Sony HX1 im Test: 20-facher Zoom und Full-HD-Videos

Bridgekamera mit beweglichem Bildschirm

von Jan Johannsen

Große Brennweite, großer Bildsensor, HD-Videos und ein beweglicher Bildschirm. Die Bridgekamera HX1 von Sony muss sich vor Spiegelreflexkameras für Einsteiger nicht verstecken, dafür fällt der Preis im Vergleich zu anderen Bridge-Modellen hoch aus.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausstattung: Von Superzoom-Objektiv zum beweglichen Bildschirm
  2. Angenehme Bedienung: Von Automatik bis Manuell
  3. Bildqualität: Geringes Rauschen und wirksamer Bildstabilisator
  4. Gut verarbeitetes Gehäuse, fehlender HDMI-Anschluss
  5. Fazit: Konkurrenz für Einsteiger-Spiegelreflexkameras

Sony verbaut in seiner Bridgekamera Cybershot DSC HX1 ein Objektiv mit 20-fachem Zoom. Die maximale Brennweite beträgt ins Kleinbildformat umgerechnet 560 Millimeter - Besitzer einer Spiegelreflexkamera zahlen für ein entsprechendes Objektiv mehrere Tausend Euro. Der Straßenpreis der Sony HX1 wirkt dagegen mit rund 400 Euro günstig, ist im Vergleich mit anderen Bridge-Modellen aber im oberen Segment angesiedelt.

Ausstattung: Von Superzoom-Objektiv zum beweglichen Bildschirm

Der 20-fache Zoombereich des fest eingebauten Objektivs der Sony HX1 deckt fast alle Fotogelegenheiten ab. Nur für Weitwinkelaufnahmen muss der Fotograf auf den optional erhältlichen Konverter zurückgreifen. Bei der Aufnahme ergänzt der drei Zoll große Bildschirm auf der Kamerarückseite den elektronischen Sucher, der zu klein ist, um angenehm mit ihm zu arbeiten. Für Überkopfaufnahmen und ungewöhnliche Perspektiven ist der Monitor um jeweils 90 Grad nach oben und unten neigbar.

Ins Kleinbildformat umgerechnet reicht die Brennweite von 28 bis 560 Millimetern, der 1/2,4 Zoll große CMOS-Bildsensor nimmt Fotos mit einem Seitenverhältnis von 4:3 und einer maximalen Auflösung von neun Megapixeln auf. Dies genügt, um Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.440 x 1.080 Bildpunkten bei 30 Bildern in der Sekunde aufzuzeichnen.

Sony HX1

Diverse Hilfsmittel wie ein optischer Bildstabilisator, eine Gesichtserkennung, die sich Gesichter merkt und zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden kann, sowie zehn Szenenprogramme stehen dem Fotografen hilfsbereit zur Seite. Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit lassen sich bei der Cybershot DSC HX1 aber auch manuell einstellen. Während die Belichtungszeit von 30 Sekunden bis 1/4.000 Sekunde und die Blende von 2,8 bis 8,0 reicht, ist die Lichtempfindlichkeit vergleichsweise eingeschränkt: Sie reicht nur von ISO 125 bis ISO 800.

Angenehme Bedienung: Von Automatik bis Manuell

Die Sony HX1 liegt gut in der Hand und lässt sich bequem mit einer Hand bedienen. Nur für den Wechsel zwischen Sucher- und Bildschirmanzeige sowie zum Bewegen des Monitors ist eine zweite Hand notwendig. Mit einem Gewicht von 514 Gramm einschließlich Akku ist die Kamera im Vergleich zu anderen Bridgekameras schwer.

Die Zoomwippe reagiert sofort und verändert die Brennweite sowohl zügig als auch in feinen Schritten. Bei der Videoaufzeichnung bewegt sich das Objektiv langsamer, damit der Film angenehmer zu betrachten ist.

Im manuellen Aufnahmemodus dient das Drehrad auf der Kamerarückseite zum Einstellen von Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit. Ein Druck auf das Rädchen wechselt zum nächsten Wert, der sich durch eine Drehung nach rechts oder links erhöht oder vermindert.

Bildqualität: Geringes Rauschen und wirksamer Bildstabilisator

Die Aufnahmen der Sony HX1 erscheinen auf dem Computermonitor in natürlichen Farben. In der Bildmitte sind die Fotos scharf und detailliert, zu den Bildrändern hin nimmt die Schärfe leicht ab. Ein leichtes Bildrauschen setzt ab ISO 400 ein, allerdings stört es auch bei ISO 800 nicht - vorausgesetzt das Bild liegt in verkleinerter Ansicht vor. Alles in allem liefert die HX1 bessere Bilder als viele Kompaktkameras mit mehr Megapixeln.

Die Sony HX1 zeichnet Videos mit Stereoton auf. Allerdings liegen die zwei Mikrofone relativ dicht beieinander, was die Klangqualität beeinträchtigt. Der Autofokus reagiert teilweise etwas verspätet. Dafür arbeitet er ansonsten sehr präzise und fokussiert sehr genau. Die bewegten Bilder sind ähnlich farbecht, kontrastreich und detailliert wie die Fotos, nur eben in einem kleineren Format.

Der Bildstabilisator leistet gute Arbeit. Selbst Videos aus freier Hand wackeln nur wenig und Fotos bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen gelingen in akzeptabler Qualität. Bei weit ausgefahrenem Objektiv stößt der Stabilisator allerdings an seine Grenzen. Minimale Bewegungen haben dann eine große Veränderung des angezeigten Bildausschnitts zu Folge. Bei umgerechneten 560 Millimetern Brennweite ist ein Stativ allerdings ohnehin fast Pflicht.

Sony Cybershot DSC HX1 im Test

5 Bilder
Zur Galerie

Gut verarbeitetes Gehäuse, fehlender HDMI-Anschluss

Die Sony HX1 steckt zwar in einem Plastikgehäuse, ist aber trotzdem gut verarbeitet. Das Objektiv ist fest mit dem Gehäuse verbunden, bewegliche Teile klappern nicht und setzen sich nur auf Wunsch des Fotografen in Bewegung. Auch die Verarbeitung des beweglichen Bildschirms hinterlässt einen guten Eindruck.

Angesichts der Tatsache, dass die HX1 Videos in Full-HD-Auflösung aufnimmt verwundert es, dass Sony keinen HDMI-Anschluss für die Datenübertragung zu Flachbildfernsehern eingebaut hat. Vor allem, weil der japanische Hersteller viele seiner Geräte mit dieser Schnittstelle ausstattet. Nur über einen Adapter können die Daten direkt von der Kamera auf den Fernseher kommen.

Als Speicherkarte lässt Sony nur den hauseigenen Memory Stick Duo zu. Diese sind im Vergleich zu den weit verbreiteten SD-Speicherkarten teuer. Der Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben des Herstellers Strom für bis zu 400 Aufnahmen.

Sony Cybershot DSC HX1 Testbilder

5 Bilder
Zur Galerie

Fazit: Konkurrenz für Einsteiger-Spiegelreflexkameras

Sowohl preislich als auch in Sachen Bedienkomfort, Bildqualität und Ausstattung bewegt sich die Sony HX1 im Bereich der Spiegelreflexkameras für Einsteiger. Wer einen großen Brennweitenbereich zur Verfügung haben möchte und vor der Anschaffung zahlreicher Wechselobjektive zurückschreckt, ist mit einer Bridgekamera wie der HX1 gut beraten.

Zu den Stärken der Sony HX1 gehören der bewegliche Bildschirm, der große Zoombereich und die Fähigkeit Full-HD-Videos aufzunehmen. Die Bildqualität reicht für den privaten Einsatz völlig aus, ist aber noch nicht perfekt. Der Tester vermisst an der Kamera einen HDMI-Anschluss sowie den Nightshot-Modus, mit denen Sony zum Beispiel das Vorgängermodell H50 ausstattet.

Sony verkauft die schwarze HX1 im eigenen Online-Shop für 529 Euro. Andere Internet-Händler bieten die Kamera bereits für rund 400 Euro an.

Sony HX1
8
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Sony HX1 selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 8 von 10 möglichen Punkten bei 1 abgegebenen Stimme.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Das könnte dich auch interessieren

Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Sony und Sony HX1.

zur
Startseite

zur
Startseite