Ricoh CX2 im Test: Hochwertige Kompakte mit großem Zoom

Digitalkamera mit 10,7-fachem Zoom und CMOS-Sensor

von Jan Johannsen

Mit der CX2 bietet Ricoh eine Digitalkamera mit großem Zoom und ungewöhnlichem Bildsensor an. Der CMOS-Chip liefert Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 9,29 Megapixeln. Die Bildqualität der Fotos liegt vor allem dank des guten Weißabgleichs über dem Standard im Kompaktkamerabereich.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ungewöhnlicher Bildsensor und großer Zoom
  2. Übersichtliche Bedienung
  3. Guter Weißabgleich
  4. Scharfe Kanten
  5. Fazit: Hochwertige Kompaktkamera

Ungewöhnlicher Bildsensor und großer Zoom

Von anderen Kompaktkameras unterscheidet sich die Ricoh CX2 vor allem durch ihren CMOS-Sensor. Kamerahersteller verwenden diesen Bildsensor-Typ vor allem in Spiegelreflexkameras, in kompakten Modellen kommt in der Regel ein CCD-Sensor zum Einsatz. Der 1/2,3 Zoll große Chip der CX2 liefert Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 9,29 Megapixeln.

Für eine Kompaktkamera bietet die Ricoh CX2 mit 10,7-facher Vergrößerung einen hohen Zoomfaktor an. Die Brennweite des Objektivs reicht - umgerechnet ins Kleinbildformat - von 28 bis 300 Millimetern. Die Linse fokussiert mit einer für Kompaktkameras üblichen Geschwindigkeit und Präzision. Ein optischer Bildstabilisator gleicht Bewegungen der Kamera durch Verschieben des Bildsensors aus.

Ricoh CX2

Die Ricoh CX2 bietet dem Nutzer neben Szenenprogrammen und Programmautomatik zwei Speicherplätze für eigene Aufnahmeeinstellungen sowie eine Highspeed-Serienbildfunktion. In diesem Modus nimmt die Kamera zwischen fünf und 120 Bilder in der Sekunde auf. Im Porträtbetrieb greift die CX2 auf eine Gesichtserkennung zurück, die dem Nutzer in anderen Aufnahmeprogrammen nicht zur Verfügung steht.

Der drei Zoll große Bildschirm der Ricoh CX2 dient mit seiner hohen Auflösung von 920.000 Pixeln als Sucher. Die leuchtstarke und gut zu erkennende Anzeige weist hohe Betrachtungswinkel auf, der Fotograf erkennt den Bildschirm noch aus einem Blickwinkel von rund 160 Grad.

Übersichtliche Bedienung

Die wenigen Bedienelemente der Ricoh CX2 erreicht der Nutzer mit den Fingern der rechten Hand. Teilweise empfiehlt es sich, die Kamera mit der linken Hand festzuhalten - etwa um das schwer gängige Programmwahlrad zu drehen. Sämtliche Tasten und der kleine Joystick auf der Kamerarückseite verfügen über angenehme Druckpunkte.

Je nach eingestelltem Aufnahmeprogramm bietet die CX2 dem Nutzer über das Steuerkreuz schnellen Zugriff auf Weißabgleich, Lichtempfindlichkeit und Belichtungskorrektur. Das Steuerkreuz gestattet außerdem jederzeit die Auswahl der Blitzmodi und das Einschalten des Makro-Modus.

Die Brennweite kann der Anwender nicht genau festlegen, da die Zoomwippe nur eine Bewegung des Objektivs in groben Schritten erlaubt. Sehr praktisch dagegen wirken die Anzeige des für den Autofokus nötigen Mindestabstands zum Motiv sowie die Ausrichthilfe, die den Fotografen dabei unterstützt, die Kamera gerade zu halten.

Das übersichtliche Menü bietet nur zwei Oberkategorien. Das gestattet zwar schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen der Kamera, dafür muss der Nutzer teils durch lange Listen blättern, um zur gesuchten Einstellung zu gelangen.

Guter Weißabgleich

Die Aufnahmen der Ricoh CX2 profitieren vom gut arbeitenden, automatischen Weißabgleich der Kamera. Die Bilder zeichnen sich durch natürlich wirkende Farben, die allerdings nicht besonders kräftig strahlen, und einen hohen Kontrastumfang aus. Die Fotos bieten ausreichend Details für Abzüge bis zu 20 x 30 Zentimetern und für die Verwendung im Internet.

Ein leichtes Bildrauschen tritt bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 200 auf. Ab ISO 800 sind die Bildstörungen auch bei Verkleinerungen der Fotos auf 35 Prozent der Originalgröße zu erkennen.

Ricoh CX2 Testbilder

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Die Ricoh CX2 zeichnet Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern in der Sekunde auf. Die Videos wirken farblich etwas blass, überzeugen im Gegenzug aber mit gelungenem Weißabgleich und guter Verarbeitung von Gegenlicht-Situationen.

Während der Filmaufzeichnung steht das Zoom-Objektiv der CX2 nicht zur Verfügung. Der Nutzer kann nur auf einen stockenden Digitalzoom zurückgreifen, der die Tonaufzeichnung kurzzeitig unterbricht. Insgesamt klingt der von der Digitalkamera aufgenommene Ton akzeptabel.

Scharfe Kanten

Das Metallgehäuse der Ricoh CX2 wirkt sehr stabil und lässt sich mit einer Hand sicher halten. Die auf der Oberseite aufgesetzte Metallplatte weist allerdings beim Testmodell scharfe Kanten auf. Die Stromversorgung der Kamera übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku. Fotos und Videos speichert die CX2 auf SD- und SDHC-Speicherkarten ab. Zur Datenübertragung dienen ein AV-Ausgang und eine USB-Schnittstelle.

Fazit: Hochwertige Kompaktkamera

Im Test überzeugt die Ricoh CX2 mit überdurchschnittlicher Bildqualität, einer komfortablen Bedienung und einer soliden Verarbeitung. Die Ergebnisse rechtfertigen den vergleichsweise hohen Preis des Kompaktmodells. Im Internet bieten Händler die Kamera für rund 290 Euro an, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 349 Euro.

Ricoh CX2
8
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