Canon Ixus 210 im Test: Kompaktkamera mit Touchscreen

Optischer Bildstabilisator, 5-facher Zoom und HD-Videos

von Jan Johannsen

Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung: Optischer Bildstabilisator, ein Objektiv mit fünffachem Zoom, ein Touchscreen zur Bedienung und die Aufzeichnung von HD-Videos - das Datenblatt der Ixus 210 von Canon hinterlässt einen guten Eindruck, den die Kamera im Test erst noch bestätigen muss.

Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung: Optischer Bildstabilisator, Objektiv mit fünffachem Zoom, Touchscreen und Aufzeichnung von HD-Videos - das Datenblatt der Ixus 210 von Canon weckt große Erwartungen, die die außer in Pink auch in Silber, Gold und Schwarz erhältliche Kamera versucht im Test zu erfüllen.

Fünffacher Zoom und optischer Bildstabilisator

Mit 14,1 Megapixeln erreicht der 1/2,3 Zoll große CCD-Sensor der Canon Ixus 210 die bei Kompaktkameras übliche maximale Auflösung. Der Chip nimmt neben Fotos auch Videos in HD-Auflösung auf. Die Verarbeitung der Daten übernimmt ein Digic-4-Bildprozessor.

Das Objektiv der Ixus 210 verfügt mit einer ins Kleinbildformat umgerechneten Brennweite von 24 bis 120 Millimetern über einen fünffachen Zoom. Der Autofokus benötigt zwei, drei Anläufe, bis er ein Motiv präzise scharf gestellt hat, arbeitet aber immer noch vergleichsweise schnell. Canon baut einen optischen Bildstabilisator in die Kamera ein. Dieser bringt dem Fotografen zwei bis drei zusätzliche Belichtungsstufen in denen Aufnahmen ohne Verwacklungen gelingen.

Canon Ixus 210

Neben einer Vollautomatik, in der der Nutzer nur die Bildgröße bestimmen und den Blitz ein oder ausschalten kann, verfügt die Ixus 210 auch über eine Programmautomatik. Sie erlaubt dem Fotografen wesentlich mehr Einstellungen, wie die Lichtempfindlichkeit oder den Weißabgleich zu bestimmen. Über Blende und Belichtungszeit entscheidet in jedem Fall die Kamera. Zusätzlich bietet die Kamera abgespeicherte Einstellungen für 16 Aufnahmesituationen und eine Gesichtserkennung.

Bedienung über den Touchscreen

Der 3,5 Zoll große Touchscreen auf der Rückseite der Ixus 210 dient als Sucher, zur Bildkontrolle und zur Bedienung der Kamera. Das Bild des Monitors mit einer Auflösung von 460.000 Pixeln und vergleichsweise großen Blickwinkeln lässt sich auch bei Tageslicht gut erkennen. Mit einer Berührung des Bildschirms kann der Nutzer den Autofokus-Punkt bestimmen.

Canon Ixus 210 im Test

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Auf Eingaben des Nutzers registriert der berührungsempfindliche Bildschirm ohne Verzögerung und bestätigt sie auf Wunsch mit einem akustischen Signal. Auf Dauer stören die ständigen Töne aber eher, als dass sie für eine unkomplizierte Bedienung nötig wären. Für einen sicheren Griff und eine komfortable Bedienung benötigt der Anwender dagegen zwei Hände. Während die Rechte den Auslöser betätigt, tippt die Linke auf den Touchscreen und sorgt für zusätzlichen Halt.

Die übersichtlich gestaltete Bildschirmoberfläche erlaubt eine schnelle Navigation und die Symbole auf den Schaltflächen sind selbsterklärend. Die wenigen möglichen Einstellungen nimmt der Fotograf nach einem Druck auf die "Func."-Taste vor. Hier versteckt sich auch die Schaltfläche, um ins Hauptmenü, in dem die Grundeinstellungen der Kamera zur Auswahl stehen, zu gelangen.

Unerwartet gute Bildqualität

Die Canon Ixus 210 liefert Fotos, die für eine Kompaktkamera mit einer Auflösung von 14 Megapixeln sehr rauscharm ausfallen. Erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 treten die Bildstörung in der Originalgrößenansicht deutlich zu Tage. Aber selbst Aufnahmen mit ISO 1.600 eignen sich als Verkleinerungen noch gut für Abzüge oder die Veröffentlichung im Internet.

Darüber hinaus bewegt sich die Bildqualität der Ixus 210 im oberen Mittelfeld der Kompaktkameras. Sie liefert Fotos mit natürlich wirkenden Farben, deutlichen Kontraste vielen Details. Eine merkliche Vignettierung tritt nur bei Aufnahmen mit Blitzlicht auf.

Canon Ixus 210 Testbilder

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Videos zeichnet die Ixus 210 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Während der Filmaufnahme steht der optische Zoom nicht zur Verfügung und die Nutzung des Digitalzooms führt nur zu deutlich schlechteren Bildern, so dass bewegte Bilder am Besten mit einer "Festbrennweite" aufgenommen werden sollten.

Der automatische Weißabgleich braucht einen kleinen Moment, findet dann aber Einstellungen die gut zu den neuen Lichtverhältnissen passen. Die Videos überzeugen ähnlich wie die Standbilder mit natürlich wirkenden Farben, deutlichen Kontrasten und einer hohen Detailgenauigkeit.

Metallgehäuse mit HDMI-Schnittstelle

Das Metallgehäuse der Canon Ixus 210 wirkt sauber verarbeitet und hinterlässt einen robusten Eindruck. Die Stromversorgung der Kamera, die Fotos und Videos auf SD-, SDHC- und SDXC-Karten speichert, stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Zur Datenübertragung sind die Mini-Varianten einer HDMI- und einer USB-Schnittstelle vorhanden.

Fazit: Positive Überraschung

Die Canon Ixus 210 lässt sich trotz Touchscreens zumindest mit zwei Händen unerwartet gut bedienen und liefert eine Bildqualität, die über den Erwartungen liegt. Es scheint als ob der Bildprozessor die Nachteile der hohen Auflösung durch Berechnungen beseitigt. Allerdings fällt der Preis der Kamera mit rund 300 Euro noch relativ hoch aus. Im direkten Vergleich liegt sie allerdings deutlich vor dem inzwischen nur noch rund 230 Euro teuren Vorgängermodell Ixus 200 IS.

Canon Ixus 210
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