Sony Cybershot WX5 im Test: Lichtstarke Kompaktkamera

Große Blende und 3D-Panoramabilder

von Jan Johannsen

Viele Hersteller werben damit, dass ihre Kompaktkameras auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder machen. Die Sony Cybershot WX5 hat mit ihrer großen Blendenöffnung die Voraussetzung, um das Versprechen zu erfüllen.

Bei einbrechender Dunkelheit soll die Sony Cybershot WX5 noch etwas länger Bilder liefern als die meisten anderen Kompaktkameras. Hierfür stattet der Hersteller sie mit einem Objektiv aus, das über eine besonders große Blendenöffnung verfügt. Als Zugabe nimmt die Kamera 3D-Panoramabilder auf.

Große Blendenöffnung und gut zu erkennender Bildschirm

Beim Bildsensor der Cybershot WX5 setzt Sony auf eine Eigenentwicklung. Der Exmor-R-CMOS-Sensor liefert bei einer Fläche von 1/2,3 Zoll eine maximale Auflösung von 12,2 Megapixeln. Größentechnisch unterscheidet sich der Chip, damit nicht von der Masse der Bildsensoren in anderen Kompaktkameras.

Das Objektiv der Cybershot WX5 verfügt über einen fünffachen Zoom und eine vergleichsweise große Anfangsblende. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 120 Millimetern. Die größte Blendenöffnung liegt bei f2,4, so dass mehr Licht einfällt, als bei der überwiegenden Zahl anderer Kompaktkameras. Nur wenige Modell wie die Samsung EX1 besitzen eine noch größere Blende.

Sony Cybershot WX5

Das Objektiv lässt sich zügig und gleichzeitig präzise steuern. Der Autofokus stellt die ausgewählten Motive scharf, benötigt hierfür aber mitunter zwei bis drei Anläufe. Ein optischer Bildstabilisator hilft dem Fotografen auch bei längeren Belichtungszeiten verwacklungsfreie Fotos aufzunehmen.

Bei der Cybershot WX5 hat der Fotograf die Wahl zwischen mehreren automatischen und einem halbautomatischen Aufnahmemodus. Über das Wahlrad auf der Rückseite erreicht der Nutzer neben der Programmautomatik, in der er den größten Einfluss auf die Belichtungseinstellungen hat, eine intelligente und eine überlegene Vollautomatik. Zusätzlich verfügt die Kamera über 14 Szenenmodi und Schwenkpanoramen in 2D und 3D. Eine Gesichtserkennung und eine Lächelautomatik helfen beim Ablichten von Personen.

Sony Cybershot WX5 im Test

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Der 2,8 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Sony WX5 dient als Sucher und zur Wiedergabe der Aufnahmen. Die Anzeige mit einer Auflösung von 460.800 Pixeln zeigt sich zwar anfällig für Fingerabdrücke und Spiegelungen, fällt aber andererseits so leuchtstark aus, dass ihr Bild im Sonnenlicht gut zu erkennen ist. Die Betrachtungswinkel fallen mit rund 150 bis 160 Grad erstaunlich groß aus.

Unkomfortable Bedienung

Bei der Bedienung offenbart die Sony Cybershot WX5 einige Schwächen. So liegen die Bedienelemente auf der Rückseite sehr eng beieinander, verfügen nicht alle über deutliche Druckpunkte. Vor allem die Mitteltaste des Vier-Wege-Steuerrings erweist sich als sehr schwammig gelagert. Auch der Auslöser gibt nicht immer klar Auskunft darüber, ob er halb eingedrückt ist oder nicht.

Blitz, Gesichtserkennung und Serienbilder sowie Selbstauslöser-Aufnahmen stellt der Fotograf über Direktwahltasten ein. Mit einem Druck auf die "Movie"-Taste startet der Nutzer in jedem Aufnahmemodus die Videoaufzeichnung. Über die "Menu"-Taste öffnet der Anwender eine Seitenleiste, in der er Belichtungseinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit, den Weißabgleich, die Belichtungskorrektur oder die Bildgröße verändert. Über eine Schaltfläche in dieser Leiste gelangt er in das aufgeräumte Hauptmenü der WX5.

Schöne Aufnahmen, aber nicht frei von Bildrauschen

Die Aufnahmen der Sony Cybershot WX5 überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit, klaren Konturen und natürlich wirkenden Farben. Bei Aufnahmen mit Blitzlicht nimmt die Detailgenauigkeit etwas ab. Der Bildsensor und die großen Blende des Objektivs mögen zwar für längere Belichtungszeiten sorgen, doch sollte der Fotograf die Lichtempfindlichkeit nicht zu hoch wählen.

Bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 sind in einzelnen, vor allem dunklen, Bereichen Störungen in Form des so genannten Bildrauschens zu erkennen. Ab ISO 800 erfasst das Bildrauschen schon das gesamte Motiv, bei ISO 3.200 fallen die Störungen bereits auf, wenn der Nutzer eine auf einer Viertel der Originalgröße verkleinerte Ansicht betrachtet.

Sony Cybershot WX5 Testbilder

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Videos nimmt die Sony Cybershot WX5 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Aufnahmen bieten eine hohe Detailgenauigkeit, natürlich wirkende Farben und auch bei starken Lichtunterschieden angenehme Kontraste. Der automatische Weißabgleich und der Autofokus sind dem Nutzer eine große Hilfe, wenn er die Einstellungen nicht selbst vornehmen will.

Allerdings treten sobald sich die WX5 oder das Motiv bewegt und wenn der Nutzer die Brennweite verändert sehr leicht störende Zeilenverschiebungen auf. Da hilft es auch nicht, dass sich das Objektiv bei der Filmaufnahme nur verlangsamt bewegt. Die zwei Stereo-Mikrofone der Kamera liefern einen sehr gut verständlichen Ton, den die Zoomgeräusche nur sehr leicht stören.

HDMI- und Universalanschluss

Mit einer Breite von 91,7, einer Höhe von 51,9 und eine Tiefe von 21,5 Millimetern fällt das solide verarbeitete Gehäuse der Sony Cybershot WX5 sehr kompakt aus. Die Vorderseite besteht aus Metall, die Rückseite um den Bildschirm aus Kunststoff. Für Menschen mit sehr großen Händen eignet sich die Kamera nicht.

Solange die Finger des Nutzers nicht feucht sind, finden sie auf der ebenen Vorderseite der WX5 festen Halt. Eine spezielle Daumenablage fehlt auf der Rückseite der Kamera, das Moduswahlrad lässt sich aber als solche nutzen.

Als Speichermedien akzeptiert die Cybershot WX5 sowohl Memory Sticks, als auch SD- und SDHC-Karten. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, der nach Angaben des Herstellers Energie für bis zu 230 Aufnahmen liefern soll.

Sony stattet die WX5 nur mit zwei Schnittstellen aus. An den Universalanschluss an der Unterseite der Kamera schließt der Nutzer das im Zubehör befindliche Kabel mit USB- und AV-Steckern an. Über die HDMI-Buchse an der Gehäuseseite zeigt die Cybershot Fotos und Videos auf Flachbildfernsehern an.

Fazit: Lichtstarke Kompaktkamera

Die große Blendenöffnung der Sony Cybershot WX5 sorgt merklich dafür, dass vergleichsweise viel Licht auf den Bildsensor fällt. Die Folge sind etwas längere Belichtungszeiten als bei anderen Kompaktkameras. Unempfindlich gegenüber Bildrauschen wird die Kamera dadurch nicht. Während die Ausstattung und Technik der Kamera überzeugen, erweist sich die Bedienung als nicht besonders nutzerfreundlich.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony für die Cybershot WX5 beträgt 320 Euro. Über das Internet verkaufen Händler die Kamera bereits für rund 270 Euro.

Mit einer Blende von f1.8 gehört die Samsung EX1 zu den wenigen Kompaktkameras, die eine noch größere Blendenöffnung aufweisen als die WX5.

Sony Cybershot WX5
9
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