Panasonic Lumix TZ10 im Test: Digitalkamera mit GPS-Empfänger

Einfaches Geotagging auf Reisen und im Alltag

von Jan Johannsen

Die Lumix TZ10 von Panasonic weiß dank ihres GPS-Empfängers wo auf der Erde sie welches Foto aufgenommen hat. Auch die übrige Ausstattung mit zwölffachem Zoom, optischem Bildstabilisator und einer Videofunktion mit HD-Auflösung lässt die Kamera als perfekten Begleiter für die nächste Urlaubsreise erscheinen.

Die Lumix TZ10 von Panasonic weiß dank ihres GPS-Empfängers, wo auf der Erde sie welches Foto aufgenommen hat. Auch die übrige Ausstattung mit zwölffachem Zoom, optischem Bildstabilisator und einer Videofunktion mit HD-Auflösung lässt die Kamera als perfekten Begleiter für die nächste Urlaubsreise erscheinen.

GPS-Sensor zur Positionsbestimmung

Über ihr GPS-Modul empfängt die Panasonic Lumix TZ10 Daten von Satelliten des Navigationssystems und bestimmt mit ihnen die eigene Position. Die Geokoordinaten des aktuellen Standorts speichert die Kamera dabei in den Metadaten der Fotos ab - auch als Geotagging bekannt. Mit Hilfe dieser Daten lassen sich die Bilder später auf Karten anzeigen oder nach Aufnahmeort sortieren.

Die TZ10 blendet auf Wunsch das Land und den Ort zu den Fotos ein. Nach Herstellerangaben sind über 500.000 Sehenswürdigkeiten aus 73 Ländern abgespeichert, deren Namen die Kamera auf den Bildern einblendet. Der Fotoapparat kann Diaschauen wiedergeben und dabei nur Fotos anzeigen, die im ausgewählten Land oder an einem bestimmten Ort aufgenommen wurden.

Panasonic Lumix DMC TZ10

Panasonic baut in die TZ10 einen 1/2,33 Zoll großen CCD-Bildsensor ein, der Fotos mit einer maximale Auflösung von 12,1 Megapixeln sowie HD-Videos aufnimmt. Das Objektiv verändert seine große Brennweite mit zwölffachem Zoom angenehm schnell. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 25 bis 300 Millimetern. Der optische Bildstabilisator hilft dem Fotografen bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie Aufnahmen anzufertigen. Der zusätzliche Spielraum liegt bei zwei bis drei Belichtungsstufen.

Neben einer intelligenten Automatik, die versucht, die optimalen Einstellungen für jede Aufnahme zu finden, bietet die Lumix TZ10 auch manuelle Aufnahmeprogramme. Hierbei handelt es sich um Programm-, Zeit- und Blendenautomatiken sowie eine komplette manuelle Festlegung der Belichtungsvariablen. Zusätzlich kann der Nutzer bis zu drei eigene Belichtungseinstellungen abspeichern.

Die Gesichtserkennung soll nicht nur die Kameraeinstellungen auf eine erkannte Person hin optimieren, sondern auch vergessliche Fotografen vor peinlichen Momenten bewahren. Zu Gesichtern lassen sich Namen abspeichern, die die Kamera einblendet, sobald sie eine Person wiedererkennt.

Panasonic Lumix TZ10 im Test

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Der leuchtstarke, drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Kamera zeigt nicht nur aufgenommene Bilder an, sondern dient auch als Sucher. Auf der Anzeige mit einer Auflösung von 460.000 Pixeln sind die Motive selbst bei großen Blickwinkeln noch gut zu erkennen.

Einfache Bedienung mit einer Hand

Die Bedienung der Panasonic TZ10 kann komplett mit der rechten Hand, die die Kamera hält, erfolgen. Zumindest lassen sich alle Tasten, das Moduswahlrad sowie Zoomwippe und Auslöser mit ihren fünf Fingern erreichen. Spätestens wenn das Teleobjektiv genutzt wird, sollte jedoch die zweite Hand zum Einsatz kommen, damit der Bildausschnitt stabil bleibt.

Die Knöpfe weisen allesamt gut zu spürende Druckpunkt auf. Allerdings könnten die Tasten des Vier-Wege-Steuerkreuzes etwas besser voneinander getrennt sein. Bei der aktuellen Anordnung und Größe drückt ein Nutzer mit großem Daumen aus Versehen leicht die falsche Taste.

Die TZ10 bietet dem Nutzer zwei übersichtliche und logisch strukturierte Menüs. Im "Qualitäts-Menü" stehen neben dem GPS-Modul vor allem Belichtungseinstellungen wie Weißabgleich und Lichtempfindlichkeit zur Auswahl. Im Hauptmenü stellt der Anwender in erster Linie die Grundeinstellungen der Kamera ein.

Im Test benötigte die TZ10 unter freiem Himmel etwa fünf Minuten für die erste Positionsbestimmung. Solange das GPS-Modul aktiv blieb, aktualisierte die Kamera ihren Standort anschließend wesentlich schneller. Unsere Testbilder weisen Abweichungen von nur wenigen Metern auf, wobei die Straßenseite immer korrekt war. Anhand der abgespeicherten Geokoordinaten können Bildbetrachtungsprogramme, Bilderportale, Kartendienste oder soziale Netzwerke die Fotos ihrem Aufnahmeort zuordnen und an diesem anzeigen.

Der Fotograf muss das GPS-Modul manuell deaktivieren, da es auch bei ausgeschalteter Kamera Signale empfängt und Strom verbraucht. Die TZ10 verfügt jedoch auch über einen Flugzeugmodus, in dem sich der GPS-Empfänger zusammen mit der Kamera ausschaltet.

Überzeugende Fotos und sehr gute Videos

Die Aufnahmen der Panasonic TZ10 überzeugen mit einer Bildqualität, die über dem Durchschnitt im Kompaktkamerabereich liegt. Die Farben wirken natürlich und viele Details sind auf den Fotos zu erkennen, wobei die Kontraste etwas deutlicher ausfallen könnten. Eine erkennbare Vignettierung tritt nur bei Verwendung des internen Blitzlichts auf.

Mit zunehmender Lichtempfindlichkeit nimmt die Bildqualität, wie bei allen Digitalkameras, ab. Ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 tritt ein deutliches Bildrauschen, sodass die Aufnahmen in der Originalgröße nicht mehr zu gebrauchen sind. Auf ein Viertel der ursprünglichen Größe verkleinerte Versionen der Fotos eignen sich aber selbst bei ISO 1.600 noch für die Veröffentlichung im Internet.

Panasonic Lumix TZ10 Testbilder

6 Bilder
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Videos zeichnet die Panasonic TZ10 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit einer Bildqualität, die deutlich über der von günstigen Camcordern liegt. Der automatische Weißabgleich findet nach einer mehrere Sekunden dauernden Suche die passenden Einstellungen für veränderte Lichtverhältnisse. Die Videos mit natürlich wirkenden Farben verfügen über eine hohe Detailgenauigkeit und deutliche Kontraste.

Die zwei Stereo-Mikrofone auf der Oberseite der TZ10 liefern einen klar und deutlich zu verstehenden Klang. Allerdings sind die Bewegungen des Zoom-Objektivs störend zu hören, sofern sie nicht von lauteren Umgebungsgeräuschen wie vorbeifahrenden Autos übertönt werden.

Solides Metallgehäuse und ein HDMI-Anschluss

Das ordentlich verarbeitete Metallgehäuse der TZ10 liegt gut in der Hand. Hierfür sorgen die ausreichend große Daumenablage auf der Rückseite und die leichte Wölbung auf der Vorderseite. Die Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben des Herstellers Strom für bis zu 300 Fotos. Ein aktiver GPS-Empfänger sorgt dafür, dass diese Zahl deutlich sinkt.

Fotos und Videos speichert die Panasonic TZ10 auf allen drei Varianten der SD-Karten ab. Zur Datenübertragung stattet der Hersteller die Kamera mit einem HDMI-Anschluss sowie einer kombinierten USB- und AV-Schnittstelle aus.

Panasonic Lumix DMC-TZ10: Fazit

Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung für das Urlaubsgepäck 5.8/10

Die Panasonic Lumix TZ10 empfiehlt sich im Test als ideale Reisekamera, die auch alltagstauglich ist. Das GPS-Modul bringt vor allem in die Urlaubsfotos Ordnung. Die Kamera überzeugt darüber hinaus mit einer guten Bild- und Videoqualität sowie einer im Großen und Ganzen komfortablen Bedienung. Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic für die TZ10 beträgt 399 Euro. Online bieten Händler die Kamera bereits für rund 330 Euro an. Fotografen, die den GPS-Empfänger nicht benötigen, können eine Blick auf das Schwestermodell TZ8 werfen. Die Kamera weist vom GPS-Modul abgesehen nahezu identisch Ausstattungsmerkmale auf und kostet rund 70 Euro weniger.

Das hat uns gefallen

  • Brennweitenbereich
  • GPS-Empfänger

Das hat uns nicht gefallen

  • Geringer Blendenspielraum
  • Keine RAW-Speicherung möglich
Testnote 5,8 von 10
Bewertet von Jan Johannsen
6,0 / 10
Handhabung

Handhabung Verarbeitung, Haptik, Bedienkomfort, Einstellräder, Tastenbelegung

6,0 / 10
Foto

Foto Objektiv, Verschlusszeit, Blitzsynchronisationszeit, Blende, Sensor, Lichtempfindlichkeit

5,0 / 10
Video

Video Auflösung, Full HD, 4K, Bildrate, Containerformate, Mikrofon, Lautsprecher,

6,0 / 10
Display/Sucher

Display/Sucher Sucher, Auflösung, Größe, Dreh- und Schwenkbar, Wiedergabequalität

6,0 / 10
Bildqualität

Bildqualität Dynamikumfang, ISO-Rauschen, Bildeindruck, Schärfe, Farbwiedergabe

Informationen zum Leihgerät

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

10
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