Pentax Optio I-10 im Test: Kompakte Retro-Kamera

Objektiv mit fünffachem Zoom und HD-Video-Aufzeichnung

von Jan Johannsen

Moderne Technik im Design von früher: Diese Beschreibung passt perfekt auf die Optio I-10 von Pentax. Die Retro-Kompaktkamera sieht aus wie eine alte Spiegelreflexkamera. An Ausstattung bietet sie unter anderem ein Objektiv mit fünffachem Zoom, einen mechanischen Bildstabilisator sowie die Aufzeichnung von Videos in HD-Auflösung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausstattung und Oberfläche
  2. Problemlose Bedienung mit einer Hand
  3. Verrauschte Bildqualität
  4. Plastikgehäuse mit nur einem Anschluss
  5. Fazit: Aussehen ist nicht alles

Ausstattung und Oberfläche

Pentax baut in die Optio I-10 einen CCD-Bildsensor dessen Fläche von 1/2,3 Zoll zum Standard bei Kompaktkameras gehört. Er liefert eine maximale Auflösung von 12,1 Megapixeln. Genug, um neben Fotos auch HD-Videos aufzunehmen. Ein Bildstabilisator verschiebt den Sensor mechanisch, um Bewegungen der Kamera auszugleichen und Fotos mit weniger Verwacklungen zu erhalten.

Die Brennweite des Objektivs der I-10 reicht umgerechnet ins Kleinbildformat von 28 bis 140 Millimetern. Der fünffache Zoombereich ist in neun Stufen unterteilt. Die Linse bewegt sich schnell und der Autofokus arbeitet zügig und präzise.

Pentax Optio I-90

An der Optio I-10 befindet sich kein Moduswahlrad. Um die Aufnahmeart auszuwählen muss der Nutzer auf die "Mode"-Taste des Vier-Wege-Steuerkreuzes drücken. Neben einer Motivprogrammautomatik, die versucht die besten Bildeinstellungen auszuwählen, stehen dem Nutzer noch eine Programmautomatik, in der er einige Variablen verstellen kann, sowie 21 voreingestellte Belichtungswerte für unterschiedlichste Aufnahmesituationen zur Auswahl.

Der 2,7 Zoll große Bildschirm der I-10 im 16:9-Format dient als Sucher und zur Bildwiedergabe. Wenn die Kamera Bilder im 4:3 Format aufnimmt erscheint auf der linken Seite der Anzeige ein schwarzer Balken. Der kleine Monitor spiegelt allerdings relativ stark und weist nur vergleichsweise kleine Blickwinkel auf.

Problemlose Bedienung mit einer Hand

Die Bedienung der Pentax Optio I-10 erfolgt überwiegend mit der rechten Hand. Der Nutzer kann seine linke Hand vor allem dazu verwenden die Kamera zu stabilisieren. Links neben dem erhöhten Blitzlicht befindet sich eine Haltepunkt für den Zeigefinger. Alle Tasten bieten angenehm deutliche Druckpunkte.

Pentax Optio I-10 im Test

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Die Zoomwippe der I-10 bedient der Fotograf ungewöhnlicherweise mit dem Daumen, üblich ist sonst der Zeigefinger. Gesichtserkennung, Lächelautomatik, Selbstauslöser, Fokusart und das Blitzlicht verstellt der Nutzer über Direktwahltasten. Die "grüne Taste" kann er frei mit einer von 13 vorgegebenen Funktionen belegen - zur Auswahl stehen unter anderem der Weißabgleich und die Lichtempfindlichkeit.

Sowohl die Auswahl der Aufnahmeart als auch das Menü der Optio I-10 sind übersichtlich gestaltet und verständlich aufgebaut. Kurze Texte unter den Symbolen erklären die verschiedenen Aufnahmemodi. Das Menü gliedert sich in zwei Teile, nämlich die Aufnahme- und die Grundeinstellungen.

Verrauschte Bildqualität

Mit der Qualität ihrer Aufnahmen liegt die Pentax Optio I-10 deutlich unter dem Durchschnitts aktueller Kompaktkameras. Die Farben wirken blass und und schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 ist ein leichte Körnung zu erkennen, die sich schon bei ISO 200 zu einem Bildrauschen entwickelt.

Die maximale Lichtempfindlichkeit von ISO 6.400 erweist sich als überflüssig. Die Bildstörungen fallen schon bei ISO 800 so stark aus, dass selbst auf ein Viertel der Originalgröße verkleinerte Fotos nicht mehr zu gebrauchen sind. Das starke Bildrauschen wirkt sich ebenfalls negativ auf den Kontrastreichtum und die Detailgenauigkeit der Aufnahmen aus.

Pentax Optio I-10 Testbilder

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Videos zeichnet die I-10 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Aber auch die Filme bieten eine unterdurchschnittliche Bildqualität. Die Farben wirken verwaschen und das gesamte Bild erscheint grobkörnig. Der optische Zoom steht während der Filmaufnahme nicht zur Verfügung. Das kleine Mikrofon liefert einen sehr stark hallenden Ton.

Plastikgehäuse mit nur einem Anschluss

Das Gehäuse der Pentax I-10 kommt zwar mit jeder Menge Nostalgie daher, besteht jedoch fast komplett aus Kunststoff. Dieser ist zwar sauber verarbeitet, trotzdem wirkt die Kamera nicht besonders robust. Dafür lässt sie sich aber selbst ohne eine extra Daumenablage auf der Rückseite sicher greifen.

Pentax stattet die I-10 mit nur einer einziger Schnittstelle aus. Die Buchse auf der Unterseite der Kamera fungiert gleichzeitig als USB- und als AV-Anschluss. Als Stromspeicher dient ein Lithium-Ionen-Akku und als Speichermedien kommen SD- und SDHC-Karten zum Einsatz.

Fazit: Aussehen ist nicht alles

Über das Aussehen der Pentax Optio I-10 mögen die Nutzer zwar noch geteilter Meinung sein, doch wenn es um die Bildqualität geht sollte das Urteil einhellig ausfallen - und zwar negativ. Schon bei geringer Lichtempfindlichkeit stört ein deutliches Bildrauschen. Da hilft es auch nicht, dass die Bedienung leicht von der Hand geht. Die unverbindliche Preisempfehlung von 249 Euro fällt deutlich zu hoch und auch die rund 200 Euro, die Internethändler derzeit verlangen, sind noch zu teuer.

Pentax Optio I-10
8
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