10: Der Trageriemen lässt sich an jeder der vier Ecken der Kamera anbringen.
Canon Powershot D10: Der Trageriemen lässt sich an jeder der vier Ecken der Kamera anbringen.

Rundliches U-Boot mit gewöhnungsbedürftigen Tasten

Dass sich über Geschmack streiten lässt, beweist auch Canon mit der Powershot D10. Während die einen die rundliche Form für eine Unterwasserkamera passend finden, ist sie anderen zu verspielt. Das Design wäre an dieser Stelle aber nicht so wichtig, wenn es nicht direkten Einfluss auf die Handhabung der Kamera hätte - leider in negativer Form.

Selbst wenn die D10 gut in der Hand liegt, hat man wegen der rundlichen Form ständig das Gefühl, sie nicht richtig fest greifen zu können. Die Handschlaufe, die sich an allen vier Ecken der Kamera einklicken lässt, verbessert immerhin das Sicherheitsgefühl. Als weiterer Nachteil der Kamera erweisen sich die Tasten. Ihre Platzierung auf dem Kameragehäuse ist nicht optimal und sie sind teilweise nur schwer zu erreichen. Zudem sind die Druckpunkte sehr schwammig und liegen teilweise zu tief.

Fazit

Die Canon Powershot D10 ist eine robuste Digitalkamera, die auch in Situationen und an Orten Aufnahmen liefert, in und an denen herkömmliche Kameras besser nicht sein sollten. Ihre Ergebnisse in Form von bewegten und stehenden Bildern sind gut, allerdings trübt die unbequeme Handhabung den ansonsten positiven Eindruck der Kamera. In der Preisklasse rund um 300 Euro erhält man wasserdichte Digitalkameras von anderen Herstellern, die komfortabler zu bedienen sind.

Testbilder

Canon Powershot D10 Testbilder: Vollautomatik: ISO 125, 1/60 Sekunde, f2.8, Blitz (Achtung: Originalbild 1,5 Megabyte groß)
Canon Powershot D10 Testbilder: Vollautomatik: ISO 125, 1/60 Sekunde, f2.8, Blitz (Achtung: Originalbild 1,5 Megabyte groß)
Canon Powershot D10 Testbilder: Zimmerbeleuchtung: ISO 400, 1/80 Sekunde, f2.8, ohne Blitz (Achtung: Originalbild 1,5 Megabyte groß)
Canon Powershot D10 Testbilder: Zimmerbeleuchtung: ISO 400, 1/80 Sekunde, f2.8, ohne Blitz (Achtung: Originalbild 1,5 Megabyte groß)
Canon Powershot D10
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