Kodak Easyshare Sport im Test: Wasserdicht und günstig

Drei Meter Tauchtiefe und rudimentäre Ausstattung

von Jan Johannsen

Die Kodak Easyshare taucht nicht nur bis zu drei Meter tief, sondern kostet auch deutlich weniger als 100 Euro. Doch für so einen niedrigen Preis muss der Hersteller irgendwo gespart haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wasserdicht, Standard-Sensor und Festbrennweite
  2. Kleine Tasten mit klaren Druckpunkten
  3. Frühes Bildrauschen und geringe Videoauflösung
  4. AA-Batterien und doppelt gesicherte Speicherkarte
  5. Fazit: Wasserdicht und günstig

Kodak bietet mit der Easyshare Sport C123 eine wasserdichte Kompaktkamera an, die schon für deutlich weniger als 100 Euro erhältlich ist. Für diesen günstigen Preis muss der Nutzer allerdings Abstriche bei der Ausstattung akzeptieren.

Kodak Easyshare Sport

Wasserdicht, Standard-Sensor und Festbrennweite

Das Kunststoffgehäuse der Kodak Easyshare Sport ist nach Angaben des Herstellers bis zu einer Tauchtiefe von drei Metern wasserdicht. Eine mit Gummi abgedichtete und mit einem Riegel versehene Abdeckung schützt den USB-Anschluss vor Wasser. Akku und Speicherkarte befinden sich sogar noch hinter einer weiteren Abdeckung.

Kodak verwendet bei der Easyshare Sport einen 1/2,3 Zoll großen CCD-Bildsenor mit einer maximalen Auflösung von 12 Megapixeln. Die Fläche des Sensors entspricht dem unter Kompaktkameras weit verbreiteten Standard-Format.

Die Easyshare Sport verfügt über ein Objektiv mit einer Festbrennweite von 35 Millimetern - umgerechnet ins Kleinbildformat. Mit dem fünffachen Digitalzoom kann der Fotograf den Bildausschnitt variieren, muss dafür aber eine deutlich verschlechterte Bildqualität hinnehmen. Zudem weist die Linse einen festen Fokus auf, nur beim Videodreh schaltet die Kamera einen Autofokus an.

Die Linsenöffnung der Easyshare Sport fällt sehr klein aus. So dass sie auf sauberes Wasser, das viel Licht durchlässt, angewiesen ist, um unter der Wasseroberfläche erkennbare Fotos aufzunehmen.

Die Kodak Easyshare Sport verfügt über acht Szenenprogramme, einen Unterwasser- und einen Automatik-Aufnahmemodus. In letzterem kann der Fotograf einige Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit oder den Weißabgleich einstellen. Ansonsten übernimmt die Kamera die Auswahl aller Einstellungen.

Der Bildschirm auf der Rückseite der Easyshare Sport fällt mit einer Bilddiagonalen von nur 2,4 Zoll vergleichsweise klein aus. Die Auflösung des Monitors, der als Sucher und zur Bildkontrolle dient liegt nur bei 112.000 Pixeln. Das Display weist darüber hinaus eine hohe Blickwinkelabhängigkeit auf. Je Blickrichtung lässt sich das Bild nach rund zehn Grad nur noch zunehmend schlechter erkennen, um bei etwa 20 Grad komplett zu verschwinden.

Kleine Tasten mit klaren Druckpunkten

Zur Not lässt sich die Kodak Easyshare Sport nur mit der rechten Hand bedienen. Den Einschalter, die Moduswahltaste sowie den Knopf zur Kontrolle des Blitzlichts erreicht der Fotograf aber deutlich bequemer mit der linken Hand.

Alle Tasten - auch die auf der Rückseite der Kamera weisen klare Druckpunkte auf, die allerdings teilweise ein wenig zu tief liegen. Zustäzlich fallen die einzelnen Knöpfe vergleichsweise klein aus und liegen eng zusammen, lassen sich aber in der Regel trotzdem genau treffen. Natürlich verfügt die Easyshare Sport auch über eine "Share"-Taste. Mit dieser markiert der Nutzer Aufnahmen in der Kamera, die diese, nachdem sie mit einem Rechner verbunden ist, direkt bei Online-Portalen wie Facebook, Twitter, Flickr oder Youtube hochlädt.

Die Kodak Easyshare Sport verfügt insgesamt nur über wenige Direktwahltasten. Neben dem Blitzlicht kann der Fotograf nur den Belichtungsausgleich sowie den Selbstauslöser nach einem Druck auf die "i"-Taste verstellen. Für alle andere Einstellungen muss der Nutzer das Hauptmenü starten und mit dem Vier-Wege-Steuerring durch dieses navigieren. Das Hauptmenü gliedert sich in zwei Unterpunkte für Aufnahme- und Grundeinstellungen.

Frühes Bildrauschen und geringe Videoauflösung

Die Kodak Easyshare Sport liefert eine zufriedenstellende Bildqualität. Die Farben wirken natürlich, die Detailgenauigkeit fällt allerdings nicht besonders hoch aus und auch die Konturen könnten klarer sein. Kontraste setzt die Kamera unauffällig um.

Allerdings fällt bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100 ein Bildrauschen auf, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Verkleinert er die Aufnahmen auf ein Viertel der ursprünglichen Größe, eignen sie sich bis einschließlich ISO 400 noch für den privaten Gebrauch. Ab ISO 800 treten die Bildstörungen so stark auf, dass die Fotos nicht mehr zu gebrauchen sind.

Kodak Easyshare Sport Testbilder

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Videos nimmt die Kodak Easyshare Sport nur in VGA-Auflösung mit 640 x 480 Pixeln auf. Die Filme geben nur wenige Details wieder und haben bei Sonnenlicht massive Probleme. Unter Kunstlicht wirken die Farben natürlich, scheint die Sonne tritt nicht nur ein Blooming-Effekt auf, sondern das Videos weist zusätzlich noch einen Farbstich, wie ihn manche Retro-Filter erzeugen, auf.

Das interne Mikrofon der Easyshare Sport nimmt Ton nur sehr leise auf. Der automatische Weißabgleich arbeitet dagegen sehr schnell und passt die Belichtungseinstellungen unverzüglich an veränderte Lichtverhältnisse an.

AA-Batterien und doppelt gesicherte Speicherkarte

Im Test überstand das Kunststoffgehäuse der Kodak Easyshare Sport mehrere Tauchgänge ohne Probleme. Die Kamera lässt sich durch die Ausbuchtung an der Vorderseite sicher greifen, hinterlässt aber aufgrund ihrer Bauform ein merkwürdiges Gefühl beim Halten.

Kodak stattet die Easyshare Sport mit einem USB-Anschluss aus. Als Speichermedien akzeptiert die Kamera SD- und SDHC-Karten. Die Stromversorgung übernehmen zwei Batterien oder Akkus vom Typ AA.

Fazit: Wasserdicht und günstig

Die Kodak Easyshare Sport hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Sie übersteht wie vom Hersteller versprochen Tauchgänge, liefert aber eine durchschnittliche Bildqualität und bei der Ausstattung muss der Fotograf auch Abstriche hinnehmen. Als großen Pluspunkt verbucht die Kamera dagegen ihren niedrigen Preis.

Kodak verkauft die Easyshare Sport C123 im firmeneigenen Online-Shop für 70 Euro. Bei anderen Händlern im Internet kostet die wasserdichte Kamera mit rund 65 Euro nur geringfügig weniger.

Die Outdoorkameras anderer Hersteller wie die Sony Cybershot TX10, die Ricoh G700SE, die Panasonic Lumix FT2 oder die Pentax Optio W90 sind in der Regel nicht nur wasserdicht, sondern auch sturzfest und sogar kälteresistent. Ihre Bildqualität fällt nicht zwangsläufig besser aus als bei der Easyshare Sport, dafür verfügen sie in der Regel über einen optischen Zoom - kosten dafür auch das drei- bis vierfache.

Kodak Easyshare Sport im Test

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Kodak Easyshare Sport
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