Nikon D5000 im Test: DSLR mit beweglichem Monitor

Spiegelreflexkamera mit 12,3-Megapixel-Sensor zeichnet HD-Videos auf

von Jan Johannsen

Die D5000 bietet Fotografen die günstigste Gelegenheit, an eine Nikon-Spiegelreflexkamera zu kommen, die HD-Videos aufzeichnet. Im Test überzeugt die handliche DSLR vor allem mit geringem Bildrauschen und dem praktischen, schwenkbaren Bildschirm.

Wenig Bildrauschen auf beweglichem Monitor

Nikon stattet die D5000 mit einem 23,6 x 15,8 Millimeter großen CMOS-Sensor aus, der eine Auflösung von maximal 12,3 Megapixeln liefert. Die Farben der Aufnahmen wirken natürlich, und auch bei grauem Herbstwetter wirkt der Kontrastumfang ansprechend. Die Bilder zeichnen sich außerdem durch hohe Detailgenauigkeit und geringes Bildrauschen aus.

Selbst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 3.200 fallen die Störungen gering aus, allerdings verlieren die Fotos mit zunehmender Lichtempfindlichkeit an Schärfe und Details. Die minimale Vignettierung der Aufnahmen der Nikon D5000 stört den Betrachter nicht, bei Verwendung des internen Blitzes der Spiegelreflexkamera (DSLR) fallen die schwarzen Flächen an den Bildrändern jedoch stärker aus.

Nikon D5000

Videos zeichnet die Nikon D5000 in HD-Auflösung mit maximal 1.280 x 720 Pixeln auf. Die bewegten Bilder präsentieren sich in ähnlicher Qualität wie die Standbilder: Natürlich wirkende Farben, angenehme Kontraste und ausreichende Detailgenauigkeit. Unter Neonröhren tritt allerdings ein Flimmern auf, und bei schnellen Schwenks entstehen zahlreiche Bildstörungen. Während der Filmaufzeichnung steht der Autofokus nicht zur Verfügung, die Bildschärfe kann der Anwender daher nach dem Druck auf den Auslöser nur noch manuell verändern.

Der 2,7 Zoll große Monitor der D5000 bietet ein leuchtstarkes Display und lässt sich aufklappen und drehen. Das gestattet selbst bei Überkopfaufnahmen eine genaue Motivauswahl, auch bei Selbstporträts kann der Fotograf den Bildausschnitt mittels der beweglichen Anzeige prüfen.

DSLR-Bedienung mit zwei Händen

Die Nikon D5000 stellt dem Nutzer zahlreiche Aufnahmeprogramme zur Auswahl. Die Bandbreite reicht dabei von Vollautomatik über Blenden- und Zeitvorwahl sowie einem manuellen Modus bis zu abgespeicherten Einstellungen für beispielsweise Makro-, Porträt-, Sport- oder Nachtaufnahmen.

Nikon D5000 Testbilder

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Die ohne Objektiv 610 Gramm schwere Nikon D5000 liegt angenehm und sicher in der Hand. Die Bedienung erfolgt, wie bei Spiegelreflexkameras üblich, überwiegend mit zwei Händen. Der Nutzer erreicht alle Bedienelemente ohne Probleme.

Häufig veränderte Werte, wie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich oder Aufnahmebetriebsart, stehen nur über das Bildschirmmenü zur Verfügung. Ein Druck auf die "i"-Taste führt auf eine Übersichtsseite, die die einzelnen Einstellungen aufführt.

Der Autofokus der D5000 arbeitet zügig und präzise, die Auslöseverzögerung ist für den Nutzer nicht zu spüren. Das gilt allerdings nur bei Benutzung des optischen Suchers. Sobald der Monitor der Kamera ein Livebild anzeigt, verlangsamt sich der Autofokus merklich und die Auslöseverzögerung ist deutlich zu spüren. Schließlich muss der Spiegel des Fotoapparats im Live-View-Betrieb vor jeder Aufnahme erst herunter klappen.

Nikon baut bisher keine Bildstabilisatoren in seine Kameras an, die Stabilisatoren finden sich aber in ausgewählten Objektiven. Das japanische Unternehmen nennt seine Technik zur Verhinderung verwackelter Bilder "Vibration Reduction", damit können geübte Fotografen aus der freien Hand Fotos mit bis zu vier Belichtungsstufen weniger als üblich aufnehmen.

Nikon D5000 im Test

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Die D5000 speichert Fotos wahlweise als komprimierte JPEG-Dateien oder in Nikons Rohdatenformat NEF. Der Anwender kann mit der Kamera die Aufnahmen auch direkt auf der Speicherkarte bearbeiten. Die Bilder können beschnitten, verkleinert, montiert, automatisch und manuell korrigiert sowie mit Filtern belegt werden.

HDMI-Schnittstelle und GPS-Logger-Anschluss

Das Kunststoffgehäuse der Nikon D5000 ist ordentlich verarbeitet. An seiner linken Seite befinden sich die Schnittstellen der Kamera. Eine Gummikappe schützt den Anschluss für den GPS-Logger sowie die AV- und HDMI-Ausgänge. Der Schacht für SD- und SDHC-Speicherkarten befindet sich auf rechten Seite der DSLR.

Nikon D5000: Fazit

Gut zum filmen 6/10

Nikon hat mit der D5200 eine DSLR mit klappbarem Bildschirm auf den Markt gebracht, die bis ISO 800 eine sehr gute Bildqualität liefert. Das Klapp-Display ermöglicht auch ungewöhnliche Perspektiven und erleichtert Selbstporträts und Videoaufnahmen. Auf der Negativseite steht das Bedienkonzept, das sehr "menülastig" ist, weil es nur wenige Hardware-Tasten für wichtige Bildparameter gibt. Der Sucher ist dunkel und klein. Auch der Autofokus könnte zuverlässiger und schneller funktionieren. Einsteiger und ambitionierte Fotografen bekommen mit der Nikon D5200 eine DSLR, die mit ihrem klappbaren Display überzeugen

Das hat uns gefallen

  • schwenbares Display
  • gute Bildqualität
  • Einsteigerfreundlich (gute Menüs und interne Hilfe)
  • Mikrofon-Anschluss

Das hat uns nicht gefallen

  • winziger Sucher
  • langsamer Autofokus im Live-View
Testnote 6,0 von 10
Bewertet von Jan Johannsen
6,0 / 10
Handhabung

Handhabung Verarbeitung, Haptik, Bedienkomfort, Einstellräder, Tastenbelegung

6,0 / 10
Foto

Foto Objektiv, Verschlusszeit, Blitzsynchronisationszeit, Blende, Sensor, Lichtempfindlichkeit

6,0 / 10
Video

Video Auflösung, Full HD, 4K, Bildrate, Containerformate, Mikrofon, Lautsprecher,

5,0 / 10
Display/Sucher

Display/Sucher Sucher, Auflösung, Größe, Dreh- und Schwenkbar, Wiedergabequalität

7,0 / 10
Bildqualität

Bildqualität Dynamikumfang, ISO-Rauschen, Bildeindruck, Schärfe, Farbwiedergabe

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9
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