Der erste 3D-Camcorder im Test: Panasonic HDC-SDT750

Selber 3D-Videos für 3D-Fernseher aufnehmen

von Jan Johannsen
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Endlich mehr Inhalte für 3D-Fernseher: Mit dem Panasonic HDC-SDT750 kann jeder Hobby-Regisseur James Cameron nachfiebern und eigene 3D-Filme aufnehmen. Ohne die 3D-Linse liefert der Camcorder darüber hinaus Full-HD-Videos in guter Bildqualität.

Avatar-Regisseur James Cameron bekommt Nachwuchs: Als erster Hersteller gibt Panasonic den Besitzern von 3D-fähigen Fernsehern die Möglichkeit, selber für mehr dreidimensionale Inhalte zu sorgen. Der Camcorder mit der sperrigen Produktbezeichnung HDC-SDT750 fertigt mit Hilfe einer Vorsatzlinse 3D-Videos an, die sich auf TV-Geräten aller Marken betrachten lassen sollen.

Panasonic HDC-SDT750

Eigene 3D-Filme aufnehmen

Panasonic entschied sich bei seinem ersten 3D-Camcorder für Verbraucher für eine einfache Lösung. Der Nutzer bringt auf einem "normalen" Camcorder eine 3D-Vorsatzlinse - Produktbezeichnung VW-CLT1 - an. Diese teilt die Aufnahme in zwei Bilder auf, die später richtig abgespielt für eine räumliche Wirkung sorgen - ein so genanntes Side-by-Side-Verfahren.

Für eine gute 3D-Wirkung muss der Nutzer die Vorsatzlinse jedes mal wenn er sie am Camcorder anbringt ausrichten oder zumindest kontrollieren, ob die zwei Bilder noch im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Hierzu blendet der SDT750 eine Anleitung auf seinem Bildschirm ein. Die Feinjustierung erfolgt über die drei Räder unter der Klappe auf der Oberseite der Vorsatzlinse.

Bei der Aufnahme von 3D-Videos beträgt der Mindestabstand zum gefilmten Objekt einen Meter. Dieses setzt sich am besten vom Hintergrund ab, wenn es sich in 1,5 Metern Entfernung befindet. Natürlich entfalten nur Motive ein räumliche Wirkung auf einem 3D-Fernseher, die auch in Natur räumlich wirken.

Technik für 2D und 3D

In den Camcorder SDT750 baut Panasonic einen 3MOS-Bildsensor mit einer Fläche von 1/4,1 Zoll ein. Damit fällt er kleiner aus, als die Chips in den meisten Digitalkameras und Camcordern. Mit seinen drei lichtaufnehmenden Schichten liefert er eine maximale Auflösung von rund 9,1 Megapixeln, beziehungsweise Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Fotos rechnet der Camcorder sogar bis zu 14,2 Megapixeln hoch.

Der Panasonic HDC-SDT750 verfügt über ein Objektiv mit zwölffachen Zoom. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 35 bis 420 Millimetern. Befindet sich die 3D-Vorsatzlinse am Camcorder steht allerdings nur eine Festbrennweite von 58 Millimetern zur Verfügung.

Der Nutzer kann die Brennweite sowohl über die Zoomwippe als auch über die Tasten unterhalb des ausklappbaren Bildschirms verändern. Über die Zoomwippe kann er die Geschwindigkeit beeinflussen, über die Tasten bewegt sich das Objektiv nur in einem für Filmaufnahmen angenehmen langsamen Tempo. Der Autofokus passt sich gut an neue Motive an.

Für Videos in 3D steht nur ein Aufnahmeprogramm bereit, in dem der Nutzer keine Veränderungen an den Belichtungseinstellungen vornehmen kann. Im herkömmlichen 2D-Betrieb kann der Nutzer beim SDT750 Blende und Belichtungszeit manuell einstellen sowie dies einem von zehn Szenemodi oder der intelligenten Automatik überlassen. Hilfsmittel wie die Gesichtserkennung oder der optische Bildstabilisator stehen nur im 2D-Betrieb vollständig zur Verfügung.

Panasonic HDC-SDT750 im Test.

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Panasonic stattet den SDT750 mit einem elektronischen Sucher und einem drei Zoll großen Touchscreen aus. Den Sucher aktiviert der Nutzer durch herausziehen, allerdings fällt er sehr klein aus und ist für Brillenträger nicht zu gebrauchen. Deutlich bequemer erfolgt die Motivwahl über den um 270 Grad drehbaren Bildschirm mit sehr hohen Betrachtungswinkeln von fast 180 Grad.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Testbericht, Digitalkamera, 3D-Software & Rendering, Nvidia, Panasonic und TV & Stream versehen.

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