Camcorder mit Wechselobjektiven: Sony NEX-VG10E im Test

CMOS-Sensor im APS-C-Format

von Jan Johannsen
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Großer Bildsensor und Wechselobjektive - technisch weist die Videokamera NEX-VG10E von Sony einige Gemeinsamkeiten mit Spiegelreflexkameras auf. Die Bauform ihres Gehäuses bietet sich jedoch deutlich besser für Filmaufnahmen an, als ein DLSR-Body ohne weitere Hilfsmittel.

Sonys Camcorder NEX-VG10E bietet mit seinem Bajonett für Wechselobjektive einen ähnlichen großen Gestaltungsspielraum wie richtige Filmkameras. Dabei ist die Videokamera in der Basis-Version deutlich günstiger - nur zusätzliche Objektive können den Nutzer richtig teuer zu stehen kommen.

Sony NEX-VG10E

Großer Bildsensor und Wechselobjektive

Sony baut in die NEX-VG10E einen hauseigenen Exmor-CMOS-Bildsensor im APS-C-Format ein. Mit Kantenlängen von 23,4 x 15,6 Millimeter fällt seine Fläche nicht nur deutlich größer als bei den meisten Camcordern aus, sondern weist auch die gleiche Größe wie die Chips in vielen Spiegelreflexkameras auf. Der Sensor nimmt Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln und bis zu 24 Megabit pro Sekunde auf - bei Fotos erreicht die Auflösung zwölf Megapixel.

Die NEX-VG10E verfügt über ein E-Mount-Bajonett, an dem der Nutzer verschiedene Wechselobjektive anschließt. Mit Hilfe eines Adapters passen auch Linsen aus Sonys DSLR-Sortiment Alpha an die Videokamera. Der Nutzer muss dann allerdings auf den Autofokus verzichten und von Hand scharfstellen.

Sechs Aufnahmeprogramme zur Auswahl

Bei E-Mount-Objektiven arbeitet der Autofokus in einem für Videos genau richtigen Tempo und stellt in den Fokus gerückte Motive angenehm schnell scharf. Im dem getesteten Kit befand sich neben dem Gehäuse der NEX-VG10E ein Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 200 Millimeter, das über einen optischen Bildstabilisator verfügt.

Bei der NEX-VG10E stehen dem Nutzer stehen nur sechs verschiedene Aufnahmeprogramme zur Auswahl. Dazu gehören eine Programm-, eine Zeit- und eine Blendenautomatik sowie ein manueller Modus, in dem der Anwender auch Blende und Belichtungszeit vorgibt. Die zwei weiteren Aufnahmemodi sind für spezielle Situationen gedacht. Die Anti-Bewegungs-Unschärfe soll in erster Linie für ein ruhiges Bild sorgen, gleiches gilt für die so genannte Handaufnahme bei Dämmerung.

Sony NEX-VG10E im Test

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Wie bei allen klassischen Camcordern klappt der Nutzer auch bei der NEX-VG10E den drei Zoll großen Bildschirm aus, kann ihn aber nur um jeweils 90 Grad nach oben und unten drehen. Die Anzeige mit einer Auflösung von 921.600 Pixeln bietet eine detaillierte Ansicht des gewählten Bildausschnitts. Zusätzlich verfügt die Videokamera über einen elektronischen Sucher, der sich um etwa 80 Grad nach oben drehen lässt und ein gut erkennbares Bild wiedergibt. Die Sichtblende aus Gummi lässt sich nach rechts und links drehen oder ganz abnehmen.

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