Pentax K-7 im Test: Robuste Mittelklasse-Spiegelreflexkamera

Metallgehäuse mit 77 Dichtungen gegen Wasser und Dreck

von Jan Johannsen

Egal ob Nieselregen oder staubige Sandpiste: Die Pentax K-7 ist mit einem stabilen Gehäuse und 77 Dichtungen gut vor äußeren Einflüssens geschützt. Im Inneren der Spiegelreflexkamera befindet sich ein großer Bildsensor und die Bedienung gibt dem Nutzer alle Freiheiten.

Spritzwasser, Dreck und Minusgrade hindern die Spiegelreflexkamera Pentax K-7 nicht daran Fotos und sogar HD-Videos aufzunehmen. Das Flaggschiff des Herstellers verfügt über einen großen Bildsensor und einen optischen Bildstabilisator. Die Bedienung erfolgt wahlweise komplett manuell, halb- oder vollautomatisch.

Pentax K-7

Großer Sensor für gute Bilder

Pentax hat sich bei der K-7 für einen CMOS-Bildsensor mit einer Fläche von 23,4 x 15,6 Millimetern entschieden. Damit fällt er sogar etwas größer aus, als die unter Spiegelreflexkameras (DSLR) weit verbreiteten APS-C-Sensoren. Der Chip liefert eine maximale Auflösung von 14,6 Megapixeln.

Die Test-Aufnahmen der K-7 entstanden mit dem zum Test-Kit gehörenden Objektiv SMC Pentax DA mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern und überzeugen mit intensiven und natürlichen Farben. Die Bilder weisen eine hohe Detailgenauigkeit sowie deutliche Konturen auf. Allerdings könnten die Kontraste etwas weicher ausfallen und auf einigen der Testbilder tritt eine leichte Vignettierungen auf.

Zusätzlich weisen die Fotos der Pentax K-7 ein geringes Bildrauschen auf, dass bei hoher Lichtempfindlichkeit stark ansteigt. Erste leichte Störungen sind bei ISO 800 zu erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Ab ISO 3.200 fallen sie so stark aus, dass auch Bilder, die auf ein Viertel der ursprünglichen Größe verkleinert sind, sich nicht mehr zur Verwendung in sozialen Netzwerken eignen.

Pentax K-7 Testbilder

8 Bilder
Zur Galerie

Die Pentax K-7 nimmt Videos in der gebräuchlichen HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln, aber auch in einem ungewöhnlichen Format mit 1.536 x 1.024 Bildpunkten auf. Die Farben der Filme wirken nicht ganz so intensiv wie bei den Fotos. Davon abgesehen bieten die Videos ausreichend viele Details, angenehme Kontraste und gut zu erkennende Konturen.

Allerdings fällt es dem automatischen Weißabgleich schwer die richtigen Belichtungseinstellungen für neue Lichtverhältnisse zu bestimmen und die Fokussierung muss der Nutzer während der Filmaufnahme manuell vornehmen. Immerhin liefert das integrierte Mono-Mikrofon der K-7 einen gut verständlichen Ton.

Von komplett manuell bis vollautomatisch

Auf Motivprogramme verzichtet Pentax bei der K-7, stattdessen erhält der Nutzer zahlreiche manuelle, halb- und vollautomatische Aufnahmeprogramme. Zur Auswahl stehen der so genannte "Grüne Modus", bei dem es sich um die Vollautomatik handelt, Programm-, Belichtungs-, Empfindlichkeits-, Blenden- und Zeitautomatik sowie die komplett manuelle Steuerung und der Bulb-Modus für Langzeigbelichtungen. Darüber hinaus bietet die DSLR eine Blitz-Synchronisation, einen Speicherplatz für die Einstellungen des Nutzers und die Aufnahme von Videos.

Die meisten Bedienelemente erreicht der Fotograf mit seiner rechten Hand, darunter befinden sich alle Tasten für Belichtungseinstellungen. Seine linke Hand benötigt er, um das Moduswahlrad zu drehen, die Bildwiedergabe aufzurufen, Dateien zu löschen, den Raw-Modus zu aktivieren und die Fokus-Art auszuwählen.

Die Belichtungseinstellungen verändert der Nutzer dank zahlreicher Direktwahltasten sehr schnell und unkompliziert. So erreicht er unter anderem die Lichtempfindlichkeit, die Belichtungskorrektur, den Weißabgleich, das Blitzlicht und den Selbstauslöser direkt. Die gewünschten Werte wählt er entweder mit den Vier-Wege-Tasten oder mit den zwei Drehschaltern aus.

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der K-7 verfügt über eine Auflösung von 921.000 Pixeln und dient nicht nur zur Kontrolle der Aufnahmen, sondern fungiert dank einer Live View-Funktion auch als Sucher. Das Livebild aktiviert der Nutzer mit der LV-Taste. Die direkt darüber liegende AF-Taste dient zum Starten des Autofokus, da dieser bei aktivem Live View nicht über den Auslöser durchgeführt wird.

Der kleine Monitor zeigt kräftige Farben und viele Details an. Die Blickwinkel des Bildschirms, der auch bei Tageslicht gut zu erkennen ist, fallen mit rund 160 Grad ausreichend groß aus. Auf der Oberseite der Kamera befindet sich eine kleine LCD-Anzeige, auf der der Fotograf die wichtigsten Werte für die nächste Aufnahme ablesen kann.

Zum netzwelt-Testkit gehört ein Standard-Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern. Der optische Bildstabilisator steckt im Gehäuse. Er erkennt und gleicht Bewegungen der Kamera aus. Der Autofokus findet sehr schnell einen oder mehrere Punkte auf die er das Objektiv scharf stellt.

Robustes Gehäuse mit vielen Anschlüssen

Als Grundgerüst der Pentax K-7 dient ein leichtes und trotzdem stabiles Edelstahl-Chassis. Das Gehäuse besteht aus einer widerstandsfähigen Magnesiumlegierung. Insgesamt 77 Dichtungen sorgen nach Angaben des Herstellers dafür, dass Staub, Dreck und Spritzwasser nicht bis zur Technik im Inneren der Kamera vordringen.

Am mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehenen Batteriegriff hält der Nutzer die K-7 immer sicher im Griff. Aufgrund des bei Spiegelreflexkameras üblicherweise hohen Gewichts - die K-7 wiegt ohne Objektiv 747 Gramm - wird der Fotograf die Kamera oft am Schultergurt hängen lassen.

Pentax stattet die K-7 mit zahlreichen Anschlüssen und Schnittstellen aus. So kann der Fotograf ein externes Mikrofon oder eine Fernbedienung anschließen und die Kamera über ein Netzteil mit Strom versorgen. Zur Datenübertragung dienen die kombinierte USB- und AV- sowie die HDMI-Schnittstelle.

Die Stromversorgung stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher, dessen Fach durch eine drehbare Verriegelung gesichert ist. Als Speichermedien akzeptiert die Pentax K-7 SD- und SDHC-Speicherkarten.

Pentax K-7: Fazit

Robuste Spiegelreflexkamera 6.4/10

Pentax bietet mit der K-7 eine der robustesten Spiegelreflexkameras an, der Spritzwasser und Dreck kaum etwas anhaben können. Darüber hinaus überzeugt die DSRL mit einer guten Bildqualität und einer umfangreichen aber schnell zu erlernenden Bedienung. Als Zugabe nimmt die Kamera Videos auf, wobei eine Kompaktkamera besser für Spontan-Videos geeignet ist. Die unverbindliche Preisempfehlung von Pentax für das getestete Kit mit K-7 und einem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv beträgt 1.449 Euro. Im Internet verkaufen Händler das Set bereits für 950 Euro. Für das Gehäuse allein zahlen Käufer derzeit rund 900 Euro.

Das hat uns gefallen

  • Abgedichtetes Gehäuse
  • Ausstattung
  • Autofokus

Das hat uns nicht gefallen

  • Bildrauschen
  • Unübertsichtliche Menüführung
Testnote 6,4 von 10
Bewertet von Jan Johannsen
7,0 / 10
Handhabung

Handhabung Verarbeitung, Haptik, Bedienkomfort, Einstellräder, Tastenbelegung

7,0 / 10
Foto

Foto Objektiv, Verschlusszeit, Blitzsynchronisationszeit, Blende, Sensor, Lichtempfindlichkeit

4,0 / 10
Video

Video Auflösung, Full HD, 4K, Bildrate, Containerformate, Mikrofon, Lautsprecher,

7,0 / 10
Display/Sucher

Display/Sucher Sucher, Auflösung, Größe, Dreh- und Schwenkbar, Wiedergabequalität

7,0 / 10
Bildqualität

Bildqualität Dynamikumfang, ISO-Rauschen, Bildeindruck, Schärfe, Farbwiedergabe

Informationen zum Leihgerät

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

9
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Pentax K-7 selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 9 von 10 möglichen Punkten bei 7 abgegebenen Stimmen.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Das könnte dich auch interessieren

Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Pentax und Pentax K-7.

Links zum Thema
zur
Startseite

zur
Startseite