Sony Alpha 580 im Test: Gut ausgestattete Mittelklasse-DSLR

Spiegelreflexkamera mit Full-HD-Videoaufnahme, beweglichem Bildschirm und Bildstabilisator

von Jan Johannsen

Sony bietet mit der Alpha 580 eine Mittelklasse-Spiegelreflexkamera mit umfangreicher Ausstattung an. Die Kamera nimmt Full-HD-Videos auf und verfügt über einen großen Bildsensor, einen beweglichen Bildschirm und einen optischen Bildstabilisator.

Alle Wünsche erfüllt: Auf den ersten Blick scheint die Alpha 580 alles zu haben, was sich ein Fotograf von einer Spiegelreflexkamera wünschen kann. Doch neben einem großen Bildsensor, einer Videofunktion und einem beweglichen Bildschirm muss eine gute Kamera auch eine hohe Bildqualität liefern und die umfangreiche Bedienung darf nicht zu kompliziert ausfallen.

Gute Bilder mit Problemen bei hoher Lichtempfindlichkeit

Sony baut in die Alpha 580 einen CMOS-Bildsensor im APS-C-Format ein. Bei einer Fläche von 23,5 x 15,6 Millimetern nimmt er Fotos mit 16,2 Megapixeln und Videos in Full-HD-Auflösung auf. Bei den Bildern stehen die Seitenverhältnisse 3:2 und 16:9 zur Auswahl.

Die Aufnahmen der Alpha 580 überzeugen mit natürlich wirkenden Farben, einer hohen Detailgenauigkeit sowie deutlichen Konturen und angenehmen Kontrasten. Allerdings traten im Test mit dem beiliegenden Standard-Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern unerwünschte Vignettierungen auf und die Bilder wirkten ein zu Dunkel.

Sony Alpha 580

Ein erstes leichtes Bildrauschen lässt sich bei ISO 800 erkennen, wenn der Nutzer die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Ab ISO 3.200 sind die Störungen deutlich zu erkennen und ab ISO 6.400 beeinträchtigen sie die Bildqualität so stark, dass die Fotos nicht mehr vorzeigbar sind.

Sony Alpha 580 Testbilder

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Videos nimmt die Sony Alpha 580 wahlweise im AVCHD-Format in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln oder im MP4-Format mit 1.440 x 1.080 Pixeln auf. Letzteres eignet sich besser zur Wiedergabe und Bearbeitung auf einem PC, während AVCDH-Filme besser für die Wiedergabe auf Fernsehern geeignet sind.

Während der Videoaufzeichnung steht der Autofokus der Alpha 580 nicht zur Verfügung, sondern der Fotograf muss für ein scharfes Bild Hand anlegen. Gleiches ist für den Weißabgleich zu empfehlen, da die automatische Variante nur sehr langsam arbeitet.

Die Farben wirken auch im Video natürlich und die Detailgenauigkeit fällt mehr als ausreichend aus. Bei schlechten Lichtverhältnissen tritt aber auch in den Filmen ein erkennbares Bildrauschen auf. Das interne Mikrofon liefert einen verständlichen Ton, für eine hohe Qualität ist aber ein externes Mikrofon nötig.

Umfangreiche, aber trotzdem angenehme Bedienung

Die Bedienung der Sony Alpha 580 erfolgt größtenteils mit den Fingern der rechten Hand, so dass die Linke die meiste Zeit am Objektiv verweilen kann. Mit ihr gelangt der Fotograf nur ins Hauptmenü, ändert die Ansicht der Anzeige oder wählt den Aufnahmemodus mit einem Drehrad aus.

Neben einer Vollautomatik bietet die Alpha, die bei DSLRs üblichen manuellen und halbautomatischen Aufnahmeprogramme Zeit-, Blenden- und Programmautomatik sowie eine manuelle Steuerung. Darüber hinaus stehen acht abgespeicherte Einstellungen für verschiedene Aufnahmesituationen zur Auswahl.

Entscheidet sich der Fotograf für ein Schwenkpanorama setzt die Alpha 580 aus zahlreichen Aufnahmen eine Panorama-Ansicht zusammen. Als Bonus fertigt die Kamera sie auch mit räumlicher Wirkung in 3D an.

Die Tasten der Alpha 580 sind mit den Fingern der rechten Hand allesamt gut zu erreichen und zeichnen sich durch angenehm klare Druckpunkte aus. Mit ihnen hat der Fotograf schnellen Zugriff auf die Lichtempfindlichkeit, den Bildfolgemodus und die Belichtungskorrektur. Weitere häufig veränderte Einstellungen sind über die FN-Taste nur über einen kurzen Umweg zu erreichen.

Mit dem Drehrad an der Vorderseite des Batteriefachs verstellt der Nutzer Blende und Belichtungszeit. Mit einer eigenen Aufnahmetaste kann der Fotograf die Videoaufzeichnung in jedem Aufnahmeprogramm starten. Ein optischer Bildstabilisator im Gehäuse der Alpha 580 hilft dabei bei längeren Belichtungszeiten verwacklungsfreie Aufnahmen anzufertigen.

Sony Alpha 580 im Test

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Dem Fotografen stehen verschiedene Ansichten auf dem drei Zoll großen Bildschirm zur Auswahl. Sie zeigen jeweils unterschiedlich viele Informationen zu den aktuellen Einstellungen an. Der kleine Monitor ergänzt den optischen Sucher und lässt sich nach oben und unten kippen. Bei einer Auflösung von 921.600 Pixeln bietet er ein klares Bild und große Blickwinkel, die bei rund 170 Grad liegen.

Zwei verschiedene Speichermedien

Die ohne Objektiv 679 Gramm schwere Sony Alpha 580 steckt in einem sauber verarbeiteten Kunststoffgehäuse. Dank des bei Spiegelreflexkameras üblichen Batteriefachs hat der Nutzer sie mit der rechten Hand sicher im Griff. Ein leichte Gummierung sorgt auch bei Feuchtigkeit für einen sicheren Halt.

Als Speichermedien kann der Fotograf sowohl eine SD(HC)-Speicherkarte oder einen Memory Stick in die Alpha 580 einlegen. Mit einem kleinen Schieber bestimmt er auf welchem Medium die Kamera Fotos und Videos speichert. Die Stromversorgung der DSLR stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Unter Idealbedingungen soll er über 1.000 Fotos aufnehmen.

Zur Datenübertragung stattet Sony die Alpha 580 mit einem USB- und einem HDMI-Anschluss aus. An weiteren Buchsen kann der Nutzer ein Mikrofon, eine Fernsteuerung und ein Netzteil anschließen.

Fazit: Umfangreiche Ausstattung und Probleme bei hoher Lichtempfindlichkeit

Sony bietet mit der Alpha 580 eine überzeugende Spiegelreflexkamera aus dem Mittelklassebereich zu einem vernünftigen Preis an. Die Kamera überzeugt mit ihrer umfangreichen Ausstattung und einer genauer, aber trotzdem unkomplizierten Bedienung. Die Bildqualität fällt mit kleinen Einschränkungen gut aus: Auf unseren Testbildern sind unerwünschte Vignettierungen deutlich zu erkennen und bei hoher Lichtempfindlichkeit macht Bildrauschen die Aufnahmen unbrauchbar.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony für die Alpha 580 liegt bei 799 Euro für das Gehäuse und 899 Euro für das getestete Kit mit einem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv. Bei Internethändlern sind die Preise bereits auf rund 750 und 775 Euro gesunken.

Gleichzeitig mit der Alpha 580 hat Sony seine erste Spiegelreflexkamera mit einem feststehenden Spiegel angekündigt. Die Alpha SLT-A55 überzeugte im Test ebenfalls. In direkter Konkurrenz zur Alpha 580 stehen im Mittelklasse-Bereich unter anderem die Canon EOS 60D und die Pentax K-7.

Sony Alpha 580
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