Fujifilm Finepix F70EXR im Test: Zoomstarke Kompaktkamera

Super-CCD-EXR-Bildsensor soll bessere Bilder liefern

von Jan Johannsen

Die Finepix F70EXR ist die zweite kompakte Digitalkamera, die Fujifilm mit seinem Super-CCD-EXR-Sensor ausstattet. Diese als "revolutionär" angepriesene Technologie soll unter anderem den Dynamikumfang erhöhen - also bei Aufnahmen mit starken Kontrasten feinere Abstufungen in Lichtern und Schatten aufzeichnen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Neuartiger Bildsensor für bessere Bildqualität
  2. Bildqualität: Große Erwartungen nicht erfüllt
  3. Unspektakuläres Zubehör und solide Verarbeitung
  4. Fazit: Neue Technik verharrt im Durchschnitt

Neuartiger Bildsensor für bessere Bildqualität

Der von Fujifilm in der Finepix F70EXR verbaute, ein halbes Zoll große CCD-Sensor liefert Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von zehn Megapixeln. Fujifilm bezeichnet ihn als "Super-CCD-EXR-Sensor". Mit der EXR-Technologie verspricht das japanische Unternehmen Bilder, die "noch näher am menschlichen Auge" sind.

Der Sensor bietet drei Betriebsarten: Bei guten Lichtverhältnissen soll eine hohe Auflösung detaillierte Bilder liefern. Den Modus "hohe Empfindlichkeit und geringes Rauschen" sieht Fujifilm für Fotos mit wenig Licht vor. Zuletzt soll der erweiterte Dynamikumfang des Sensors der Finepix F70EXR auch bei extremen Kontrastverhältnissen - etwa Gegenlichtaufnahmen - die Aufzeichnung von Details in besonders hellen und dunklen Bildbereichen gestatten

Fujifilm Finepix F70EXR

Sowohl der Bildsensor als auch das Objektiv sind beweglich gelagert. Die Bildstabilisatoren sollen Kamerabewegungen ausgleichen, damit auch bei längeren Belichtungszeiten die Aufnahmen nicht verwackeln. Die Brennweite des Objektivs mit zehnfachen Zoom beträgt ins Kleinbildformat umgerechnet 27 bis 270 Millimeter. Trotz des für eine Kompaktkamera großen Zoombereichs bewegt sich das Objektiv schnell und lässt sich auf 19 verschiedene Brennweiten einstellen.

Fujifilm Finepix F70EXR im Test

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Der 2,7 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Finepix F70EXR ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen und genügt deshalb auch im Freien als Ersatz für den fehlenden optischen Sucher. Die Gesichtserkennung nimmt den Nutzer einen Teil der Arbeit ab und stellt Fokus und Belichtung optimal auf erkannte Porträt-Motive ein.

Bildqualität: Große Erwartungen nicht erfüllt

Mit bloßem Auge sind auf den Aufnahmen der Kamera nur geringe Auswirkungen der angepriesenen Vorzüge des Super-CCD-EXR-Sensors auszumachen. Der Kontrastumfang wirkt bei Aufnahmen im EXR-Modus genauso wie der von Aufnahmen mit Vollautomatik. Auch ein deutlich reduziertes Bildrauschen ist bei Aufnahmen im EXR-Modus "hohe Empfindlichkeit und geringes Rauschen" nicht zu erkennen.

Die Farben auf den Aufnahmen der Finepix F70EXR wirken natürlich. Die Kontraste sind ausreichend stark. In der Originalansicht mangelt es allerdings an Schärfe und Details. Bei Blitzlichtaufnahmen tritt die sonst minimale Vignettierung etwas stärker auf. Ein leichtes Bildrauschen ist in der 1:1-Ansicht bereits bei ISO 200 zu erkennen. Bis einschließlich ISO 800 stört sie bei der Betrachtung einer auf 30 Prozent der Originalgröße verkleinerten Ansicht nicht. Für Abzüge bis zum Format 13x18 Zentimeter sowie für die Anfertigung von Verkleinerungen für den E-Mail-Versand oder zum Veröffentlichen im Internet reicht die Bildqualität aus.

Fujifilm Finepix F70EXR Testbilder

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Der Zoom steht auch bei Videoaufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixeln in vollem Umfang zu Verfügung. Allerdings arbeitet der Autofokus sehr schlecht, wenn das Objektiv bei der Filmaufzeichnung nicht auf die kleinste Brennweite eingestellt ist. Die Bewegungsgeräusche der Linsen hält die Kamera in der Tonspur der Videos fest.

Die Bedienung der Finepix F70EXR kann komplett mit einer Hand erfolgen. Alle Bedienelemente sind auf der rechten Seite der Kamera gruppiert. Die Druckpunkte wirken deutlich definiert. Leider lässt sich das Auswahlrad nur an der Oberkante drehen, da die Außenseite des Bedienelements komplett vom Gehäuse umschlossen wird.

Unspektakuläres Zubehör und solide Verarbeitung

Das Gehäuse der Finepix F70 EXR aus Kunststoff ist solide verarbeitet und liegt gut in der Hand. Der Lithium-Ionen-Akku und die SD-Speicherkarte lassen sich problemlos wechseln. Die kombinierte USB- und AV-Schnittstelle befindet sich hinter einer Klappe an der rechten Seite des Kameragehäuses.

Fazit: Neue Technik verharrt im Durchschnitt

Die versprochenen Vorzüge der neuen Sensortechnik sind nicht offensichtlich genug, als dass sie den Kauf der Fujifilm Finepix F70EXR rechtfertigen. Von dieser Enttäuschung abgesehen ist die F70EXR eine solide Kompaktkamera, die angenehm zu bedienen ist, über einen großen Brennweitenbereich verfügt und eine Bildqualität auf durchschnittlichem Niveau liefert.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Fujifilm für die Finepix F70EXR beträgt 279 Euro. Im Internet bieten Händler das Gerät bereits ab 240 Euro an.

Fujifilm Finepix F70EXR
8
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