Nikon Coolpix S640 im Test: Schneller Fotografieren

Kamera mit fünffachem Zoom, Bildstabilisator und schnellem Autofokus

von Jan Johannsen

Kompaktkamera im Geschwindigkeitsrausch: Die Nikon Coolpix S640 steht nach dem Einschalten in 0,7 Sekunden für die erste Aufnahme bereit, der Autofokus arbeitet so schnell wie der älterer Spiegelreflexmodelle. Damit stellt die S640 eines der wenigen Kompaktmodelle dar, das sich für Schnappschüsse eignet. Die Bildqualität hingegen erreicht lediglich Klassenstandard.

Inhaltsverzeichnis

  1. Fünffacher Zoom mit Bildstabilisator
  2. Erstes Foto nach einer Sekunde
  3. Mittelmäßige Bildqualität
  4. Ladegerät nur gegen Aufpreis
  5. Fazit: Schnappschuss-Spezialist

Fünffacher Zoom mit Bildstabilisator

Der 1/2,33 Zoll große CCD-Sensor der Nikon Coolpix S640 liefert eine maximale Auflösung von 12,2 Megapixeln. Das Objektiv bietet einen fünffachen Zoom, die Brennweite beträgt ins Kleinbildformat umgerechnet 28 bis 140 Millimeter. Ein optischer Bildstabilisator gleicht mit der firmeneigenen Vibration-Reduction-Technik (VR) die Kamerabewegungen aus.

Die Nikon S640 bietet dem Fotografen eine Aufnahmeautomatik und 16 Szenenprogramme, aus denen auf Wunsch die Motivautomatik das passende auswählt. Die Smart-Porträt-Funktion stellt Filter für Haut-Weichzeichnung und eine Lächelautomatik zur Verfügung. Die Motivverfolgung behält den festgelegten Punkt auch im Fokus, wenn sich das Objekt oder die Person bewegt.

Nikon Coolpix S640

Der 2,7 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Kamera dient als Sucher und zur Betrachtung der aufgenommenen Fotos. Sein Betrachtungswinkel liegt bei annähernd 180 Grad. Eine Antireflexbeschichtung verringert die Spiegelungen auf dem Monitor auf ein Minimum.

Erstes Foto nach einer Sekunde

Die vom Hersteller versprochene Geschwindigkeit bestätigt sich im Test: Im Vergleich mit anderen Kompaktkameras steht keine so schnell zur Aufnahme bereit wie die S640 von Nikon. Der Autofokus arbeitet ähnlich zügig wie bei Spiegelreflexkameras. Ungefähr eine Sekunde nach dem Einschalten ist das erste Bild im Kasten - vorausgesetzt der Nutzer drückt schnell genug auf den Auslöser.

Nikon Coolpix S640 im Test

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Die Nikon Coolpix S640 liegt bequem in der Hand, die Bedienung gelingt allein mit der rechten Hand ohne Probleme. Die vergleichsweise wenigen Bedienelemente auf der Rückseite der Kamera genügen, um die wichtigsten Einstellungen der Kamera zu verändern. Belichtungskorrektur, Selbstauslöser, Nahaufnahme und Blitz erreicht der Nutzer über Direktwahltasten - Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich und Bildstabilisator über das Menü.

Mittelmäßige Bildqualität

Geschwindigkeit ist aber nicht alles. Während die Nikon S640 beim Tempo ganz vorne mitmischt, bewegt sich das Modell in Sachen Bildqualität nur im Mittelfeld zwischen vielen anderen Kompaktkameras. Die Farbwiedergabe der Aufnahmen der S640 wirkt zwar natürlich, aber sobald die Kamera eine höhere Empfindlichkeit, wählt erscheinen nicht nur die Farben matter, sondern auch Schärfe und Detailgenauigkeit lassen deutlich zu wünschen übrig. Der Kontrastumfang nimmt ebenfalls stark ab.

Nikon bewirbt die S640 mit der hohen Lichtempfindlichkeit des Bildsensors - der Mikrochip gestattet Aufnahmen mit ISO 6.400. Der Nutzer profitiert allerdings nur wenig von der Technik, da schon bei ISO 1.600 ein störendes Bildrauschen die Fotos unbrauchbar macht. Selbst für den Versand von verkleinerten Bildern eignen sich die Aufnahmen nur bei bis zu einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800.

Nikon Coolpix S640 Testbilder

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Videos nimmt die Nikon S640 mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixeln auf, das Zoom-Objektiv steht während der Filmaufzeichnung nicht zur Verfügung. Vergrößerungen im Filmbetrieb übernimmt ein digitaler Zoom, der zu einer deutlichen Verschlechterung der Bildqualität führt.

Ladegerät nur gegen Aufpreis

Dank der Daumenablage auf der Gehäuserückseite liegt die Nikon S640 sicher in der Hand. Das sauber verarbeitete Chassis der Kamera weist einen kleinen Schönheitsfehler auf: Die Abdeckung über dem kombinierten AV- und USB-Anschluss, der einzigen Schnittstelle des Fotoapparats, wirkt nicht sonderlich haltbar.

Die Nikon S640 speichert Fotos und Videos auf SD- und SDHC-Speicherkarten. Strom bezieht die Kamera von einem Lithium-Ionen-Akku, der sich mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzadapter nur in der Kamera aufladen lässt. Das zusätzlich erhältliche Ladegerät MH-65 kostet im Handel rund 40 Euro.

Fazit: Schnappschuss-Spezialist

Bei der Nikon Coolpix S640 handelt es sich um eine sehr schnelle und einfach zu bedienende Digitalkamera, die sich sehr gut für spontane Schnappschüsse eignet. Damit hebt sich die Kamera von den meisten Konkurrenzmodellen ab, deren Auslösegeschwindigkeit vielfach zu wünschen lässt.

Die Bildqualität der Aufnahmen der Nikon-Kamera hingegen liegt im für Kompaktgeräte üblichen Mittelfeld. Die unverbindliche Preisempfehlung von Nikon für die S640 beträgt 269 Euro. Online-Händler bieten die Kamera bereits für rund 240 Euro an.

Nikon Coolpix S640
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