OCZ RD400 im Test: Speicher der Zukunft

Solid State Drive für PCIe

Die RD400 von OCZ ist eine M.2-SSD inklusive PCIe-Adapter.

Solid State Drives für PCIe-Slots bieten deutlich bessere Performance als herkömmliche SATA-Geräte - das bestätigt die OCZ RD400 im Test mühelos. Günstig ist der flinke Speicher jedoch nicht, und beim Kauf gilt es ein paar Fallstricke zu beachten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Fallstricke
  2. Performance
  3. Fazit

Das Solid State Drive (SSD) RD400 ist eine Zusammenarbeit von OCZ und Toshiba für den Anschluss via Peripheral Component Interconnect Express (PCIe) und das None-Volatile-Memory-Express-Protokoll (NVMe). Statt einer "normalen" Serial-Advanced-Technology-SSD (SATA) im 2,5-Zoll-Format bekommt ihr also eine Steckkarte mit aufmontiertem M.2-Speicherriegel. Die 512-Gigabyte-Variante liegt derzeit bei 323,99 Euro und ist damit etwa dreimal so teuer wie herkömmliche SSDs. Lohnt sich das?

Fallstricke

Die OCZ/Toshiba-Software ist gut gestaltet und bietet alle nötigen Tools - sehr gut!
Die OCZ/Toshiba-Software ist gut gestaltet und bietet alle nötigen Tools - sehr gut! (Quelle: Screenshot)

Bei der Handhabung gibt es im Vergleich mit SATA-Speichern zwei relevante Unterschiede: Ihr benötigt kein (zusätzliches) Zubehör wie Einbauschlitten oder Kabel, das ist schon mal gut. Die RD400 läuft auch auf älteren PCs mit PCIe 2.0-Anschluss. Für die volle Performance benötigt ihr aber einen PCIe-Anschluss der dritten Generation mit mindestens vier Lanes, besser bekannt als PCIe 3.0x4. Derlei Anschlüsse findet ihr erst auf Rechnern nach 2012.

Ein weiteres Problem: Die meisten Mainboards bieten nur einen x16-Anschluss und darüber hinaus mehrere x1- oder x2-Ports. Und in dem schnellen PCIe-Slot steckt nun einmal meist die Grafikkarte. Für derlei konzeptionelle Probleme kann freilich der Hersteller nichts, ihr solltet jedoch vor dem Kauf der OCZ RD400 überprüfen, ob ihr einen entsprechenden Slot frei habt.

Performance

Das SSD Utility von OCZ/Toshiba gehört zu den besten Hersteller-Tools im SSD-Markt. Die Verwaltungssoftware ist übersichtlich, informiert über den verwendeten Anschluss (und was sich verbessern ließe) und bietet alle wichtigen Tools wie Over Provisioning, Secure Erase, Updates und ein Boot-Medium lässt sich auch erstellen.

Auch in alten PCIe-2.0-Sockeln macht die OCZ-SSD eine gute Figur, auch wenn je nach Test noch etwas Platz nach oben wäre.
Auch in alten PCIe-2.0-Sockeln macht die OCZ-SSD eine gute Figur, auch wenn je nach Test noch etwas Platz nach oben wäre. (Quelle: Screenshot)

Das zweifellos wichtigste Testkriterium bei einem PCIe-SSD-Laufwerkt ist die Performance. PCIe 3.0 x4 schafft bis zu 3.938 Megabyte pro Sekunde (MB/s), OCZ gibt für die RD400 eine Leserate von bis zu 2.600 MB/s und eine Schreibrate von bis zu 1.600 MB/s an. Und auf einem perfekten System mit Toshibas NVMe-Treiber erreicht die SSD diese Maximalwerte tatsächlich - ein paar Megabyte rauf oder runter lassen sich auf simple Messungenauigkeiten zurückführen.

Interessant sind SSDs aber auch für ältere PCs: PCIe 2.0 x4 schafft 2.000 MB/s, bremst also lediglich die maximale Leserate aus. Und bei AS SSD Benchmark erreicht die RD400 im Testdurchlauf immerhin 1.247 MB/s und 943 MB/s. Beim CrystalDiskMark sind es gar 1.552 MB/s und 1.423 MB/s. Zum Vergleich: Die Trion-SATA-SSD von OCZ schafft bei AS SSD Benchmarkt 500 und 429 MB/s. Das NVMe-Laufwerk lohnt sich also auch für ältere Mainboards, auch wenn ihr ein wenig Performance verschenkt.

OCZ RD400: Fazit

Teuer aber schnell 9.6/10

Eine 512-Gigabyte-SSD für rund 330 Euro - der Preis ist schon happig, aber gerechtfertigt. An einem freien PCIe-3.0-x4-Slot erreicht die SSD im Test die theoretischen Leistungsangaben des Herstellers und auch auf älteren Systemen spuckt die OCZ RD400 noch sehr gute Werte aus, die SATA-SSDs locker um das Zwei- bis Dreifache übersteigen. So lohnt sich der Kauf für Highend-Rechner, aber auch für alle älteren Rechner, die ein wenig aufgepeppt werden sollen - und dabei mit der Onboard-Grafik auskommen oder tatsächlich einen freien PCIe-Port bieten.

Das hat uns gefallen

  • Performance erreicht Herstellerangaben
  • Software
  • Einfache Einrichtung

Das hat uns nicht gefallen

  • Freier PCIe-3.0-x4-Slot für optimale Performance benötigt
  • Hoher Anschaffungspreis
Testnote 9,6 von 10
Bewertet von Mirco Lang
9,0 / 10
Performance

Performance Wie schnell kann auf den Speicher geschrieben beziehungsweise von ihm gelesen werden? Dies testen wir mit diversen Benchmark-Tools.

10 / 10
Software

Software Welche Software legt der Hersteller der SSD bei? Welche Funktionen bietet diese.

9,0 / 10
Verarbeitung/Handhabung

Verarbeitung/Handhabung Wie steht es um die Qualität von Gehäuse und Steckern? Gibt es beim Einbau Probleme?

Informationen zum Leihgerät

Die OCZ RD400 wurde uns von OCZ als Testgerät leihweise zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

9
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Bestenlisten

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