Book One im Kurztest: Sagt "Hello" zum ersten Porsche Design-Convertible

Erstes 360-Grad-Convertible mit abnehmbarem Display

Porsche Design Book One.

Das erste 2-in-1-Convertible mit 360-Grad-Scharnier und abnehmbarem Display liegt vor uns. Im Kurztest muss das Book One, das erste Produkt von Porsche Design Computing, beweisen, dass der ambitionierte Preis von 2.800 Euro gerechtfertigt ist. Was kann das Book One besser als etwa das Microsoft Surface Book? Finden wir es heraus.

Wir kennen bereits das Blackberry P9982 sowie das Huawei Mate 9 aus der Designschmiede. Zwei Jahre hat Porsche Design nun am Book One gearbeitet. Microsoft und Intel waren in dieser Zeit enge Partner. Gebaut wird es von Quanta Computer, dem weltweit größten Produzenten für Notebooks. Es steckt ein Intel Core i7-7500U Prozessor der siebten Generation mit bis zu 3,5 Gigahertz, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 512 Gigabyte SSD-Kapazität und ein sehr hoch auflösendes Display in dem Mobilcomputer.

Ansehnliche Spezifikationen - doch das Beste am Book One sind die Scharniere. Lenovo hat Convertibles mit so genannten 360-Grad-Scharnieren salonfähig gemacht, Porsche Design hat sie konsequent weiterentwickelt. Ihr könnt den 13,3-Zoll-Touchscreen daher nicht nur vollständig umklappen sondern auch komplett von der Tastatureinheit trennen. Das schafft derzeit kein Lenovo-Modell und auch nicht Microsofts viel gelobtes Surface Book. Die Art und Weise, wie sich die von einem Getriebe inspirierten Zahnräder bewegen ist in der Tat sehenswert.

Dennoch erinnert uns das Book One an das Surface Book. Die Tastatur sieht ein wenig so aus und an der Seite findet sich ein Schalter, den ihr für zwei Sekunden drücken müsst, um Tastatur und Tablet-Einheit voneinander zu trennen. Dann macht es ein uns ebenfalls vertrautes "Klack", eine LED leuchtet auf, und ihr haltet einen Tablet-PC mit Windows 10 in den Händen.

Porsche Design Book One im Kurztest

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Design und Verarbeitung

Auch wenn es sich beim uns zu Verfügung gestellten Book One noch um ein Vorserienmodell handelt fällt uns die sorgfältige Verarbeitung direkt auf. Am oberen Displayrand, dort wo die beiden Lautsprecher verbaut sind, hätten die Übergänge zur Antenne sauberer gelöst werden können. Bei den ab April ausgelieferten Geräten soll dies bereits besser sein, versprachen uns die Verantwortlichen.

Beide Komponenten bestehen aus Aluminium und bringen zusammen 1.580 Gramm auf die Waage. Die Tablet-Einheit allein wiegt laut Hersteller 758 Gramm. Im Gegensatz zu vielen anderen Convertibles und 2-in-1-Geräten haften auf der eloxierten Oberfläche kaum Fingerabdrücke - sehr schön.

Stift und Tastatur

Der Anschlag der Tasten hätte unserer Meinung nach ruhig direkter ausfallen dürfen. Wir hätten uns einen knackigeren Druckpunkt gewünscht. Der Hub fällt mittellang, vergleichbar mit dem des Surface Book aus. Auch längere Texte sollten sich bequem mit dem Book One von Porsche Design verfassen lassen.

Das Trackpad fällt mittelgroß aus und unterstützt selbstverständlich Multitouch-Eingaben, reagierte bei unserem Modell im oberen Bereich etwas träge. Es war verhältnismäßig hoher Druck notwendig, um einen Klick auszulösen.

Im Lieferumfang enthalten ist ein Wacom-fähiger Stift mit Unterstützung von 2.048 Druckstufen. Auch er besteht aus edlem Aluminium. Er findet bei Nichtgebrauch nicht im, aber am Gehäuse Platz, wo er magnetisch haftet. Leider bietet er nur zwei Tasten. Auf die Sondertaste der Surface-Modelle müsst ihr verzichten.

Windows Hello-Unterstützung und hochauflösendes Display

Dank Unterstützung von Windows Hello könnt ihr das installierte Windows 10 mit Hilfe eures Gesichtes entsperren. Ein separates Passwort ist nicht nötig. Stolze 3.200 x 1.800 Bildpunkte tummeln sich auf der 13,3 Zoll großen Displayeinheit. Die Darstellung von Inhalten ist dementsprechend überaus scharf.

Auch an der Maximalhelligkeit und der Darstellung von Farben haben wir subjektiv nichts auszusetzen. Der Raum, in dem wir dem Porsche Design Book One zum ersten Mal begegneten, ließ jedoch keine genauerer Bewertung der Display-Qualität zu. Wie sich der Touchscreen unter Praxis-Bedingungen schlägt, muss ein ausführlicher Test noch zeigen. Gleiches gilt für die Leistungsfähigkeit inklusive Benchmark-Ergebnissen.

Zubehör: Dockingstation und mehr

Die Scharniere sind Porsche Design gut gelungen. Die Zahnrad-Optik soll an ein Getriebe eines Sportwagens erinnern.
Die Scharniere sind Porsche Design gut gelungen. Die Zahnrad-Optik soll an ein Getriebe eines Sportwagens erinnern. (Quelle: netzwelt)

Zum Marktstart im April wird Porsche Design passendes Zubehör für das Book One vorstellen. Es wird eine spezielle Schutzhülle geben sowie eine Dockingstation mit weiteren Anschlüssen. Von Haus aus bietet das Convertible in der Tastatureinheit zwei USB 3.0-Anschlüsse, einen USB-C-Port sowie einen microSD-Kartenleser. Im Tablet gibt es noch einen weiteren USB Type-C-Port der Thunderbolt unterstützt.

Porsche Design Book One: Fazit

Kaum Vorteile gegenüber dem Surface Book 7.5/10

Man merkt dem Book One die lange Entwicklungszeit an. Es ist durchdacht und hochwertig verarbeitet. Selbst der Preis ist angesichts der verbauten Hardware und des prestigeträchtigen Markenschriftzuges nicht astronomisch. Einen besonderen Mehrwert gegenüber dem Surface Book sehen wir jedoch nicht. Vor allem, da das Microsoft-Modell im Gegensatz zum Book One auf Wunsch über eine externe Nvidia-Grafik in der Tastatureinheit verfügt. Die Möglichkeiten der Spezialscharniere nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis und erfreuen uns an der Ingenieurskunst.

Das hat uns gefallen

  • Verarbeitung
  • Scharniere
  • 360-Grad-Modus

Das hat uns nicht gefallen

  • keine dedizierte GPU
  • relativ schwer
  • Lüfter
Testnote 7,5 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
9,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

8,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

7,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

8,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät haben wir auf einer Messe (MWC 2017) in einer dreistündigen Hands-On-Session unter die Lupe genommen.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

8
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Porsche Design Book One selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 8 von 10 möglichen Punkten bei 55 abgegebenen Stimmen.
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Mobile Computing, Notebook, Mobile World Congress (MWC), Smartphone, Tablet, Convertible: Die besten Transformer-Notebooks im Test und Porsche Design Book One.

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