Samsung PL150 im Test: Kompaktkamera mit Zweit-Bildschirm

Front-Display für bessere Selbstporträts und zur Kinder-Unterhaltung

von Jan Johannsen

Samsung stattet die Kompaktkamera PL150 mit einem zweiten Bildschirm auf der Vorderseite aus. Dieser dient zur Kontrolle des Bildausschnitts bei Selbstporträts und soll mit einer lustigen Animation Kinder dazu bringen zur Kamera zu schauen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausstattung: Doppelt hält besser
  2. Bedienung: Mit zwei Händen bequemer
  3. Bildqualität: Fotos nicht in Originalgröße betrachten
  4. MicroSD-Speicherkarten und Mini-HDMI-Anschluss
  5. Fazit: Netter Spielkram, aber kein Kaufargument

Eine Kamera - zwei Bildschirme: Samsung baut auf der Vorderseite der PL150 einen zusätzlichen Monitor ein. Dieser soll dem Fotografen helfen bei Selbstporträts den richtigen Bildausschnitt zu finden und Kinder dazu bringen in die Kamera zu schauen.

Ausstattung: Doppelt hält besser

Mit einem Durchmesser von 1,5 Zoll in der Diagonalen fällt der Bildschirm auf der Vorderseite der Samsung PL150 halb so groß aus, wie der drei Zoll große Monitor auf der Rückseite. Die große Anzeige ersetzt den optischen Sucher. Bei Tageslicht sind ihre Inhalte gut zu erkennen, bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt sie allerdings sehr stark. Die vergleichsweise starken Reflexionen verringern nicht nur die Blickwinkel, sondern irritieren auch bei der Motivsuche.

Samsung PL 150

Der kleine Front-Bildschirm leuchtet weniger hell als sein großer Bruder. Er dient vor allem dazu bei Selbstporträts den Bildausschnitt festzulegen und Kinder zu belustigen. Damit diese zur Kamera schauen erscheint ein animierter Clown. Der Fotograf aktiviert den Zusatz-Bildschirm über eine eigene Taste auf der Oberseite der Kamera.

Mit Hilfe von Gesichtserkennung und Lächelautomatik löst die PL150 automatisch aus, sobald sie eine oder zwei lächelnde Personen erkennt. Als weitere Hilfsmittel stattet Samsung die PL150 mit einem optischen Bildstabilisator aus, der dem Fotografen bei längeren Belichtungszeiten hilft, verwacklungsfreie Bilder aufzunehmen.

Der Fotoapparat verfügt über eine Vollautomatik, in der die Kamera alle Einstellungen vornimmt, sowie einen Programmmodus in dem der Anwender einige Belichtungswerte verstellen kann. Für zehn Aufnahmesituationen sind Einstellungen in der PL150 abgespeichert. Diese kann der Nutzer von Hand auswählen oder die Entscheidung der Kamera überlassen.

Der 1/2,33 Zoll große CCD-Bildsensor der Samsung PL150 nimmt Bilder mit maximal zwölf Megapixeln und Videos in HD-Auflösung auf. Das Objektiv des Fotoapparats verfügt über einen fünffachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 27 bis 135 Millimetern. Die Linse bewegt sich schnell und ihr Autofokus arbeitet zügig und präzise.

Bedienung: Mit zwei Händen bequemer

Die Samsung PL150 lässt sich mit einer Hand bedienen. Die Steuerung gestaltet sich jedoch deutlich komfortabler, wenn der Fotograf beide Hände nutzt. Fast alle Bedienelemente sind mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zu erreichen. Die Knöpfe verfügen zwar über deutliche Druckpunkte, erfordern jedoch einen relativ hohen Kraftaufwand, um sie zu drücken.

Samsung PL150 im Test

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Zum Verstellen von Blitz und Selbstauslöser sowie der Auswahl von normalem oder Makro-Autofokus bietet die PL150 Direktwahltasten. Alle anderen Aufnahmeeinstellungen nimmt der Fotograf in einem übersichtlichen Menü vor, das nach einem Druck auf die "Fn"-Taste erscheint. Das ebenfalls logisch aufgebaute Hauptmenü, in dem der Nutzer zusätzlich noch die Grundeinstellungen der Kamera verändern kann, öffnet sich nach einem Druck auf die "Menu"-Taste.

Die Ingenieure von Samsung konstruierten das Gehäuse der PL150 mit einer leicht schrägen Unterseite. So kann der Nutzer die Kamera mit einer Neigung von sieben Grad aufstellen, um zum Beispiel von einem Tisch schräg nach oben zu Fotografieren.

Bildqualität: Fotos nicht in Originalgröße betrachten

Die Bildqualität der Samsung PL150 liegt leicht unterhalb des Durchschnitts von Kompaktkameras. Die Farben der Aufnahmen wirken zwar natürlich und die Kontraste fallen angenehm aus, doch mangelt es den Fotos an Detailgenauigkeit. Schon früh tritt ein störendes Bildrauschen auf.

Schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 sollte man die Bilder nicht in Originalgröße betrachten, weil dann die Defizite in der Bildqualität sofort auffallen. Verkleinert man die Fotos oder ihre Ansicht auf etwa 25 Prozent der Originalgröße eignen sie sich noch bis ISO 400 zur weiteren Verwendung im Internet oder zur Bestellung von Abzügen. Die ISO-Bereiche von 800 bis 3.200 sind nahezu unbrauchbar.

Samsung PL150 Testbilder

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Videos nimmt die PL150 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Bei ihnen schlägt sich die fehlende Detailgenauigkeit der Fotos nicht nieder. Im Gegenteil: Die Filme wirken qualitativ hochwertiger als die Standbilder. Dazu trägt auch der sehr gut funktionierende automatische Weißabgleich seinen Teil bei. Er passt die Belichtungseinstellungen sehr schnell an Änderungen der Beleuchtung an.

Dem Nutzer steht während der Videoaufzeichnung der komplette fünffache optische Zoom zur Verfügung. Das interne Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton, unterbricht allerdings die Aufzeichnung von Geräuschen sobald sich das Objektiv bewegt.

MicroSD-Speicherkarten und Mini-HDMI-Anschluss

Das Kunststoffgehäuse der Samsung PL150 ist fehlerfrei verarbeitet und liegt sicher in der Hand. Der Daumen findet genügend Halt zwischen den Tasten auf der Rückseite. Allerdings verdecken die nach vorne greifenden Finger je nach Haltegriff den Front-Bildschirm.

Als Speicherkarten akzeptiert die PL150 nur MicroSD-Karten, die bisher vor allem in Handys üblich waren. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku. Samsung stattet die Kamera mit einem Mini-HDMI-Anschluss sowie einer nicht standardisierten Schnittstellen zur Daten- und Stromübertragung über ein USB-Kabel aus.

Fazit: Netter Spielkram, aber kein Kaufargument

Der zweite Bildschirm auf der Vorderseite der Samsung PL150 erweist sich als praktisch für die Aufnahme von Selbstporträts. Er kann allerdings die unterdurchschnittliche Bildqualität der Fotos nicht ausgleichen. Immerhin liefert die Kamera gute Videos und lässt sich angenehm bedienen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die PL150 fällt mit 279 Euro deutlich niedriger aus als für die ST550, die ebenfalls über zwei Bildschirme verfügt und 449 Euro kosten soll. Online bieten Händler der PL150 sogar schon für rund 190 Euro an.

Samsung PL150
8
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