Hart im Nehmen: Outdoorkamera Panasonic Lumix FT2 im Test

10 Meter Tauchtiefe, 2 Meter Fallhöhe und bis zu -10 Grad kälteresistent

von Jan Johannsen

Hart im Nehmen ist die Panasonic Lumix FT2 auf jeden Fall. Die Outdoorkamera taucht bis zu zehn Meter tief und übersteht Stürze aus einer Höhe von zwei Metern unbeschadet. Selbst bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad funktioniert sie noch. Im Test überzeugte sie aber nicht nur mit ihrer Robustheit.

Strand und Meer, Schnee und Kälte sowie Regen und Stürze lassen die Panasonic Lumix FT2 unbeeindruckt. Die wasserdichte sowie stoß- und kälteresistente Outdoorkamera zeichnet sich gegenüber dem Vorgängermodell FT1 durch eine noch größere Robustheit aus. Im Test fiel die Kamera nicht nur herunter und wurde nass, sondern musste auch noch möglichst gute Fotos und HD-Videos liefern.

Tauchen gehen, herunterfallen und im Schnee frieren

Im Vergleich zum Vorgängermodell FT1 vergrößerte Panasonic bei der Lumix FT2 vor allem die Widerstandsfähigkeit. Die neue Outdoorkamera hält dem Wasserdruck in einer Tiefe von zehn Metern bis zu 60 Minuten stand und ist selbstverständlich auch staubdicht, so dass zum Beispiel am Strand kein Sand ins Innere gelangt. Stürze aus einer Höhe von bis zu zwei Metern übersteht die Kamera in der Regel unbeschadet - eine hundertprozentige Garantie gibt der allerdings Hersteller nicht. Auch Wintersportler können sich freuen: Bis zu einer Temperatur von minus zehn Grad Celsius soll die FT2 ohne Einschränkung funktionieren.

Panasonic Lumix FT2

Panasonic stattet die FT2 mit einem CCD-Bildsensor aus, der eine maximale Auflösung von 14,1 Megapixeln liefert. Seine Fläche fällt mit 1/2,33 Zoll so groß aus, wie bei den meisten anderen Kompaktkameras.

Das Objektiv der FT2 verfügt über einen 4,6-fachen Zoom und verbleibt dauerhaft im Gehäuse. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 28 bis 128 Millimetern. Ein optischer Bildstabilisator hilft dem Fotografen bei bei schlechten Lichtverhältnissen Fotos mit möglichst wenigen Verwacklungen aufzunehmen. Die Linse verändert ihre Brennweite relativ langsam, lässt sich dadurch aber ziemlich genau steuern. Der Autofokus arbeitet zügig und präzise.

Die FT2 von Panasonic nimmt im vollautomatischen Betrieb, der bei ihr intelligente Automatik heißt, dem Nutzer alle Entscheidungen über die Bildeinstellungen ab. Entschließt sich der Fotograf für den Modus "Normalbild" kann er unter anderem die Art des Weißabgleichs oder die Lichtempfindlichkeit beeinflussen. Über Blende und Belichtungszeit entscheidet immer die Kamera, das gilt auf für die Szenenmodi mit abgespeicherten Einstellungen für 29 unterschiedliche Aufnahmesituationen, wie zum Beispiel unter der Wasseroberfläche.

Panasonic Lumix FT2 im Test

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Der 2,7 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der FT2 dient als Sucher und zur Bildkontrolle. Bei Tageslicht ist der Inhalt der Anzeige gut zu erkennen, nur bei Aufnahmen unter Wasser sollte der Nutzer die Beleuchtung so hell wie möglich einstellen. Die Blickwinkel fallen trotz der schützenden Doppelverglasung, die für vergleichsweise starke Reflexionen sorgt, noch sehr groß aus und liegen bei etwa 160 bis 170 Grad.

Gute Tasten, schlechte Tasten

Die Bedienung der Panasonic Lumix FT2 kann komplett mit einer Hand erfolgen. Der Nutzer erreicht alle Bedienelemente bequem mit den Fingern der rechten Hand, während diese die Kamera festhält. Die Tasten auf der Rückseite weisen klare Druckpunkte auf, allerdings erscheinen der Auslöser und die Zoomwippe auf der Oberseite sehr schwammig gelagert zu sein. Beobachtet der Fotograf die Kamera nicht genau kann er mit den Fingern alleine nicht feststellen, ob sich das Objektiv bewegt oder ein Bild aufgenommen wurde.

Mit der Aufnahmetaste auf der Rückseite der FT2 startet und beendet der Anwender die Filmaufzeichnung - egal welcher Aufnahmemodus ausgewählt ist. Über Direkwahltasten verstellt der Nutzer Blitzart und Belichtungskorrektur, startet den Selbstauslöser und wählt den Makromodus aus.

Im "Q.Menü" kann der Fotograf für die Belichtung relevante Einstellungen wie Weißabgleich und Lichtempfindlichkeit aber auch den AF-Modus oder die Aufnahme von Serienbildern auswählen. Diese und weitere Einstellungen erreicht er auch über das übersichtliche Hauptmenü, dass sich in drei Untermenüs für Aufnahme-, Video- und Grundeinstellungen aufteilt.

Sehr guter automatischer Weißabgleich

Die Aufnahmen der Panasonic Lumix FT2 überzeugen mit sehr natürlich wirkenden Farben - so sorgt der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht zum Beispiel dafür, das anders als bei den meisten Digitalkameras kein deutlicher Gelbstich auftritt. Die Bilder bieten darüber hinaus eine hohe Detailgenauigkeit sowie angenehme Kontraste und klare Konturen.

Allerdings gilt dies nur bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100. Erhöht der Fotograf die Empfindlichkeit, zum Beispiel für Aufnahmen unter der Wasseroberfläche, nimmt die Bildqualität ab. Bei ISO 400 stört das Bildrauschen, wenn man die Fotos in Originalgröße betrachtet. Bei ISO 1.600 fallen die Störungen bereits auf, wenn die Bilder auf ein Viertel verkleinert sind.

Panasonic Lumix FT2 Testbilder

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Videos nimmt die Lumix FT2 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit natürlich wirkenden Farben und ausreichend Details. Der automatische Weißabgleich arbeitet gemächlich, passt im Gegenzug aber die Bildeinstellungen sehr gut an veränderte Lichtverhältnisse an.

Während der Filmaufzeichnung steht die gesamte Brennweite des Objektivs zur Verfügung. Das interne Mikrofon der FT2 liefert einen angenehm klaren Ton. Allerdings sind Tastendrücke oder Berührungen am Gehäuse deutlich im Video zu hören.

Robust und bereit für modernste Speicherkarten

Das griffige Metall- und Kunststoffgehäuse der Panasonic Lumix FT2 mit liegt gut in der Hand. Der Daumen findet genug Ablagefläche auf der Rückseite und die anderen Finger ausreichend Halt auf der glatten Oberfläche der Vorderseite. Gegen ungewolltes Abtauchen auf den Meeresgrund schützt die Handgelenkschlaufe.

Ein Lithium-Ionen-Akku übernimmt die Stromversorgung der FT2. Als Speichermedien akzeptiert die Kamera SD-, SDHC- und SDXC-Karten. Panasonic stattet die Outdoorkamera mit einem HDMI-Anschluss sowie ein herstellerspezifischen Schnittstelle aus, an der der Nutzer die mitgelieferten USB- und AV-Kabel anschließen kann.

Akku, Speicherkarten und Anschlüsse schützt die FT2 mit Abdeckungen, die der Fotograf verriegeln kann, damit sie sich nicht ungewollt öffnen oder aus Versehen geöffnet werden. Auf der Innenseite der Klappen befindet sich ein Gummieinsatz, der dicht abschließt. Befindet sich allerdings ein Haar oder Dreck auf dem Gummi schließt er nicht richtig und Wasser kann eindringen.

Fazit: Gelungene Kamera mit zwei Fehlern

Im Vergleich zum Vorgängermodell hat Panasonic die Lumix FT2 nicht nur robuster gemacht, sondern auch die Bildqualität verbessert - zumindest bei niedriger Lichtempfindlichkeit. Die Bedienung geht problemlos von der Hand, allerdings mit zwei Einschränkungen: Die Druckpunkte der am meisten genutzten Tasten, nämlich Auslöser und Zoomwippe, fallen sehr ungenau aus.

Panasonic empfiehlt für seine wasserdichte, sturzresistente und kältefeste Kamera einen unverbindliche Verkaufspreis von 399 Euro. Im Internet bieten Händler die Lumix FT2 bereits für rund 330 Euro an.

Panasonic Lumix DMC-FT2
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