Galaxy Note 7 im Test: Explosiv, aber gut

Note 5-Nachfolger ausprobiert

Sperrfrist 2. August 17 Uhr Galaxy GRACE - Titelbild

Aller Explosionsgefahr zum Trotz haben wir todesmutig das Galaxy Note 7 durch unseren "Testparcours" geschickt. Im Alltagseinsatz weiß das Samsung-Smartphone vor allem mit seinem neuen Design und S Pen-Features zu gefallen. Die Begeisterung über andere Neuerungen hielten sich dagegen im Test in Grenzen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Ausstattung, Leistung und Bedienung
  3. Sprachqualität
  4. Kamera und Klang
  5. Akkulaufzeit
  6. Preis und Verfügbarkeit
  7. Fazit & Alternativen

 - Für das Samsung Galaxy Note 7 ist ein neue Betriebssystemversion geplant

Welche Galaxy-Smartphones und -Tablets neben dem Galaxy S8 werden ein Update auf Android 8.0 Oreo erhalten? Das war bislang geheim. Doch nun ist eine Liste im Netz aufgetaucht, die Samsungs Update-Pläne verrät.

Zum ArtikelVerfügbare Version: Android 6.0.0Geplante Version: Android 8.0

Samsung hat den Verkauf und die Produktion des Galaxy Note 7 aus Sicherheitsgründen gestoppt und fordert alle Nutzer zur Rückgabe auf. Das Smartphone wird nicht mehr auf den Markt kommen. Netzwelt hat daher das Gerät aus allen Bestenlisten entfernt. Das sind die besten Alternativen zum Galaxy Note 7.

Die Leidenszeit für Galaxy Note-Fans ist vorbei: Während der südkoreanische Hersteller das Galaxy Note 5 nicht in Europa veröffentlichte, kommt der Nachfolger Galaxy Note 7 nun demnächst auch wieder in Deutschland in den Handel - vorausgesetzt Samsung bekommt die Probleme mit dem explodierenden Akku in den Griff - doch dazu später. Klären wir erst einmal die alles entscheidende Frage:

"Warum heißt das Gerät Note 7 und nicht Note 6?"

Marketing! Die "7" soll auch Käufern, die nicht jeden Tag die Technik-Blogs dieser Welt verfolgen, zeigen, dass das Note mit Samsungs anderem Spitzenmodell - dem Galaxy S7 - auf einer Stufe steht.

Design und Verarbeitung

Nicht nur den Namen hat Samsung an das Galaxy S7 angepasst - auch optisch erinnert das Note 7 stark an das aktuelle Top-Modell von Samsung. Bot das Note 5 noch einen flachen Screen, sind die Displaykanten nun wie beim Galaxy S7 Edge zu beiden Seiten hin abgebogen. Der Rücken fällt jedoch nicht wie beim S7 flach aus, sondern ist im selben Maße gewölbt.

Diese Symmetrie verbessert das Handling des XXL-Smartphones deutlich. Der 5,7-Zöller liegt besser und sicherer in der Hand als manch 5,5-Zoll-Smartphone. Dies liegt natürlich nicht nur an der Formsprache, sondern auch an den verblüffend geringen Abmessungen. Das Samsung-Smartphone ist nicht nur satte 4,7 Millimeter schmaler als das Note 4, sondern auch deutlich kleiner als das 5,7 Zoll große Nexus 6P und das 5,5 Zoll große iPhone 7 Plus (siehe Tabelle). Noch dazu wiegt das Samsung-Smartphone knapp 19 Gramm weniger als das Apple-Gegenstück.

Galaxy Note 7 Apple iPhone 7 Plus Galaxy Note 4 Nexus 6P
Höhe 153,5 Millimeter 158,2 Millimeter 153,5 Millimeter 159,3 Millimeter
Breite 73,9 Millimeter 77,9 Millimeter 78,6 Millimeter 77,8 Millimeter
Tiefe 7,9 Millimeter 7,3 Millimeter 8,5 Millimeter 7,3 Millimeter
Gewicht 169 Gramm 188 Gramm 176 Gramm 178 Gramm

Geschützt wird sowohl die Front- als auch die Rückseite durch das neue stoßsichere Corning Gorilla Glass 5. Das Stürze von bis zu 1,6 Metern unbeschadet überstehen soll. Diese Aussage haben wir nicht getestet und raten euch auch davon ab dies freiwillig zu tun. Den Corning macht keine genaueren Angaben zu den Testbedingungen, sondern spricht nur von harten, rauen Oberflächen. Laut dem Produktblatt wurde ein "Drop-Test" nur auf Schleifpapier durchgeführt, nicht etwa auf Beton. Zweifel an der Widerstandsfähigkeit des Note 7-Displays sind also erlaubt.

Dafür können wir die Gerüchte, dass die neue Glaseinheit schnell zerkratzt nicht bestätigen. Im Test transportierten wir das Note 7 mehrere Tage ohne Schutzfolie oder Hülle im Rucksack und zusammen mit einem Schlüssel in der Hosentasche - ohne dass das Smartphone nennenswerte Schäden davon trug. Gehäuse und der Bedienstift S Pen sind übrigens gemäß IP68 staub- und wasserdicht.

Die Verarbeitung ist insgesamt sehr hochwertig, das Design ansprechend. Wirklich was zu meckern haben wir nicht. Nutzer, die vom Galaxy Note 4 auf das Note 7 umsteigen, sollten jedoch beachten: Das Note 7 besitzt kein abnehmbares Cover mehr sondern weist ein fest verschlossenes Gehäuse auf. Note-Fans müssen dafür aber auf die Möglichkeit verzichten den Akku mit wenigen Handgriffen zu wechseln. Der Akkuwechsel ist ab sofort ein Fall für den Kundendienst und schlägt außerhalb der Garantie voraussichtlich mit knapp 60 Euro zu buche.

Samsung Galaxy Note 7 im Unboxing

11 Bilder
Zur Galerie

Erhältlich ist das Galaxy Note 7 in Schwarz (Black Onyx), Silber (Silver Titanium), Blau (Coral Blue) sowie Gold. In Deutschland wird es jedoch das Galaxy Note 7 nur in Schwarz, Silber und Blau zu kaufen geben. Eine entsprechende Nachfrage vorausgesetzt, könnte die goldene Farbvariante zu einem späteren Zeitpunkt ihren Weg nach Deutschland finden.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Das Galaxy Note 7 richtet sich mehr an die Geeks unter den Samsung-Fans, dementsprechend findet ihr in diesem Smartphone nahezu alles, was das Technik-Herz begehrt. Ein Beispiel ist der Bildschirm. Der 5,7 Zoll große Super AMOLED-Screen löst zwar nicht, wie von vielen erhofft in 4K auf, unterstützt dafür aber einen anderen angesagten Trend im TV-Markt: HDR.

In den Genuss der Bildpracht werdet ihr aber nur selten kommen - entsprechende Inhalte sind rar gesät. Amazon bietet etwa nur die erste Staffel von Mozart in the Jungle und die Pilotepisode Red Oaks in HDR an. Zwar wollen in naher Zukunft auch YouTube und Netflix HDR-Inhalte streamen. Ob diese jedoch dann auch in HDR auf dem Note 7 zu sehen sein werden, ist fraglich. Laut Aussage eines Samsung-Mitarbeiters gegenüber netzwelt, ist aktuell nur sichergestellt, dass das Galaxy Note 7 HDR-Streams von Amazon empfangen kann, andere Dienste bieten Samsung zufolge noch keine Zertifizierungsprozesse an.

Praktischer ist da eine andere Neuerung beim Bildschirm: Das Always-On-Display kann nun Benachrichtigungen aller installierten Apps darstellen - auf dem Galaxy S7 zeigte es nur Kalendereinträge, SMS und verpasste Anrufe an.

Iris-Scanner besser als erwartet,...

Kritisch beäugt wurde im Vorfeld der ebenfalls neue Iris-Scanner. Geleakte Screenshots des Einrichtungsassistenten deuteten daraufhin, dass der Scanner sich nicht mit einer Brille oder Kontaktlinsen nutzen lässt. Zudem wurde befürchtet, dass der Scanner nur bei guten Lichtverhältnissen funktioniert.

Diese Ängste waren unbegründet. Im Test gelang das Entsperren des Smartphones auch bei aufgesetzter Brille - vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine Sonnenbrille. Lediglich für die Einrichtung des Iris-Scanners solltet ihr eure Sehhilfe ablegen. Auch ist für den Betrieb praktisch kein Licht erforderlich. Im Test konnten wir das Smartphone per Iris-Scan in einem komplett abgedunkelten Raum entsperren. Die Displaybeleuchtung des Note 7 entpuppte sich hier als ausreichend.

So richtet ihr den Iris-Scanner des Galaxy Note 7 ein
So richtet ihr den Iris-Scanner des Galaxy Note 7 ein Anleitung Smartphone mit den Augen entsperren Das Galaxy Note 7 ist das erste Samsung-Smartphone mit Iris-Scanner. In diesem Tutorial erfahrt ihr, wie ihr den Scanner optimal einrichtet und was es bei der Nutzung zu beachten gilt. Jetzt lesen

....aber nicht gut genug

Das Entsperren geht rasend schnell (0,22 Sekunden), allerdings muss der Prozess dazu zunächst über den Sperrbildschirm aktiviert und dann das Note 7 nah an die Augen geführt werden. Die richtige Positionierung des Smartphones vor den Augen erfordert Übung und gelingt nicht immer auf Anhieb - wodurch der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Fingerabdruckscanner verpufft. So ist der Iris-Scanner eher als zusätzliche Komfortoption denn als Ersatz für das Entsperren per Fingerabdruck zu sehen. Der Einsatz ist zum Beispiel im Winter praktisch, wenn ihr Handschuhe tragt.

Der Scanner arbeitet auf Infrarot-Basis (IR). Oberhalb des Bildschirms sind ein IR-Sender und -Empfänger verbaut. Die Frontkamera spielt beim Iris-Scan keine Rolle. Gespeichert werden eure Iris-Daten nicht in der Cloud, sondern ausschließlich auf dem Gerät - in einem verschlüsselten Speicherbereich.

Secure Folder

Der Iris-Scanner kann jedoch noch mehr als nur das Gerät entsperren, mit seiner Hilfe könnt ihr auch auf den "Secure Folder" zugreifen. Das ist ein mit Samsung Knox geschützter Bereich, in dem der Nutzer sensible Daten wie Kreditkarte oder Führerschein ablegen kann. Zudem kann er hier sensible Apps wie Facebook lagern. Dieselbe App kann außerhalb des Folders noch einmal installiert werden, das erlaubt die Nutzung einer App auf dem Smartphone mit zwei verschiedenen Accounts.

Weitere Anwendungsbereiche für den Iris-Scanner: Ihr könnt euch im Browser mit euren Augen in Webseiten einloggen. Entwickler sollen zudem auf den Scanner zugreifen und ihn für ihre eigenen Apps nutzen können. Zusammen mit einigen US-Banken erprobt Samsung auch den Einsatz des Iris-Scanners zur Authentifizierung beim Mobile Banking. Wer den Scanner nicht vertraut greift beim Banking auf herkömmlichen TAN-Verfahren zurück. Den Secure Folder könnt ihr übrigens auch per Fingerabdruck oder Passwort sichern.

USB 3.1 und Typ C-Anschluss

Geladen und mit dem PC verbunden wird das Note 7 über einen neuen USB Typ C-Anschluss. Dieser bringt dem Nutzer dem Vorteil, dass es egal ist wie herum er das USB-Kabel in das Gerät einführt. Das fummelige Anschließen des Ladekabels wird dadurch deutlich vereinfacht. Galaxy Note 7-Besitzer profitieren aber vom neuen Anschluss auch bei der Datenübertragung. Faktisch handelt es sich bei der USB-Schnittstelle nämlich um einen USB 3.1-Anschluss, wie netzwelt am Rande des Note 7-Launch im Gespräch mit Samsung erfuhr.

USB Typ C: Diese Smartphones unterstützen den neuen Anschluss
USB Typ C: Diese Smartphones unterstützen den neuen Anschluss Artikel Kompatible Geräte im Überblick Welche in Deutschland erhältlichen Smartphones unterstützen USB Typ C und welche Vorteile bringt euch der neue Anschluss? Netzwelt gibt einen Überblick über kompatible Geräte. Jetzt lesen

Ein USB 3.1-Anschluss ermöglicht, einen entsprechenden Anschluss an der Gegenseite vorausgesetzt, Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1.200 Megabyte pro Sekunde. Samsung bewirbt die Schnittstelle jedoch offiziell nicht als USB 3.1-Port, da es laut Hersteller noch keine entsprechende Zertifizierung für Mobilgeräte gibt.

Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, warum wir bislang kein Wort über den Prozessor verloren haben: Ganz einfach. Dazu gibt es nicht viel zu sagen, denn im Galaxy Note 7 steckt der Exynos 8890, der auch das Galaxy S7 befeuert. Ihm stehen wie im S7 4-Gigabyte-Arbeitsspeicher (RAM) zur Verfügung. Eine Version mit 6-Gigabyte-RAM gibt es nicht. In Sachen Performance hat sich also nichts geändert. Das mag den Geek enttäuschen, Otto-Norma-Verbraucher freut sich im Alltag dagegen über eine ruckelfreie, flüssige Bedienung.

Kleines Trostpflaster für Benchmark-Fetischisten: Samsung hat den Gerätespeicher von 32 Gigabyte auf 64 Gigabyte aufgestockt. Eine 32- oder 128-Gigabyte-Variante gibt es vorerst nicht. Der Speicher lässt sich jedoch per microSD-Karte um bis zu 256 Gigabyte erweitern. Unterstützt das Galaxy Note 7 die mit Android 6.0 eingeführte Funktion Adoptable Storage? "Nope. Sorry Folks". Auch beim neuen Samsung-Smartphone könnt ihr Geräte- und Kartenspeicher nicht zu einem Speicherraum zusammenfassen.

Die Funktion ist aus Sicht von Samsung mehr Fluch als Segen. Eine Integration berge Sicherheitsrisiken und erhöhe die Gefahr für Anwenderfehler. Daher habe man sich grundsätzlich dagegen entschieden Adoptable Storage in einem Samsung-Gerät zu integrieren, erklärte ein Samsung-Mitarbeiter gegenüber netzwelt.

Betriebssystem ist ab Werk Android 6.0 Marshmallow. In diversen Benchmarks wurde das Galaxy Note 7 aber auch bereits mit dem Nachfolger Android 7.0 Nougat gesichtet. Die Veröffentlichung eines Updates ist also nur eine Frage der Zeit. Samsung vertreibt das Note 7 aber nicht mit purem Android, sondern spendiert dem Nutzer die hauseigene TouchWiz-Nutzeroberfläche. Sie enthält zusätzliche Funktionen, die Google erst für Android 7.0 vorsieht - etwa einen Blaulichtfilter oder einen Splitscreen-Modus.

Die Nutzeroberfläche wirkt insgesamt übersichtlicher und weitaus weniger überladen als bei früheren Samsung-Smartphones. Verglichen mit der HTC-Oberfläche Sense oder Stock Android wirkt sie auf uns jedoch immer noch sehr chaotisch. Samsung könnte hier noch etwas konsequenter aufräumen. Immerhin die Apps Action Memo, Memo, Scrapbook und S Note wurden schon zu einer Anwendung namens "Samsung Notes" zusammengefasst.

Samsung Galaxy Note 7 im Hands-On

Positiv überrascht waren wir vom neuen S Pen. Wobei sich dies weniger auf das Design als auf die Funktionen bezieht. Samsung hat zwar dem Stift eine kleinere präzisere Mine spendiert. Ergonomisch ist der dünne Mikado-Stab aber weiterhin eine Zumutung. Dennoch werdet ihr ihn benutzen und zwar vermutlich häufiger als zuvor. Denn Samsung hat ihm beim Note 7 einige wirklich praktische Features - abseits von Notizen und Zeichnen - spendiert. So fungiert der S Pen auf Wunsch als Lupe oder kann einzelne Wörter übersetzen (siehe Video).

Des Weiteren könnt ihr mit dem Stift aus jedem x-beliebigen Webvideo Frames herausschneiden und als animierte GIF speichern - einzige Ausnahme: Videos mit DRM-Schutz. Die GIFs könnt ihr dabei mit lustigen Texten oder Zeichnungen versehen. Damit erstellt ihr Memes und Giphys im Handumdrehen und sichert euch die Likes und Shares eurer Freunde.

Sprachqualität

Beim Galaxy S7 gab es in Sachen Sprachqualität einige Mängel. Das ist beim Note 7 erfreulicherweise anders. Störgeräusche werden effektiv gefiltert - ohne das dies zu Lasten von Klarheit, Natürlichkeit oder Lautstärke der eigenen oder der Stimme des Gesprächspartners geht.

Kamera und Klang

Bei der Kamera bedient sich Samsung mal wieder beim Galaxy S7. Das Ergebnis ist dasselbe. Tolle Bilder auch bei schwachen Lichtverhältnissen. Wobei das Note 7 trotzt Dual-Pixel-Autofokus und f1.7-Blende nachts seine Grenzen stößt.

Galaxy Note 7: Kamera-Samples

4 Bilder
Zur Galerie

Deutlich ab fällt dagegen der Klang. Das Galaxy Note 7 besitzt zwar zwei Lautsprecher - einen oberhalb des Bildschirms und einem am unteren Rand des Smartphones. Bei der Wiedergabe von Musik und Filmen ist jedoch nur der untere Lautsprecher aktiv. Der Klang ist für ein 860-Euro-Smartphone sehr bescheiden. Oftmals verdeckten wir im Test den Speaker beim Halten des Note 7, was die Leistung des Lautsprechers noch weiter schmälerte.

Akkulaufzeit

Kommen wir nun zum Sorgenkind des Galaxy Note 7: dem Akku. Samsung verbaut eine 3.500-Milliamperestunden-Batterie. Diese zeigte sich im Test als sehr ausdauernd. So konnten wir mit 15-Prozent-Akku noch ein knapp 50-minütiges HD-Video schauen und hatten am Ende noch eine Notreserve von fünf Prozent. In der Regel solltet ihr mit einer Akkuladung also durch den Tag kommen. Je nach Nutzungsintensität ist auch eine etwas längere Laufzeit denkbar.

Zur Ladegeschwindigkeit können wir keine Aussage treffen. Unserem Testgerät lag kein deutsches Netzteil bei, sondern ein britisches und wir hatten keinen passenden Schnelllader von Samsung zur Hand. Daher wären die Ergebnisse verzerrt. Warum ist die Batterie nun das Sorgenkind des Galaxy Note 7? Durch einen seltenen Fertigungsfehler kann es bei einigen Einheiten zum Überhitzen und in der Folge sogar zur Explosion des Akkus kommen.

9gag.com zum Galaxy Note 7

Laut Samsung ist dies bislang weltweit 35 mal passiert. 17 Fälle ereigneten sich davon in den USA, 17 in Südkorea und einer in Taiwan. Verletzt wurde dabei niemand. Aus Sicherheitsgründen hat Samsung dennoch die Auslieferung des Note 7 weltweit gestoppt. Sie soll in Kürze wieder anlaufen. Alle bislang ausgelieferten Einheiten werden auf Wunsch ausgetauscht.

Preis und Verfügbarkeit

Das Galaxy Note 7 sollte ursprünglich am 2. September weltweit erhältlich sein. Durch den Akkufehler hat Samsung den Marktstart auf unbestimmte Zeit verschoben - voraussichtlich wird der südkoreanische Hersteller im Oktober wieder mit dem Verkauf des Galaxy Note 7 beginnen. Die unverbindliche Preisempfehlung lautet 849 Euro. Abzuwarten bleibt, ob Samsung diese mit dem neuerlichen Marktstart nach unten korrigieren wird. Mit einem Preisverfall in den nächsten Monaten ist zu rechnen, jedoch verläuft dieser mittlerweile deutlich langsamer als noch bei früheren Samsung-Produkten.

Samsung Galaxy Note 7: Fazit

Großer Screen, im handlichen Format 9/10

Samsung demonstriert mit dem Note 7, dass das Unternehmen immer noch das beste Phablet baut. Das Note 7 ist dank des neuen Designs handlicher als die Konkurrenz, der Bedienstift S Pen bringt nun zudem mit Lupe und Gif-Generator auch nützliche Features für weniger künstlerisch begabte Nutzer mit. Iris-Scanner und HDR-Display sind dagegen nett, aber kein wirklicher Kaufgrund. Schade, dass dem Smartphone wegen eines Produktionsfehler nun der Makel anhaftet explosiv zu sein.

Das hat uns gefallen

  • ergonomisches Design
  • S Pen erhält nützliche neue Features
  • Sprachqualität

Das hat uns nicht gefallen

  • viele Features aktuell noch nutzlos
  • schwache Lautsprecher
Testnote 9,0 von 10
Jan Kluczniok
Bewertet von Jan Kluczniok
10 / 10
Design und Verarbeitung

Design und Verarbeitung Designsprache, Farbauswahl, gewählte Materialien, Haptik und der so genannte Look & Feel des Geräts werden unter diesem Punkt bewertet.

9,0 / 10
Ausstattung und Bedienung

Ausstattung und Bedienung Display, Prozessor, Gerätespeicher, Betriebssystem und Nutzeroberfläche werden unter diesem Punkt bewertet.

9,0 / 10
Sprachqualität

Sprachqualität Wie klingen die Gesprächspartner? Gibt es Aussetzer in der Verbindung? Dies wird unter diesem Punkt bewertet.

8,0 / 10
Akkulaufzeit

Akkulaufzeit Lauf- und Ladezeiten des Akkus sowie die Bauweise (fest oder wechselbar) werden unter diesem Punkt bewertet

9,0 / 10
Multimedia

Multimedia Kamera, Lautsprecher sowie weitere Multimedia-Funktionen (zum Beispiel Infrarotsender) werden unter diesem Punkt bewertet.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise für drei Wochen zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

9
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Samsung Galaxy Note 7 selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 9 von 10 möglichen Punkten bei 238 abgegebenen Stimmen.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Das könnte dich auch interessieren

Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Samsung, Smartphone, Hersteller-Verzeichnis und Samsung Galaxy Note 7.

Samsung Galaxy Note 7 im Zeitverlauf
1 von 19
  • Galaxy Note 7: 3 Theorien, warum das Samsung-Smartphone explodiert

    12.10.2016 Das Galaxy Note 7 wird nicht mehr weiter produziert. Samsung nimmt das Gerät komplett vom Markt. Nutzer werden aufgefordert das Smartphone außer Betrieb zu setzen und an Samsung zurückzusenden. Der Grund: Brand- und Explosionsgefahr.

    Bilder qualmender und verbrannter Galaxy Note 7-Modelle gingen durch die Nachrichten. Doch über die Ursache des Problemes tappt der südkoreanische Hersteller offenbar noch immer im Dunkeln. Es existieren jedoch zahlreiche Theorien, darüber, was das Note 7-Desaster verursacht haben könnte. Netzwelt gibt euch einen Überblick.

    Das Galaxy Note 7 ist für ein 5,7-Zoll-Smartphone extrem dünn und schmal - möglich wird dies durch die symetrisch gewölbte Vorder- und Rückseite. Doch das schicke Design könnte die Ursache für die brennenden Akkus sein, berichtet das US-Magazin PhoneArena. Offenbar übt das enge Gehäuse starken Druck auf die Batterie aus, wodurch es zu einem Kurzschluss kommen kann.

    Die Financial Times bringt eine neue Theorie zur Explosionsursache ins Spiel. Einem Insider zufolge soll das Problem nicht bei der Batterie selber, sondern im Fast Charging-Prozess liegen. Der Ladeprozess verliefe zu schnell, was zu einem Defekt der Batterie und letztlich zur Explosion führe.

    Samsung nutzt im Galaxy Note 7 Batterie verschiedener Hersteller: Die Mehrheit der Akkus wurde jedoch vom Tochterunternehmen Samsung SDI geliefert. Der Zulieferer geriet daher schnell in die Schusslinie. Ein Produktionsfehler bei SDI sei für die explodierenden Akkus verantwortlich - hieß es nach dem ersten Rückruf des Geräts. Diese Theorie ist nun aber vom Tisch. Denn bei den Austauschgeräten wurden die Batterien nicht von SDI, sondern von anderen Zulieferern wie dem chinesischen Hersteller ATL produziert.

    Alternativen zum Galaxy Note 7

Zurück
Weiter
zur
Startseite

zur
Startseite