Panasonic Lumix FX700 im Test: Kompaktkamera mit Touchscreen

Full-HD-Video, fünffacher Zoom und nur wenige Tasten

von Jan Johannsen

Die Bedienung der Lumix FX700 von Panasonic erfolgt über einen Touchscreen. Punkte sammelt die Kompaktkamera darüber hinaus mit ihrer großen Blende und der Aufzeichnung von Videos in Full-HD. Nur der Standard-Bildsensor lässt eine durchschnittliche Bildqualität erwarten.

Panasonic bietet mit der Lumix FX700 eine Kamera mit fünffachem optischen Zoom und einem Touchscreen zur Bedienung an, die sich mit ihrer großen Anfangsblende und der Aufzeichnung von Full-HD-Videos von anderen kompakten Modellen unterscheidet. Der Fotoapparat liegt in einer gehobenen Preisklasse und sollte folglich mehr als nur eine durchschnittliche Bildqualität liefern.

Objektiv mit großer Anfangsblende und ein Standard-Bildsensor

Beim Bildsensor der Lumix FX700 hat sich Panasonic für Standard-Ware entschieden, die in vielen Kompaktkameras steckt. Der 1/2,33 Zoll große CCD-Chip liefert einer maximale Auflösung von 14,1 Megapixeln und nimmt auch Videos in Full-HD-Auflösung auf.

Aus dem Rahmen fällt dagegen die vergleichsweise große Anfangsblende des Objektivs, die bei f2.2 liegt. So sollte mehr Licht auf den Sensor der FX700 fallen, als bei anderen Kompaktkameras. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 24 bis 120 Millimetern - woraus sich ein fünffacher Zoombereich ergibt.

Panasonic Lumix FX700

Das Objektiv der FX700 verändert seiner Brennweite zügig. Der Autofokus findet schnell ein Motiv zum Scharfstellen, versagt jedoch bei einfarbigen Flächen. Ein optischer Bildstabilisator hilft dem Fotografen dabei, auch bei längeren Belichtungszeiten ein verwacklungsfreies Bild aufzunehmen.

Die Panasonic Lumix FX700 bietet dem Fotografen eine große Auswahl an automatischen, halbautomatischen und einem manuellen Aufnahmeprogramm. Im manuellen Modus bestimmt er sämtliche Belichtungseinstellungen, in der Programm-, Zeit- und Blendenautomatik nur jeweils eine Variable. Die intelligente Automatik nimmt dem Nutzer sämtliche Einstellungen ab, gleiches gilt für die 28 zur Auswahl stehenden Szenenprogramme.

Panasonic Lumix FX700 im Test

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Auf der Rückseite der Lumix FX700 befindet sich ein drei Zoll großer Bildschirm mit einer Auflösung von 230.000 Pixeln. Der Touchscreen dient als Sucher und zur Bedienung der Kamera. Die Anzeige lässt sich gut erkennen, spiegelt vergleichsweise wenig und zeichnet sich durch große Blickwinkel von rund 170 Grad aus.

Touchscreen und wenige Knöpfe

Die Bedienung der Panasonic Lumix FX700 erfolgt größtenteils über den Touchscreen, den einige Tasten, die klare Druckpunkte aufweisen, sinnvoll ergänzen. Auf der Oberseite der Kamera befinden sich neben dem Einschaltknopf der von einer Zoomwippe umgebene Auslöser sowie ein eigener Aufnahmeknopf für Videos.

Neben dem Bildschirm auf der Rückseite der FX700 befinden sich noch Schieberegler zur Auswahl von Aufnahmebereitschaft oder Bildwiedergabe. Über zwei Knöpfe ruft der Fotograf das Hauptmenü oder die Übersicht der zur Verfügung stehenden Aufnahmeprogramme auf. Das Menü erscheint zwar übersichtlich, die auf bis zu fünf Bildschirme verteilten Menüpunkte erfordern allerdings mitunter zu viele Klicks, bis der Nutzer eine Einstellung verändern kann.

Die Navigation durch das Menü und die Auswahl einzelner Menüpunkte erfolgt über den Touchscreen. Dieser reagiert präzise und fast ohne Verzögerung auf Berührungen. Akzeptierte Eingaben bestätigt die Kamera auf Wunsch mit einem Ton.

Über den Bildschirm hat der Fotograf je nach Aufnahmemodus Zugriff auf verschiedene Aufnahmeeinstellungen. So verstellt er zum Beispiel Blende und Belichtungzeit oder wählt die Blitzart, den Selbstauslöser oder den Serienbildmodus aus. Im "Q.Menu" stehen unter anderem die Lichtempfindlichkeit, der Bildstabilisator, die Auflösung und das Bildformat sowie der Weißabgleich zur Auswahl.

Frühes Bildrauschen und verwaschene Pixel

Mit ihrem Standard-Bildsensor liefert die Panasonic Lumix FX700 bestenfalls eine durchschnittliche Bildqualität - mit Tendenz in Richtung unterhalb des Durchschnitts. Schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 tritt ein leichtes Bildrauschen auf und die Detailgenauigkeit fällt gering aus. Die Konturen sind ungenau und bei Betrachtung der Aufnahmen in Originalgröße wirken die Bilder wie ein Pixelbrei.

Da nützt es wenig, dass die Farben natürlich wirken und die Konturen angenehm ausfallen. Schon bei ISO 400 stört das Bildrauschen sehr stark und fällt ab ISO 800 auch auf Verkleinerungen der Fotos auf ein Viertel der Originalgröße auf.

Panasonic Lumix FX700 Testbilder

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Videos nimmt die Panasonic Lumix FX700 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Zur Auswahl stehen mit AVCHD und Motion JPEG zwei Formate, von denen sich das erste besser zur Wiedergabe auf Fernsehern und das zweite besser zum Weiterverarbeiten am PC eignet.

In Sachen Bildqualität fallen die Videos etwas besser als die Fotos der FX700, überzeugen aber nicht restlos. Die Farben wirken zwar natürlich und es treten keine Zeilenverschiebungen auf, aber der Autofokus stellt sich nur langsam scharf und Bildrauschen tritt sehr schnell auf.

Der automatische Weißabgleich arbeitet langsam, aber dafür präzise. Die zwei Stereo-Mikrofone auf der Oberseite der FX700 liefern einen gut verständlichen Ton - wenn der Fotograf sie nicht aus Versehen zu hält. Das Objektiv bewegt sich bei der Filmaufzeichnung nur angenehm verlangsamt.

Bereit für die neueste Speicherkartengeneration

Das Kunststoffgehäuse der Panasonic Lumix FX700 wirkt solide und ordentlich verarbeitet. Auch ohne besondere Ausbuchtungen bietet die Vorderseite den Fingern des Nutzers genug halt, die Daumenablage auf der Rückseite sorgt für einen noch sicheren Griff.

Panasonic stattet die FX700 mit einem kombinierten AV/Digital- sowie einem HDMI-Anschluss zur Datenübertragung aus. Die Kamera bezieht Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku und legt Fotos und Videos auf SD-, SDHC-, SDXC-Speicherkarten ab.

Fazit: Hoher Preis für geringe Bildqualität

Mit der großen Anfangsblende, den Full-HD-Videos und ihrem Touchscreen weist die Panasonic Lumix FX700 nur wenige Merkmale auf, die sie etwas von der großen Menge an Kompaktkameras abheben. Die übrige Ausstattung entspricht dem derzeit üblichen Standard.

Die FX700 überzeugt mit ihrer gelungenen Bedienung und einer ordentlichen Verarbeitung. Im wichtigsten Punkt, der Bildqualität, patzt die sie allerdings. Für die unterdurchschnittliche Qualität ihrer Aufnahmen fällt der Preis der Kamera zu hoch aus.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic für die Lumix FX700 beträgt 399 Euro. Im Internet verkaufen Händler die Kamera für rund 330 Euro.

Andere Kompaktkameras bieten bei einem geringeren Preis eine bessere Bildqualität. Die Sony Cybershot WX5 kostet zum Beispiel rund 270 Euro und verfügt immerhin über eine Blende von f2.4. Größere Blendenöffnungen und eine bessere Bildqualität bieten aber auch die Samsung EX1 oder die Panasonic Lumix LX5 - allerdings zu einem höheren Preis.

Panasonic Lumix FX700
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