Canon Powershot D20 im Test

Nicht nur im Sommer ein unempfindlicher Begleiter

von Jan Johannsen

Canons überarbeitete Outdoor-Kamera bleibt wasserdicht und sturzfest. Zusätzlich hat sie ein neues Design und ein GPS-Modul verpasst bekommen. Der gute Gesamteindruck der Bedienung weist aber einen dicken Patzer auf.

Inhaltsverzeichnis

  1. Robuste Technik
  2. Schöne Bedienung mit einem Manko
  3. Gute Bilder mit frühem Bildrauschen
  4. Geschützte Anschlüsse
  5. Fazit

Tschüss Kugelfisch: Bei der Neuauflage seiner wasserdichten Outdoor-Kamera hat Canon sich deutlich vom Design des Vorgängers verabschiedet. Neben den passenden Kamera-Funktionen für Unterwasseraufnahmen verfügt die Powershot D20 auch über ein GPS-Modul. Doch nicht alles hat der Hersteller verändert, die praktische Handschlaufe hat der Fotoapparat behalten.

Robuste Technik

Canon stattet die Powershot D20 mit einem robusten Gehäuse aus. Es hält dem Wasserdruck bis zu einer Tauchtiefe von zehn Metern stand und ist damit natürlich auch staubdicht. Bis zu einer Temperatur von minus zehn Grad Celsius soll sie außerdem ohne Leistungseinbußen arbeiten. Außerdem ist die Kamera erschütterungsresistent und soll Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,5 Metern unbeschadet überstehen.

Fotos nimmt die Canon Powershot D20 mit ihrem rückseitig belichtetem CMOS-Bildsensor auf. Bei einer für Kompaktkameras typischen Größe von 1/2,3 Zoll mit Kantenlängen von 6,17 x 4,55 Millimetern verfügt er über eine Auflösung von 12,1 Zoll. Videos speichert die Kamera in Full-HD-Auflösung ab.

Canon Powershot D20 im Test

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Das innenliegende Objektiv der Powershot D20 verfügt über einen fünffachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 28 bis 140 Millimeter. Die Linse bewegt sich schnell und stellt sich im Autofokus sehr zügig scharf. Ein optischer Bildstabilisator unterstützt den Fotografen bei der Aufnahme verwacklungsfreie Bilder.

Neben einer Vollautomatik, die alle Einstellungen übernimmt, und einer Programmautomatik, bei der der Fotograf einige Aufnahmeeinstellungen verändern kann, verfügt die Powershot D20 über zwei Aufnahmemodi für Bilder unter Wasser und einen für Schnee sowie über die typischen Effektfilter wie Fish-Eye- oder Miniatur-Effekt.

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite ersetzt den Sucher und zeigt die aufgenommenen Bilder an. Obwohl er durch eine dicke Glasplatte geschützt ist, weist der Monitor eine große Blickwinkelstablität auf und strahlt auch unter Wasser noch hell genug. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist er allerdings kaum noch zu erkennen.

Die Powershot D20 verfügt über ein GPS-Modul, das sich deutlich besser als bei der Powershot SX230 HS aktivieren lässt - obwohl immer noch eine eigene GPS-Taste fehlt.

Schöne Bedienung mit einem Manko

Die Bedienung der Canon Powershot D20 gestaltet sich mit gewissen Einschränkungen im Großen und Ganzen unkompliziert und angenehm. Die Tasten auf der Rückseite weisen klare Druckpunkte auf und lassen sich auch unter Wasser oder mit nicht zu dicken Handschuhen gezielt drücken.

Ganz oben befinden sich die zwei Zoomwippen, darunter schließen die Daumenablage und die Aufnahmetaste für Videos an. Es folgt ein Vier-Wege-Steuerkreuz, über das sich neben dem Blitzlicht, Display-Erscheinungsbild und Fokusart auch die Aufnahmeart schnell auswählen lässt. Die Mitteltaste ruft das am linken Rand erscheinende Bildschirmmenü mit Aufnahmeeinstellungen auf. Am unteren Rand befindet sich noch die "Menü"-Taste zum Starten des Hauptmenüs.

Canon Powershot D20

Als Sorgenkinder der D20 erweisen sich dagegen die flach eingelassen Tasten auf der Oberseite. Der Einschaltknopf, der Auslöser und die Taste zum Starten der Bildwiedergabe lassen sich mit Handschuhen nur schwer drücken und sind schon mit nackten Fingern nur schlecht zu spüren. Der Zwischenschritt beim Auslöser zum Fokussieren lässt sich nicht erfühlen, sondern nur auf dem Display sehen, wenn das Bild scharf wird.

Gute Bilder mit frühem Bildrauschen

Die Aufnahmen der Canon Powershot D20 überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Die Konturen fallen klar aus und selbst sehr starke Kontraste setzt die Kamera sehr gut um. Das Bild ist nur minimal verzerrt, verliert allerdings in Richtung der vier Ecken an Qualität.

Betrachtet der Fotograf die Aufnahmen jedoch in Originalgröße, fällt schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 200 ein leichtes Bildrauschen auf, das sich stetig vergrößert und bei ISO 1.600 sehr deutliche Auswirkungen auf die Bildqualität hat, sodass die Fotos nur noch sehr eingeschränkt verwendbar sind.

Canon Powershot D20 Testbilder

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Videos nimmt die Powershot D20 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit natürlich wirkenden Farben und einer hohen Detailgenauigkeit sowie der guten Verarbeitung von starken Kontrasten. Allerdings kommt das Bild beim Zoom teilweise ins Stocken. Autofokus und automatischer Weißabgleich liefern eine zufriedenstellende Vorstellung ab. Der Ton ist zu hören, fällt aber nicht besonders laut aus.

Geschützte Anschlüsse

Beim Erscheinungsbild hat Canon von seinem Alleingang beim Vorgänger Powershot D10 Abstand genommen und passt die Powershot D20 dem Design anderer Outdoor-Kameras an. Das Gehäuse besteht aus robustem und solide wirkendem Kunststoff, der auf der Vorderseite teilweise mit einer Metallplatte verziert ist.

Durch die Daumenablage auf der Rückseite lässt sich die D20 gut greifen. Die fes sitzende und trotzdem mit einer Handbewegung leicht zu entfernende Handschlaufe verfügt über ausreichend Spiel, um den Fotografen nicht zu stören, hält die Kamera aber trotzdem sicher bei ihrem Besitzer.

Fotos und Videos speichert die Canon Powershot D20 auf einer SD-, SDHC-, oder SDXC-Speicherkarte ab. Die Stromversorgung stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Sie sowie der HDMI- und der kombinierte USB- und AV-Anschluss sind durch Abdeckungen mit extra Gummidichtungen und Riegeln, die verhindern, dass sie von alleine aufgehen, gesichert.

Fazit

Im Vergleich zum direkten Vorgänger Powershot D10 stellt schon die Form der Canon Powershot D20 eine Verbesserung da. Zusätzlich hat der Hersteller aber auch bei der Bildqualität, der Bedienung und der Ausstattung Hand angelegt. Allerdings erweist sich leider gerade der Auslöser als Schwachstelle in der ansonsten gelungenen Bedienung.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die Powershot D20 beträgt 369 Euro. Online-Händler verkaufen die Outdoor-Kamera derzeit schon für rund 310 Euro.

Canon Powershot D20
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