Samsung WB210 im Test: Kompaktkamera mit großem Zoom und Touchscreen

Weitwinkel-Aufnahmen und großer Bildschirm

von Jan Johannsen

Samsung baut in die Kompaktkamera WB210 ein Objektiv mit großem Brennweitenbereich und einen Touchscreen zu Bedienung ein. Die Benutzeroberfläche mit ihren großen Symbolen erinnert dabei an Smartphones.

Inhaltsverzeichnis

  1. Große Brennweite und zahlreiche Aufnahmeprogramme
  2. Flüssige Bedienung über Touchscreen
  3. Hohe Detailgenauigkeit und frühes Bildrauschen
  4. Anschluss-Eigengewächs und MicroSD-Speicherkarte
  5. Fazit: Umfangreiche Ausstattung und durchschnittliche Bildqualität

Samsung stattet seine neue Kompaktkamera WB210 mit einem großen Brennweitenbereich und einem Touchscreen zur Bedienung aus. Die Benutzeroberfläche mit ihren großen und bunten Symbolen weist dabei Ähnlichkeiten zu Smartphones auf.

Große Brennweite und zahlreiche Aufnahmeprogramme

Samsung baut einen CCD-Bildsensor mit einer maximalen Auflösung von 14 Megapixeln in die WB210 ein. Der Chip verfügt wie die Sensoren der meisten Kompaktkameras über eine Fläche von 1/2,3 Zoll. Videos nimmt er allerdings nur in HD-Auflösung auf.

Das Objektiv der WB210 verfügt über einen zwölffachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 288 Millimeter. Ein optischer Bildstabilisator hilft dabei Verwacklungen zu minimieren beziehungsweise ganz zu verhindern. In einem speziellen Aufnahmeprogramm für Weitwinkel-Bilder liegt die Brennweite sogar bei 21 Millimetern. Das Objektiv scheint sich träge zu bewegen, in Wirklichkeit ist es aber so schnell wie viele andere Linsen. Der Autofokus stellt Motive ebenfalls zügig scharf.

Samsung WB210

Die Samsung WB210 stellt dem Fotografen zahlreiche Aufnahmeprogramme zur Auswahl, wobei er nur im "P-Modus" einige Belichtungseinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit oder den Weißabgleich selber einstellen kann. Alle weiteren Modi, wie zum Beispiel die "Einfache", die "Extra breite", die

"Nah-", die "Smart-Filter-" oder die "Paletteneffekt"-Aufnahme, nehmen alle Belichtungseinstellungen selbst vor.

Auf der Rückseite der Samsung WB210 befindet sich ein 3,5 Zoll großer Touchscreen. Er dient als Sucher, zur Bildwiedergabe und als Bedienelement. Die Anzeige mit einer Auflösung von 921.600 Pixeln bietet eine hohe Detailgenauigkeit und große Blickwinkel. Diese erreichen horizontal und vertikal jeweils fast das Maximum von 180 Grad.

Flüssige Bedienung über Touchscreen

Die Bedienung der Samsung WB210 erfolgt größtenteils über den Touchscreen und lässt sich am bequemsten mit zwei Händen bewerkstelligen. Der Bildschirm reagiert schon auf leichte Berührungen, so dass der Nutzer problemlos mit einer Wischbewegung durch Menüs blättern kann.

Bei den einzigen Tasten der WB210, die allesamt einen deutlichen Druckpunkt aufweisen, handelt es sich neben dem Einschaltknopf um den Auslöser, die Bildwiedergabe-Taste und den Knopf zum Aufrufen des Home-Menüs, das mit seinen großen, bunten Schaltflächen an Smartphone-Menüs erinnert.

In diesem Start-Menü wählt der Fotograf die Aufnahmeprogramme aus und gelangt in das in vier Untermenüs gegliederte Hauptmenü der Kamera. Belichtungseinstellungen kann der Nutzer über Schaltflächen direkt vom Bildschirm oder im dort angezeigten Menü verändern.

Samsung WB210 im Test

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Hohe Detailgenauigkeit und frühes Bildrauschen

Die Aufnahmen der Samung WB210 bieten eine hohe Detailgenauigkeit, weisen allerdings schon bei einer geringen Lichtempfindlichkeit ein leichtes Bildrauschen auf. Die Farben der Fotos wirken natürlich und die Konturen sind deutlich zu erkennen. Kontraste setzt die Kamera angenehm um.

Jedoch lässt sich bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 an einigen Stellen ein leichtes Bildrauschen erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Ab ISO 400 fallen die Störungen deutlich auf, bei ISO 800 sorgen sie für eine leichte Verfärbung der Aufnahme und bei ISO 1.600 fällt diese so deutlich aus, dass das Bild nur noch bedingt zu gebrauchen ist.

Videos nimmt die Samsung WB210 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme bieten eine hohe Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Während der Aufnahme steht der komplette zwölffache Zoombereich zur Verfügung. Der optische Bildstabilisator sorgt auch bei größter Brennweite für einen ruhigen Bildausschnitt.

Der Autofokus stellt in der Regel die ausgewählten Motive schnell scharf. Der automatische Weißabgleich arbeitet dagegen sehr langsam und passt die Belichtungseinstellungen kaum an veränderte Lichtverhältnisse an. Das interne Mikrofon der Kamera nimmt Ton vergleichsweise leise auf.

Samsung WB210 Testbilder

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Anschluss-Eigengewächs und MicroSD-Speicherkarte

Beim Gehäuse der Samsung WB210 besteht die Vorderseite aus Metall und die Rückseite aus Kunststoff. Die Kamera erscheint insgesamt einwandfrei verarbeitet. Sie verfügt über eine Daumenablage, eine spezielle Haltevorrichtung für die Finger fehlt allerdings. Trotzdem hat der Nutzer das Gehäuse sicher im Griff.

Die Stromversorgung der WB210 stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher, den der Nutzer direkt in der Kamera auflädt, da Samsung in der Standard-Ausstattung auf ein externes Ladegerät verzichtet. Als Speichermedien kommen die sonst vor allem bei Handys üblichen microSD-Karten zum Einsatz. Neben einer HDMI-Schnittstelle verfügt die Kamera noch über einen hauseigenen Anschluss des Herstellers zur Strom- und Datenübertragung.

Fazit: Umfangreiche Ausstattung und durchschnittliche Bildqualität

Mit der WB210 hat Samsung eine Kompaktkamera im Angebot, die sich mit ihrer umfangreichen Ausstattung sehen lassen kann. Die Bedienung über den Touchscreen mag Geschmackssache sein, funktioniert aber einwandfrei. Der Benutzer muss sich allerdings mit einer durchschnittlichen Bildqualität zufrieden geben.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die WB210 beträgt 279 Euro. Im Internet verkaufen Online-Händler die Kamera in der Regel für rund 200 Euro, einige bieten sie derzeit sogar zum Kampfpreis von etwa 150 Euro an.

Die Samsung WB210 verfügt schon über einen großen Brennweitenbereich, wird in diesem Punkt aber von den ebenfalls kompakten Modellen Nikon Coolpix S9100 und Canon Powershot SX230 IS übertroffen.

Samsung WB210
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