Ohne Brille: 3D-Camcorder und 3D-Bilderrahmen im Test

Aiptek i2 und P8

von Jan Johannsen
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Aiptek ermöglicht den günstigen Einstieg in die 3D-Welt. Der 3D-Camcorder i2 und der 3D-Bilderrahmen P8 kosten zusammen so viel wie ein 3D-Monitor für den PC. Zusätzlich benötigt der Betrachter für die 3D-Bildschirme der Geräte keine Spezialbrille.

Nachdem 3D-Technik marktreif geworden ist, stellen 3D-Bildschirme, für deren Betrachtung keine Spezialbrille nötig ist, die nächste Herausforderung für die Hersteller dar. Das chinesische Unternehmen Aiptek bietet mit dem i2 und dem P8 sowohl einen Pocket-Camcorder als auch einen Bilderrahmen an, auf deren Bildschirmen 3D-Bilder ohne Brille zu sehen sind. Die Videokamera nimmt selbstverständlich auch in 3D auf und liefert die Inhalte für den Bilderrahmen.

Aiptek i2 und P8

3D ohne Brille

Sowohl der 2,4 Zoll große Bildschirm des Camcorders i2 als auch die acht Zoll große Anzeige des Bilderrahmens P8 nutzen die so genannte "Parallax Barrier"-Technologie. Ähnlich wie bei einer Wackelpostkarte befindet sich eine Schicht auf dem Monitor, die das Licht im Idealfall so bricht, dass die zwei Augen des Betrachters jeweils ein anderes Bild wahrnehmen. Das menschliche Gehirn setzt daraus dann eine räumliche Ansicht zusammen.

Für den optimalen räumlichen Eindruck empfiehlt Aiptekt, direkt im 90 Grad Winkel auf die Geräte zu blicken. Der ideale Abstand für einen 3D-Effekt soll beim Pocket-Camcorder i2 bei rund 30 Zentimetern und beim Bilderrahmen P8 zwischen 60 und 80 Zentimetern liegen.

3D-Bildschirm, zwei Linsen, ein Bildsensor

Aiptek stattet seinen günstigen und sehr kompakten 3D-Camcorder i2 mit zwei Linsen, aber nur einem CMOS-Bildsensor aus. Bei einer Fläche von 1/3,2 Zoll liefert er eine Auflösung von fünf Megapixeln, die für Videos im HD-Format mit 1.280 x 720 Pixeln völlig ausreicht. Allerdings fällt der Chip kleiner aus, als bei den meisten kompakten Digitalkameras und im Gegensatz zur 3D-Kamera von Fujifilm handelt es sich nur um einen und nicht um zwei Bildsensoren.

Die 3D-Aufnahmen entstehen im "Side-by-Side"-Verfahren. Das bedeutet für die Videos, dass sich zwei gestauchte Bilder die Breite von 1.280 Pixeln teilen, also jeweils nur eine Auflösung von 640 x 600 Pixeln aufweisen.

Die zwei Linsen des i2 verfügen über eine feste, nicht genauer genannte Brennweite. Der Fokusbereich reicht von einem Meter bis unendlich - für Makroaufnahmen taugt der Camcorder also nicht. Die Nutzung des 4x-fachen digitalen Zooms lohnt sich nicht, da er die Bildqualität massiv verschlechtert.

Der Aiptek i2 verfügt nur über einen Aufnahmemodus. Der Nutzer kann bei dem Camcorder keine Einstellungen vornehmen, sondern muss sich mit den Voreinstellungen und der Automatik der Kamera zufrieden geben.

3D-Camcorder Aiptekt i2 im Test

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Der 2,4 Zoll große Bildschirm des i2 verfügt über eine Auflösung von 480 x 240 Pixeln. Die Anzeige erweist sich als nicht besonders lichtstark und stark blickwinkelabhängig. Bereits ab rund 50 Grad lässt sich das Bild nur noch schwer erkennen. Ein 3D-Effekt lässt sich auf dem Monitor erkennen, allerdings fällt er nicht so angenehm aus, wie auf größeren 3D-Monitoren.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Foto, Testbericht, Digitalkamera, AIPTEK, Fujifilm, Panasonic, Sony, Tablet, Videos, Monitor und TV & Stream versehen.

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