Preiswertes Android-Tablet: Viewsonic Viewpad 7e im Test

7 Zoll großer Touchscreen, Android 2.3 und ein kleiner Speicher

von Jan Johannsen

Viewsonic bietet mit dem Viewpad 7e ein Android-Tablet an, bei dem der Nutzer für den günstigen Preis zu Abstrichen bereit sein muss. Während dies an einigen Stellen leichtfällt, möchte man an anderer Stelle nicht auf einen gewissen Standard verzichten.

Bleibt zu klären, für was sich die Hardware noch nutzen lässt. Der Hersteller sieht das mobile Spielzeug zumindest eher als Alternative zu E-Book-Readern und nicht zum iPad und dessen Android-Konkurrenten.

1-Gigahertz-Prozessor, kleiner Speicher und altes Android

Viewsonic stattet das Viewpad 7e mit einem sieben Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln aus. In dem Tablet stecken ein mit einem Gigahertz getakteter Cortex A8-Prozessor von Samsung, der auch für die Grafikberechnung zuständig ist, und ein ein Gigaybte großer Arbeitsspeicher. Den mit vier Gigabyte knapp bemessenen internen Speicher kann der Nutzer mit einer MicroSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Auf dem Viewpad 7e läuft Android 2.3 Gingerbread und nicht die für Tablets besser geeignete Version 3.2 Honeycomb. Viewsonic verpasst dem Surfbrett die hauseigenen Benutzeroberfläche ViewScene 3D. Diese bietet einige nette Animationen bei der Auswahl der verschiedenen Homescreens und sorgt für Übersicht.

Viewsonic Viewpad 7e

Leuchtschwache Anzeige und lahmer Touchscreen

Der Bildschirm erweist sich als größter Schwachpunkt des Viewsonic Viewpad 7e. Die Anzeige verdunkelt sich sofort, wenn der Nutzer das Tablet nur ein wenig von der Seite betrachtet, ab einem Blickwinkel von etwa 45 Grad ist die Anzeige gar nicht mehr zu erkennen.

Zudem reagiert der Touchscreen nur zögerlich auf Berührungen. Damit er eine Eingabe akzeptiert, muss der Nutzer vergleichsweise stark aufdrücken - selbst bei Wischbewegungen. Von einer flotten Navigation durch die Menüs oder schnellem Tippen beim Verfassen von Texten muss der Anwender Abstand nehmen.

Viewsonic Viewpad 7e im Test

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Mit dem Viewpad 7e hat der Nutzer keinen Zugriff auf den Android Market. Stattdessen stehen zahlreiche Apps im 1 Mobile Market zur Auswahl. Der hauseigene App Store von Viewsonic ist nur für Menschen mit chinesischen beziehungsweise taiwanischen Sprachkenntnissen interessant.

Zwei Anschlüsse, zwei Kameras und ein Kartenlesegerät

Das Kunststoffgehäuse des Viewpad 7e wirkt ordentlich verarbeitet. Insgesamt erscheint das Tablet von Viewsonic aber dicker und klobiger als so manch anderes Modell. Am oberen Rand befinden sich ein Mini-HDMI- und ein Micro-USB-Anschluss. Der Steckplatz für eine MicroSD-Karte befindet sich an linken Seite.

Ins Internet gelangt das Viewpad 7e nur per WLAN, ein UMTS-Modul ist nicht vorhanden. Drahtlos funkt es darüber hinaus per Bluetooth. Das Tablet verfügt über zwei Kameras. Die Webcam auf der Vorderseite ist mit ihrer Auflösung von nur 0,3 Megapixeln für Videochats gedacht. Fotos soll der Nutzer mit der 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite aufnehmen. Von dem einzelnen, kleinen Lautsprecher darf der Nutzer keinen High-End-Klang erwarten, zur Hintergrundberieselung reicht er aber aus.

Fazit: Günstig allein reicht nicht

Viewsonic bietet mit dem Viewpad 7e wirklich ein Android-Tablet an, das wie in der Werbung vom Hersteller selbst beschrieben, eher mit E-Book-Readern konkurriert als mit Multimedia-Surfflundern. Mit dem Kunststoffgehäuse, der sparsamen Hardware, der veralteten Software und den langen Ladezeiten kann sich der Nutzer für den günstigen Preis noch gut arrangieren. Doch der lahme Touchscreen, dessen Anzeige oft schlecht zu erkennen ist, sorgt endgültig dafür, dass das Tablet nur bedingt Spaß bringt.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Viewsonic für das Viewpad 7e beträgt 179 Euro. Online-Händler verkaufen das Tablet derzeit schon für rund 160 Euro. Für diesen Preis wird man kaum ein besseres Tablet finden. Ein paar Euro mehr wird man für ein brauchbares Gerät wie das Media Pad von Huawei oder das ebenfalls von Viewsonic stammende Viewpad 7 schon investieren müssen.

Viewsonic Viewpad 7e
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