Sony Alpha 390 im Test: Günstige Spiegelreflexkamera für Einsteiger

Hohe Bildqualität dank APS-C-Sensor

von Jan Johannsen

Sony beschränkt sich bei der Einsteiger-Spiegelreflexkamera Alpha 390 auf die nötigste Ausstattung. Auf Videos müssen die Nutzer verzichten, dafür erhalten sie Kamera mit guter Bildqualität und einfacher Bedienung zu einem fairen Preis.

Gute Bildqualität, einfache Bedienung sowie alle nötigen, aber keine überflüssigen Ausstattungsmerkmale: Die Sony Alpha 390 verzichtet auf eine Videofunktion und erscheint trotzdem oder gerade deswegen wie die perfekte Spiegelreflexkamera für Einsteiger zu einem fairen Kit-Preis von derzeit circa 450 Euro.

Zusätzlich beeindruckt die DSLR mit einem sehr geringem Bildrauschen. Erste leichte Störungen lassen sich in dunklen Bereichen in der Originalauflösung erst bei ISO 800 erkennen. Bei ISO 3.200 überzieht das Bildrauschen bereits die gesamte Aufnahme - verkleinert der Fotograf die Fotos aber auf ein Viertel der Originalgröße sind sie im privaten Rahmen immer noch vorzeigbar.

Sony Alpha 390 Testbilder

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Optischer Bildstabilisator und beweglicher Bildschirm 

Die Sony Alpha 390 bietet die bei Spiegelreflexkameras üblichen Aufnahmearten: manuelle, halb- und vollautomatische Steuerung ergänzt der Hersteller mit sechs Szenenprogrammen, die sich schnell über das Moduswahlrad aufrufen lassen. Diese erleichtern nicht nur Einsteigern die ersten Schritte mit der Kamera.

Das Autofokussystem der Alpha 390 mit einem zentralen Fadenkreuzsensor und neun Sensorpunkten, auf die der Nutzer jeweils einen Spotfokus legen kann, arbeitet schnell und präzise. Im Gehäuse der Kamera steckt Sonys SteadyShot-System zur optischen Bildstabilisierung, das den Bildsensor zum Ausgleich von Kamerabewegungen verschiebt. Mit diesem gelingen bei längeren Belichtungszeiten als gewöhnlich verwacklungsfreie Aufnahmen - je nach Aufnahmebedingungen sind zwei bis drei Belichtungsstufen möglich.

Der 2,7 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Kamera lässt sich nach oben und unten neigen. Er zeigt auch ein Livebild an und ergänzt den optischen Sucher, der nur etwa 95 Prozent des Sichtfeldes abdeckt. Nähert sich der Fotograf dem Sucher, schaltet ein Sensor den Bildschirm ab, damit sein Licht nicht für Irritationen sorgt.

Sony Alpha 390

Allerdings weist der Bildschirm mit 230.400 Pixeln nur eine geringe Auflösung auf und zeigt nicht alle Details an. Zudem spiegelt er vergleichsweise stark, so dass die Blickwinkelabhängigkeit sich schon bei jeweils rund 100 Grad bemerkbar macht. Trotzdem eignet sich der Monitor immer noch zur Festlegung des Bildausschnitts.

Einfache Bedienung, übersichtliches Menü

Die Bedienung der Alpha 390 gestaltet sich so einfach und angenehm, dass sie auch für Einsteiger schnell zu erlernen ist. Neben dem Auslöser sorgen sechs weitere Tasten sowie einer Steuerring dafür, dass das Gehäuse übersichtlich bleibt, aber trotzdem die wichtigsten Einstellungen schnell erledigt sind.

Lichtempfindlichkeit, Blitzlicht, den Bildfolgemodus (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser) und die Belichtungskorrektur verstellt der Fotograf über Direktwahltasten. Die Fn-Taste bietet Zugriff auf sechs Aufnahmefunktionen. Hier stellt der Nutzer den Weißabgleich, die Messmethode, AF-Feld und AF-Modus sowie die Dynamikbereich-Optimierung und die simulierte Filmart ein.

Sony Alpha 390 im Test

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Das Drehrad an der Vorderseite des Batteriegriffs dient zum Einstellen von Belichtungszeit und Blende - im Zusammenspiel mit der Taste für die Belichtungskorrektur.

Alle Tasten der Sony Alpha 390 weisen angenehm deutliche Druckpunkte auf. Das übersichtliche Menü gliedert sich in vier Bereiche, die teilweise über bis zu drei Unterseiten verfügen. Gesuchte Einstellungen lassen sich schnell finden und anpassen.

Kunststoffgehäuse mit den wichtigsten Anschlüssen

Das Kunststoffgehäuse der Sony Alpha 390 ist ordentlich verarbeitet. Durch den Batteriegriff hat der Fotograf die DSLR immer fest und sicher im Griff. Mit dem Standard-Kit-Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern wiegt die Kamera 754 Gramm und weist damit ein Durchschnittsgewicht auf.

Sony stattet die Alpha 390 mit einem HDMI-Ausgang und einer Micro-USB-Schnittstelle sowie einem Stromanschluss und einem Zubehörschuh aus. Einen Fernauslöser kann der Fotograf nicht anschließen. Ein Lithium-Ionen-Akku stellt die Energieversorgung sicher. Die Kamera speichert ihre Fotos wahlweise auf einem Memory Stick oder einer SD- oder SDHC-Karte.

Fazit: Für Einsteiger eine gute Wahl

Trotz der Mängel beim Bildschirm überzeugt die Sony Alpha 390 als Spiegelreflexkamera für Einsteiger. Sie liefert eine sehr gute Bildqualität und lässt sich einfach und angenehm bedienen. Zudem fällt ihr Preis einsteigerfreundlich niedrig aus.

Für das getestete Kit bestehend aus Sony Alpha 390 und einem Standard-Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern verlangt der Hersteller im hauseigenen Online-Shop 499 Euro. Andere Internet-Händler bieten das Set etwas günstiger - für rund 450 - an.

Sony Alpha 390
9
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