Asus EeePad Transformer Prime im Test: Erstes Tablet mit Tegra 3

Mit Quadcore-Prozessor und Ansteck-Tastatur

von Jan Johannsen

Die Tegra-3-Plattform ist der nächste große Sprung bei mobilen Geräten und Asus bietet mit dem EeePad Transformer Prime das erste Tablet mit dem Chipsatz an. Nutzer können sich zudem über eine hochwertige Verarbeitung und eine Ansteck-Tastatur freuen.

Mit dem EeePad Transformer Prime bringt Asus als erster Hersteller ein Android-Tablet mit dem neuen Tegra-3-Chipsatz in Deutschland auf den Markt. Das Tablet lässt sich mit einer Ansteck-Tastatur zum Netbook erweitern und überzeugte im Test nicht nur mit seiner Rechenkraft, sondern auch durch seine Verarbeitung. Der eine oder andere Kritikpunkt bleibt dennoch vorhanden.

Vier Rechenkerne leisten Großes

Als erstes Tablet in Deutschland steckt im Asus EeePad Transformer Prime der Tegra-3-Chipsatz von Nvidia, zu dem der mit 1,3 Gigahertz getaktete Vierkernprozessor Cortex A9 von ARM, ein Geforce-Grafikchip sowie ein ein Gigabyte großer Arbeitsspeicher gehören.

Im Antutu Benchmark-Test setzt sich das Transformer Prime mit deutlichem Abstand an die Spitze. Im Durchschnitt erreicht es über 10.000 Punkte, der Spitzenwert beträgt 13.451 Punkte. Das Samsung Galaxy Note und das Samsung Galaxy Nexus liegen mit jeweils rund 6.000 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Die bisher schnellsten Tablets Samsung Galaxy Tab 8.9, das HP Touchpad und das alte EeePad Transformer schaffen keine 5.000 Punkte. Aber sobald weitere Geräte mit Tegra 3 erscheinen, wird das Prime allerdings nicht mehr alleine an der Spitze stehen.

Asus Transformer Prime

Aktuelle Android-Spiele und speziele Demo-Anwendungen für den Chipsatz aus der TegraZone laufen flüssig auf dem Transformer Prime. Allerdings stehen derzeit nur wenige Titel für das Tablet zur Verfügung. Streaming-Videos in HD-Auflösung von Youtube oder Vimeo spielt es ohne Ruckeln ab, gleiches gilt für Filme in Full-HD-Auflösung von Datenträgen. Bei Apps fallen die Ladezeiten spürbar kürzer aus als auf Geräten mit Tegra 2 oder noch langsamerer Hardware.

Bildschirm, OS und Ansteck-Tastatur

Asus stattet das EeePad Transfomer Prime TF201 mit einem 10,1 Zoll großen IPS-Touchscreen aus. Die Anzeige verfügt über große Blickwinkel und eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die Oberfläche des Bildschirms besteht aus kratzfestem Gorilla Glas. Der farbenfrohe und hell strahlende Bildschirm lässt sich auch im Freien gut erkennen, nur gegen direktes Sonnenlicht kommt auch er nicht an.

Asus Transformer Prime im Test

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Als Betriebssystem installiert Asus vorerst noch Android 3.2. alias Honeycomb auf dem Prime. Eigentlich sollte am 12. Januar ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich erscheinen - womit der Hersteller auch in diesem Punkt in Deutschland im Tablet-Bereich führend gewesen wäre. Aber am Tag der angekündigten Veröffentlichung verschob das Unternehmen die Aktualisierung auf Ende Januar.

Asus bietet das EeePad Transformer Prime in zwei Varianten an, deren unverbindliche Preisempfehlungen identisch sind. Der Käufer hat die Wahl zwischen einem Tablet mit 64 Gigabyte großem internen Speicher oder einem Tablet mit 32 Gigabyte großem Speicher mit Ansteck-Tastatur.

Touchscreen, Tastatur und vorinstallierte Apps

Die Bedienung über den Touchscreen geht leicht von der Hand. Er reagiert schon auf leichte Berührungen und versteht auch Wischbewegungen und andere Gesten, die die Navigation erleichtern. Die Tastatur bietet zwar nur Tasten in Netbook-Größe, aber mit ihnen lässt sich naturgemäß besser schreiben als mit jeder Bildschirm-Tastatur. Nur das Touchpad ist aufgrund der Nähe zum Touchscreen eigentlich überflüssig.

Den Aufbau der Benutzeroberfläche hat der Nutzer nach einigem Herumprobieren schnell verinnerlicht. Asus installiert auf dem Prime einige Anwendungen. Dazu gehören Apps zur Bücherverwaltung, für den Zugriff auf freigegebene Mediendateien von anderen Geräten sowie für den Cloud-Speicher des Unternehmens. Mit SuperNote lassen sich schnell und unkompliziert Notizzettel anlegen, der Dateimanager ist übersichtlicher als der von Android und mit Polaris Office lassen sich Textdokumente, Tabellen und Präsentationen auch offline bearbeiten.

WLAN, MicroSD und zwei Kameras

Das Transformer Prime kommuniziert nur per WLAN oder Bluetooth drahtlos. Eine UMTS-Version soll nach aktuellen Auskünften von Asus nicht in Planung sein. Trotzdem halten sich hartnäckig Gerüchte über eine 3G-Version. Auch gegenüber netzwelt deutete Asus auf der CES in Las Vegas eine UMTS-Variante vage an.

Asus stattet das Prime mit einem Micro-HDMI-Anschluss und einem MicroSD-Kartenschacht sowie einer Audio-Buchse aus. Die Ansteck-Tastatur erweitert das Tablet um eine USB-Schnittstelle sowie ein Kartenlesegerät im SD-Format.

Die 1,2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite soll vor allem Bilder für Videochats liefern. Die Kamera auf der Rückseite mit einer Auflösung von acht Megapixeln ist dagegen für Foto- und Filmaufnahmen gedacht. Es handelt sich allerdings um eine Schönwetter-Linse, die nur bei guter Beleuchtung brauchbare Bilder liefert. Bereits bei Zimmerbeleuchtung liefert sie trotz des Blitzlichts nur noch unscharfe Bilder.

Das Metallgehäuse ist sowohl ordentlich verarbeitet als auch robust - dies gilt gleichermaßen für das Tablet als auch die Tastatur. Das ohne Keyboard rund 590 Gramm schwere Prime liegt insgesamt angenehm in der Hand. Allerdings ist der Lautsprecher auf der Rückseite nicht optimal platziert, denn wenn der Nutzer das Gerät zum Beispiel beim Spielen mit zwei Händen hält, verdeckt er den Tonausgang.

Fazit: Spitzenreiter - mit deutlichem Abstand

Solange das Asus EeePad Transformer Prime das einzige Tablet mit Tegra-3-Prozessor ist, steht es unangefochten an der Spitze der Android-Geräte. Die Leistung ist beeindruckend und die Verarbeitung hervorragend. Kritik lässt sich nur im Detail üben. Im Vergleich mit dem Klassenprimus iPad entscheidet eigentlich nur noch der Geschmack des Nutzers darüber, für welches Tablet er sich entscheidet.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für die zwei Varianten des EeePad Transformer Prime beträgt 599 Euro. An diese Vorgabe halten sich derzeit noch alle Online-Shops - sowohl die, die das Tablet schon verkaufen, als auch die, die nur Vorbestellungen entgegennehmen.

Asus EeePad Transformer Prime
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  • Transformer Prime: Nvidia zeigt Android 4.0 auf Tegra 3-Tablet

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    Laut Nvidia ist das Video am 16. November entstanden, also zwei Tage nachdem Google den Quellcode für Android 4.0 Ice Cream Sandwich freigegeben hat. Dennoch läuft das neue Android auf dem Tablet von Asus bereits sehr flüssig. Transformer Prime-Interessierte dürfen also darauf hoffen, dass Asus sein Versprechen hält und das Tegra 3-Tablet noch vor Weihnachten mit einem Ice Cream Sandwich-Update ausstattet.

    Android 4.0 führt die bislang getrennten Entwicklungsstränge von Android wieder zusammen. Statt jeweils eine Version für Smartphone und Tablets zu veröffentlichen, sollen beide Geräteklassen künftig mit derselben Android-Version laufen. Einen Überblick über alle neuen Funktionen von Android 4.0 Ice Cream Sandwich liefert ihnen dieser netzwelt-Übersichtsartikel. Mehr Infos und technische Details zum Asus Eee Pad Transformer Prime finden Sie ebenfalls auf netzwelt.

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