Galaxy J5 (2016) im Test: Everybody's darling

Erfolgreiches Budget-Smartphone ausprobiert

Galaxy J5 (2016) Titelbild

Das Galaxy J5 führt seit Monaten die Amazon-Verkaufscharts an. Auch der Nachfolger Galaxy J5 (2016) schickt sich an, zum Verkaufsschlager zu werden. Was macht das Samsung Budget-Smartphone so erfolgreich? Ein Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Ausstattung, Leistung und Bedienung
  3. Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. Kamera
  5. Preis und Verfügbarkeit
  6. Fazit
  7. Datenblatt

 - Für das Samsung Galaxy J5 (2016) ist ein neue Betriebssystemversion geplant

Samsung schweigt normalerweise zu seinen Update-Plänen. Die Niederlassung in der Türkei verrät nun aber alle geplanten Android 7.0-Updates nebst detailliertem Zeitplan.

Zum ArtikelVerfügbare Version: Android 6.0.0Geplante Version: Android 7.0.0

Optisch erinnert das Galaxy J5 (2016) an ältere Samsung-Modelle wie das Galaxy S5. Sprich: Das Gehäuse fällt kantiger aus als beim aktuellen Spitzenmodell Galaxy S7. In Sachen Verarbeitung unterscheidet sich das Galaxy J5 (2016) jedoch deutlich von älteren Smartphones aus dem Hause Samsung. So besteht zwar die Rückseite aus Kunststoff, der Rahmen des Smartphones ist jedoch aus Metall gefertigt, was dem Gerät nicht nur eine höhere Wertigkeit sondern auch mehr Stabilität verleiht. Die Kehrseite der Medaille: Das Galaxy J5 (2016) ist mit 159 Gramm spürbar schwerer als sein Vorgänger.

Design und Verarbeitung

Doch das Galaxy J5 (2016) ist scheinbar nicht nur schwerer geworden, sondern auch größer. Sollte man zumindest meinen, wenn man einen flüchtigen Blick auf das Datenblatt wirft. Denn Samsung hat die Größe des Bildschirms von 5 auf 5,2 Zoll vergrößert. Die Abmessungen hat dies jedoch nicht spürbar verändert. Das J5 (2016) ist für heutige Verhältnisse ein kompaktes Smartphone, das auch Nutzer mit kleinen Händen noch problemlos mit einer Hand bedienen können.

Erhältlich ist es in den Farben Schwarz, Gold und Weiß. Unser goldenes Modell besaß dabei eine matte Oberfläche, die sich im Test unempfindlich gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken zeigte. Einen Staub- oder Wasserschutz besitzt das Modell jedoch nicht.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Der Bildschirm des Galaxy J5 (2016) misst in der Diagonalen 5,2 Zoll und fällt somit für die Preisklasse vergleichsweise groß aus. Die Auflösung beträgt 1.280 x 720 Pixel (HD), wodurch eine ausreichende Schärfe gegeben ist. Vereinzelt lassen sich jedoch einzelne Pixel auf dem Screen erkennen. Das gleicht der Bildschirm aber wieder mit seiner Strahlkraft aus, schließlich setzt Samsung hier auf ein Super AMOLED-Panel, wie es auch in den teuren Galaxy S7 zum Einsatz kommt. Galaxy J5 (2016)-Nutzer dürfen sich also auf leuchtende Farben und satte Schwarzwerte freuen. Allerdings hat der Screen Probleme weiße Flächen darzustellen, diese wirken stets gräulich.

Samsung Galaxy J5 (2016)

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Wem die Leuchtkraft des Displays noch zu gering ist, kann die Helligkeit im sogenannten Outdoor-Modus vorübergehend für 15 Minuten über die vom Schieberegler gestellten Optionen hinaus anheben. Probleme mit der Ablesbarkeit gibt es dann nicht mehr, Samsung-Fans kennen die Funktion bereits vom Outdoor-Smartphone Galaxy Xcover 3.

Als Prozessor fungiert wie im Vorgänger der Quad-Core-Chip Snapdragon 410 von Qualcomm. Er hat schon anderthalb Jahre auf dem Buckel, dementsprechend ist die Performance alles andere als umwerfend. Im Geekbench-Test erzielt das J5 (2016) 516 Punkte (Single-Core) beziehungsweise 1.329 Punkte (Multi-Core). Damit bewegt sich das Samsung-Smartphone leistungstechnisch auf dem Niveau, das Spitzenmodelle vor vier Jahren boten.

Während diese Rechenpower für alltägliche Aufgaben wie Mails, Surfen und Chatten ausreichend ist, merkt man, dass das Galaxy J5 (2016) bei Spielen an seine Grenzen stößt. Titel wie FIFA Mobile sind allenfalls eingeschränkt spielbar. Ihr müsst hier damit leben, dass das Bild ruckelt oder ab und an auch einmal kurzzeitig einfriert. Beim Galaxy J5 (2017) wird definitiv ein Prozessor-Upgrade fällig.

Für Nutzerdaten bietet das Testgerät einen 16-Gigabyte-Gerätespeicher, knapp 11 Gigabyte stehen euch davon ab Werk zur Verfügung. Das reicht fürs Erste. Wenn ihr jedoch viel Musik auf dem Smartphone speichern, Filme herunterladen oder zahlreiche Apps installieren wollt, solltet ihr über eine Erweiterung des Speichers per microSD-Karte nachdenken. Das Galaxy J5 (2016) unterstützt offiziell microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 128 Gigabyte. Teile von Apps lassen sich auch auf die SD-Karte auslagern, das Zusammenfassen von Geräte- und SD-Speicher zu einem Speicherplatz (Adoptable Storage) erlaubt das Galaxy J5 (2016) aber nicht. Samsung hat diese Android 6.0-Funktion entfernt. Ansonsten könnt ihr auf dem Galaxy J5 (2016) aber alle bekannten Marshmallow-Features nutzen - also etwa auch Apps Berechtigungen entziehen.

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Ob das Galaxy J5 (2016) ein Update auf Android 7.0 erhalten wird, ist noch nicht bekannt. Den Vorgänger hatte Samsung zumindest kürzlich mit einem Update auf Android 6.0 Marshmallow bedacht, so dass sich J5 (2016)-Besitzer leise Hoffnungen auf ein Nougat-Update machen dürfen. Allerdings wird dies wenn, erst frühstens im November 2017 erscheinen. Generell dürft ihr als Besitzer des J5 (2016) nicht mit regelmäßigen Updates für euer Gerät rechnen. Monatliche Sicherheitsupdates gewährt Samsung nur ausgewählten Modllen der Galaxy Note, S- und A-Serie.

Ebenfalls verzichten müsst ihr auf ausgefallene Features wie einen Fingerabdruckscanner. Immerhin NFC und LTE sind mit an Bord.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist gut. Die Stimme des Gesprächspartners kam auf beiden Seiten klar und deutlich an. Nebengeräusche wurden weitestgehend gefiltert.

Betrieben wird das Galaxy J5 (2016), je nachdem, für welche Ausführung ihr euch entscheidet, mit einer oder zwei SIM-Karten. Über Mobilfunkanbieter vertreibt Samsung hierzulande nur die Single-SIM-Variante, im freien Handel ist das Modell dagegen auch unter dem Namen Galaxy J5 (2016) Duos als Dual-SIM-Variante erhältlich. Diese verfügt dabei über zwei SIM-Slots sowie einen microSD-Karten-Slot, sodass anders als bei den meisten aktuellen Dual-SIM-Smartphones sowohl die Verwendung einer zweiten SIM-Karte als auch die Erweiterung des Speichers per microSD-Karte möglich ist.

Schön: Samsung setzt beim J5 noch auf das micro-SIM-Format und nicht auf das neuere Nano-SIM-Format. So lässt sich das Smartphone auch mit älteren SIM-Karten nutzen, ohne dass ihr die SIM-Karte zuschneiden müsst. Leider fehlt dem Galaxy J5 jedoch eine Status-LED, die dem Nutzer über verpasste Anrufe, eingegangene Benachrichtigungen oder den Ladezustand des Akkus informiert.

Das Galaxy J5 (2016) gibt es sowohl in einer Dual-SIM-Version (links) als auch als Single-SIM-Variante (rechts).
Das Galaxy J5 (2016) gibt es sowohl in einer Dual-SIM-Version (links) als auch als Single-SIM-Variante (rechts). (Quelle: netzwelt)

Der Akku des Galaxy J5 (2016) verfügt über eine Lithum-Polymere-Batterie des Typs "EB-BJ510CBE". Dieser besitzt eine Kapazität von 3.100 Milliamperestunden. Im Akkutest von PC Mark erzielte er eine Laufzeit von neun Stunden und sechs Minuten. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsintensität solltet ihr also problemlos durch den Tag kommen und sogar noch ein paar Reserven für eine lange Partynacht oder den nächsten Tag haben.

Ist der Akku einmal leer, muss er knapp zwei Stunden an der Steckdose verweilen. Über eine Quick Charge-Technologie verfügt das Samsung-Smartphone nicht. Dafür lässt sich der Akku im Gegensatz zu anderen aktuellen Samsung-Smartphones einfach wechseln. Ein Ersatzakku für das Galaxy J5 (2016) kostet auf Amazon aktuell knapp 18 Euro.

Kamera

Für Foto- und Videoaufnahmen stellt das Galaxy J5 (2016) euch eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 5-Megapixel-Frontkamera bereit, die wie die Kamera auf der Rückseite über eine Foto-LED verfügt. Videos zeichnet das Smartphone maximal in Full HD auf. Ausreichend Licht vorausgesetzt, lassen sich brauchbare Fotos schießen. Zwar wirkt die Farbdarstellung hierbei stets etwas blass, doch für die Preisklasse geht die Bildqualität in Ordnung.

Galaxy J5 (2016): Kamera-Samples

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Werden die Lichtverhältnisse schwieriger - etwa in der Dämmerung oder bei schummeriger Beleuchtung in Wohnräumen - versagt das Galaxy J5 (2016) im Automatik-Modus. Das ist enttäuschend, da Samsung mit einer lichtstarken F/1.9-Blende wirbt. Ihr könnt dann versuchen, über den manuellen Modus durch Variieren der Bildparameter wie Weißabgleich oder Lichtempfindlichkeit (ISO) noch etwas herauszuholen. Im Test gelangen uns hier deutlich bessere Ergebnisse (siehe Mediengalerie).

Preis und Verfügbarkeit

Das Galaxy J5 (2016) ist seit dem Frühjahr in Deutschland im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers lautet 269 Euro. Im Handel wird das Modell aber bereits deutlich günstiger angeboten. Nachfolgend findet ihr aktuelle Angebote für das Galaxy J5 (2016) im Überblick.

Samsung Galaxy J5 (2016): Fazit

Charmebolzen mit mäßiger Performance 7.8/10

Was macht den Charme des Galaxy J5 (2016) aus? Das Budget-Smartphone bietet zu einem vergleichsweise niedrigen Preis viele Features, die die Samsung Galaxy-Serie groß gemacht haben. Da wären etwa der wechselbare Akku, die gute Kamera oder der bunte Super AMOLED-Screen. Leider fehlt eine Status-LED. Für ambitionierte Nutzer ist die Performance zudem nicht mehr zeitgemäß.

Das hat uns gefallen

  • großer Bildschirm
  • manueller Modus für die Kamera
  • Metallrahmen
  • Akku wechselbar

Das hat uns nicht gefallen

  • keine Status-LED
  • mäßige Performance
Testnote 7,8 von 10
Jan Kluczniok
Bewertet von Jan Kluczniok
8,0 / 10
Design und Verarbeitung

Design und Verarbeitung Designsprache, Farbauswahl, gewählte Materialien, Haptik und der so genannte Look & Feel des Geräts werden unter diesem Punkt bewertet.

6,0 / 10
Ausstattung und Bedienung

Ausstattung und Bedienung Display, Prozessor, Gerätespeicher, Betriebssystem und Nutzeroberfläche werden unter diesem Punkt bewertet.

8,0 / 10
Sprachqualität

Sprachqualität Wie klingen die Gesprächspartner? Gibt es Aussetzer in der Verbindung? Dies wird unter diesem Punkt bewertet.

9,0 / 10
Akkulaufzeit

Akkulaufzeit Lauf- und Ladezeiten des Akkus sowie die Bauweise (fest oder wechselbar) werden unter diesem Punkt bewertet

8,0 / 10
Multimedia

Multimedia Kamera, Lautsprecher sowie weitere Multimedia-Funktionen (zum Beispiel Infrarotsender) werden unter diesem Punkt bewertet.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise von Samsung für zwei Wochen zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

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8
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Samsung Galaxy J5 (2016) verglichen

Ihr seid euch unsicher, ob ihr das Samsung Galaxy J5 (2016) kaufen oder lieber zu einem Konkurrenzprodukt greifen solltet? Die folgenden Vergleichstests helfen euch bei der Kaufentscheidung. Wir stellen hier das Samsung Galaxy J5 (2016) seinen schärfsten Konkurrenten gegenüber.

Bestenlisten

Samsung Galaxy J5 (2016) wurde in folgende Smartphone-Bestenlisten einsortiert.

Samsung Galaxy J5 (2016) - Specs: Die technischen Daten im Überblick

Die nachfolgende Tabelle zeigt euch die wichtigsten technischen Daten des Samsung Galaxy J5 (2016) im Überblick. Eine detaillierte Auflistung findet ihr im technischen Datenblatt, um das Samsung Galaxy J5 (2016) mit anderen Smartphones zu vergleichen besucht unseren Handy-Vergleich.

Prozessor Qualcomm MSM8916
Display SUPER AMOLED Color (16M) 720x1280px (5.0") 282ppi
RAM 1 GB
Gerätespeicher 8 GB
Akku 3.100 Milliamperestunden
Hauptkamera 13 Megapixel
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

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