Nikon Coolpix S8100 im Test: Kompaktkamera mit zehnfachem Zoom

Rückseitig belichteter CMOS-Sensor und gut erkennbarer Bildschirm

von Jan Johannsen

Zehnfacher Zoom, Full-HD-Videos und ein rückseitig belichteter Bildsensor: Die Nikon Coolpix S8100 weist nicht nur eine umfangreiche Ausstattung auf, sondern lässt sich auch einfach bedienen und liefert gute Bilder - allerdings ist auch bei dieser Kamera nicht alles perfekt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Umgedrehter Bildsensor, große Brennweite und leuchtstarker Bildschirm
  2. Viel automatisch, wenig manuell
  3. Gute Bilder, schlechte Videos
  4. Getrennte Anschlüsse
  5. Fazit

Die Nikon Coolpix S8100 bietet dem Fotografen eine ordentliche Ausstattung, erlaubt allerdings kaum manuelle Einstellungen für die Aufnahmen. Die Kamera liegt angenehm in der Hand und überzeugt mit einer guten Bildqualität - nur Videos sollte der Nutzer mit ihr nicht filmen wollen.

Umgedrehter Bildsensor, große Brennweite und leuchtstarker Bildschirm

Nikon verwendet bei der Coolpix S8100 einen rückseitig belichteten CMOS-Sensor mit einer maximalen Auflösung von 12,1 Megapixeln. Bei dem Bildsensor mit einer Fläche von 1/2,3 Zoll verringern elektrische Leiterbahnen nicht den Lichteinfall, da sie sich im Gegensatz zu herkömmlichen Chips hinter der lichtempfindlichen Schicht befinden.

Nikon Coolpix S8100

Das Objektiv der Coolpix S8100 verfügt über einen zehnfachen Zoom. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 30 bis 300 Millimetern. Die Linse bewegt sich schnell und der Autofokus stellt erkannte Motive ebenfalls zügig scharf. Ein optischer Bildstabilisator hilft dem Fotografen auch bei längeren Belichtungszeiten verwacklungsfreie Aufnahmen anzufertigen.

Die Nikon Coolpix S8100 stellt dem Fotografen nur automatische Aufnahmeprogramme zur Auswahl. Bei ihnen kann er nur eingeschränkt Einfluss auf die Belichtungseinstellungen ausüben. Neben der Standard-Automatik stehen dem Nutzer noch Serienbilder, eine Motivverfolgung und Voreinstellungen für Aufnahmen bei Gegenlicht oder Nacht sowie 13 weitere Szenenprogramme zur Auswahl.

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Kamera dient mit einer Auflösung von 921.000 Pixeln als Sucher und zur Bildwiedergabe. Auf der leuchtstarken Anzeige erscheinen nicht nur viele Details, sondern sie lässt sich sogar bei Sonnenschein noch gut erkennen. Die Blickwinkel liegen nur geringfügig unter den maximal möglichen 180 Grad.

Viel automatisch, wenig manuell

Die Bedienung der Nikon Coolpix S8100 kann mit einer Hand erfolgen. Die linke Hand sorgt nur für mehr Stabilität bei den Aufnahmen und gestaltet das Einschalten bequemer. Die einzelnen Bedienelemente zeichnen sich durch deutliche Druckpunkte aus.

Nikon Coolpix S8100 im Test

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Neben dem von der Zoomwippe umgebenen Auslöser für Fotos auf der Oberseite verfügt die Coolpix S8100 über eine extra Aufnahmeknopf für Videos. Dieser befindet sich auf der Rückseite und sitzt ein Stück zu nah am Rand. Will der Fotograf die Taste mit dem Daumen drücken, wird die Kamera leicht instabil.

Weitere Tasten dienen zum Aufrufen des in drei Untermenüs für Aufnahme-, Video- und Systemeinstellungen gegliederten Hauptmenüs, der Bildwiedergabe und zum Löschen von Bildern und Filmen. Die Navigation erfolgt über den Vier-Wege-Steuerring. Über diesen hat der Fotograf zudem schnell Zugriff auf die Einstellungen von Blitzlicht, Selbstauslöser, Belichtungskorrektur und Makroaufnahmen.

Gute Bilder, schlechte Videos

Die Aufnahmen der Nikon Coolpix S8100 überzeugen mit einer sehr hohen Detailgenauigkeit sowie natürlich wirkenden Farben. Die Bildqualität liegt deutlich oberhalb des bei Kompaktkameras üblichen Durchschnitts. Die Konturen zeichnen sich deutlich ab und Kontraste verlaufen angenehm.

Ein Bildrauschen lässt sich ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 erkennen, wenn der Fotograf die Bilder in Originalgröße betrachtet. Bis ISO 1.600 fällt das Rauschen so gering aus, dass sich die Aufnahmen verkleinert noch für den privaten Gebrauch eignen. Erst bei ISO 3.200 sind auch Verkleinerungen auf ein Viertel der ursprünglichen Größe nicht mehr zu gebrauchen.

Nikon Coolpix S8100 Testbilder

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Videos nimmt die Coolpix S8100 mit bis zu 1.920 x 1.080 Pixeln, also in Full-HD-Auflösung auf. Allerdings sorgt die Anzeige auf dem Bildschirm für Verwirrung. Der Nutzer kann bei der Kamera auswählen, ob er die Filme mit 15, 60, 120 oder 240 Bildern in der Sekunde aufnehmen will - und diese Option auch deaktivieren. Trotzdem zeigt die Kamera noch an, dass sie zum Beispiel in QVGA-Qualität mit 240 Bildern pro Sekunde aufnehme. In Wirklichkeit zeichnet sie aber in Full-HD mit normaler Geschwindigkeit auf.

Grundsätzlich weisen die Videobilder eine ähnlich hohe Qualität auf, wie die Fotos der S81000. Allerdings lässt sich während der Filmaufnahme die Brennweite nicht verändern. Eine noch größere Beeinträchtigung stellt aber der automatische Weißabgleich dar. Ändert sich die Belichtung, passt die Kamera weder die Farben noch Blende oder Belichtungszeit an und liefert je nach Ausgangslage unter- oder überbelichtete Aufnahmen.

Getrennte Anschlüsse

Das Gehäuse der Nikon Coolpix S8100 besteht aus Kunststoff und erscheint ordentlich und stabil verarbeitet. Die Vorderseite ist mit einer Anti-Rutsch-Oberfläche überzogen, so dass der Fotograf die Kamera auch dank der kleinen Erhebung sowie der großzügigen Daumenablage auf der Rückseite sicher im Griff hat.

Die Coolpix S8100 speichert Fotos und Videos auf SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten ab. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku. Die Kamera verfügt über zwei Schnittstellen: Der HDMI-Anschluss befindet sich an der rechten Seite des Gehäuses und an der Unterseite versteckt sich ein kombinierter USB- und AV-Anschluss.

Fazit

Nikon bietet mit der Coolpix S8100 eine Kamera mit umfangreicher Ausstattung an, deren Aufnahmen eine überdurchschnittliche Qualität aufweisen und deren Bedienung auch für Einsteiger leicht zu verstehen ist. Die Kamera eignet sich nicht für Fotografen, die Aufnahmeeinstellungen manuell festlegen oder Nutzer, die häufig Videos aufnehmen wollen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Nikon für die Coolpix S8100 beträgt 269 Euro. Online-Händler verkaufen die Kamera derzeit für rund 230 Euro.

Mit ihrer großen Brennweite steht die Nikon Coolpix S8100 nicht alleine dar. Die Fujifilm Finepix F80EXR, die Kodak Easyshare Z950, die Canon Ixus 1000 HS, die Casio Exilim EX-H15 oder die Sony Cybershot H55 verfügen ebenfalls über einen zehnfachen Zoom.

Nikon Coolpix S8100
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